Leben in Thailand
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Doping für Ihre Gesundheit

Tropisch exotisch, aber auch gewöhnungsbedürftig für die Gesundheit

In den Tropen zu leben bedeutet nicht nur das für uns Exotische zu bewundern und genießen, sondern hat auch ganzjährig gesundheitliche Vorzüge. Gerade im Alter bekommt Gesundheit einen anderen Stellenwert im Leben. Leben hier in Chumphon ist natürliche Gesundheitsförderung. Anfangs bedeutet es aber auch, dass Sie Ihrer Gesundheit eher schaden, wenn Sie sich zu viel zumuten. Gewöhnen Sie sich mindestens 1 Monat an das Klima. Zeit haben Sie genügend und Zeitdruck sollten Sie sich gänzlich abgewöhnen.

Matt Abold

Mein Name ist Matt Abold und ich lebe seit 2009 als weißer Ausländer im Baan Metawi, in Chumphon, Thailand. Ich schreibe übers Auswandern und Überwintern und verbinde meine Beiträge oft mit sozial- und wirtschaftspolitischen Themen, die Thailand mit Deutschland und Europa vergleichen, in meiner Rubrik: Zeitgeistkritik.

Hier, im oberen Süden Thailands, kommen mehrere Faktoren zusammen, die die Gegend für mich zu einem magischen Ort machen. Ein wesentlicher ist das gesundheitsfördernde Klima. Hilfreich dazu der Beitrag: Leben in den Tropen, Leben in Chumphon

Es gibt 2 Klimazonen in Thailand

Das Leben in Chumphon ist ursprünglich, pur und intensiv und begeistert bisher jeden mit einem Verwöhnklima. Die Autofahrt von Bangkok nach Chumphon ist selbst heute noch immer etwas Besonderes. Die gut 500 km sind nicht nur sehr abwechslungsreich, sondern man erkennt wie sich die Flora zum tropischen Grünparadies verändert. Nach Hua Hin, auf dem Weg nach Chumphon, wirkt das Grün der Pflanzen saftiger, nie ausgetrocknet und überall sieht man dichtbewachsene immergrüne Plantagen und Urwald. Lesen Sie hierzu auch den Beitrag: November, der thailändische April, der weiß was er will.

Man könnte meinen, dass dies überall in Thailand so anzufinden wäre, gilt es doch als tropisches Urlaubsland für Millionen von Europäern und Asiaten. Vom nördlichsten bis zum südlichsten Punkt Thailands sind es weit über 2000 km und Chumphon, meine neue Heimatstadt und -provinz ist weniger als 1.000 km vom Äquator entfernt. Insbesondere nordöstlich von Bangkok herrscht eine Art tropisches Savannenklima.

Der Isaan, der Nordosten Thailands

Dies geht einher mit ausgeprägter Trocken- und Regenzeit. Diese Gegend nennen Thailänder umgangssprachlich den Isaan und ist Thailands Hauptreisanbaugebiet. 2019 auf 2020 war dort die schlimmste Dürre seit über 40 Jahren. Jährliche Dürren und Überschwemmungen unterscheiden sich nur durch deren Ausmaß. Sommertemperaturen, April ist der heißeste Monat in Thailand, übersteigen regelmäßig die 40 Grad. Der Großteil des Isaan ist nicht am Meer gelegen und gerade in diesen Monaten staubtrocken. Weite Strecken sind braun und alles wirkt verdorrt, eben fast wie eine Savanne. Leider wird diese Gegend auch noch oft von Sommergewitter und zerstörerischen Stürmen heimgesucht.

Sie fühlen sich wie in einem anderen Land und meiner Meinung nach, hilft im Isaan zu leben der Gesundheit nur bedingt.

Der Norden Thailands

Der Norden Thailands ist zwar auch durch mehrmonatige Trockenheit geprägt, aber die Berge können viel mehr Wasser speichern. Die Temperaturunterschiede zwischen April und Dezember sind enorm und nachts kann es auch schon mal in Höhenlagen Minusgrade haben. Der Mensch macht es eigentlich noch schlimmer, da im Isaan und im Norden Zuckerrohrstoppel jährlich für die nächste Aussaat abgebrannt werden. Dies macht das ohnehin heiße Klima noch heißer und bringt heftigen Smog bis nach Bangkok. Dies ist sogar so schlimm, dass die Perle des Nordens, Chiang Mai, alljährlich während dieser Brandsaison zu den am meisten luftverschmutzten Städten weltweit zählt.

Der Süden Thailands

Glücklicherweise wächst im Süden alles, d.h. auch viel ertragreichere Pflanzen, die im Norden und Nordosten nicht wachsen bzw. nur mit sehr viel Dünger. Daher gibt es hier so gut wie keinen Zuckerrohranbau, keinen Smog durch Brandrodung, keine Industrie und keine Großstadt; all dies hilft natürlich der eigenen Gesundheit sehr. Viel Natur und eine traumhafte Meereskulisse sind die Kür für Ihre Gesundheit.

Einzig der Süden Thailands, offiziell beginnt dieser mit unserer Provinz Chumphon, welche Thailänder das Tor zum Süden bezeichnen, hat ein tropisches Monsunklima.

Dürre ist hier gänzlich unbekannt und es ist immergrün. Wassermangel gibt es jährlich nur in den vom Massentourismus überlaufenen Gegenden. Phuket, Koh Samui, Teile von Krabi, haben in der Hochsaison oft damit zu kämpfen. Dies ist natürlich menschengemacht und hat wenig mit dem Klima zu tun.

Verschont wird der Süden aber nicht von teils stürmischen Überschwemmungen durch Stark- und Dauerregen. Zumindest für den Großraum um Chumphon Stadt gehört heftiges Hochwasser seit gut 30 Jahren aber der Vergangenheit an. König Rama IX hat damals einen umfangreichen Hochwasserschutz nach einem verheerenden Sturm anlegen lassen.

Heutzutage ist es zudem ein Naherholungsgebiet, welches großen Anklang bei den Chumphoner findet. Ein diesbezüglich von mir sehr kritisch verfasster Bericht über den Sturm Pabuk finden Sie unter: Schmierfinken

Ganzjährig traumhafte Temperaturen

Die Temperaturen schwanken tagsüber während des Jahres um ein paar Grad und nachts kann es nur im Dezember und Januar „kälter“ als 25 Grad werden, aber eigentlich nie kälter als 20 Grad. Die kühle Jahreszeit beginnt im Dezember, wobei kühl eher das falsche Adjektiv ist. Die Tagestemperaturen, meist bei schönstem Sonnenschein, liegen um die 30 Grad.

Ab Ende Februar beginnen die Temperaturen dann bis Mitte April auf bis zu 38 Grad zu steigen. Gerade die Monate der Regenzeit, ca. Mitte April bis September sind unter vielen Gesichtspunkten die interessantesten im Jahr, zumindest in unserer Region. Der November wiederum entspricht so unserm April, da es stürmisch, regnerisch aber auch sonnig sein kann.

Kraftstrotzende Natur in der Regenzeit

Die Flora ist während der Regenzeit noch diverser, üppiger und wilder als im Rest des Jahres. Gemüse und Früchte sind weit zahlreicher in den Märkten zu finden. In der Regensaison erscheint alles noch viel grüner uns saftiger. Ganzjährig ist der Regen niemals kalt und unangenehm, sondern bringt angenehme Abkühlung und hat etwas poetisches an sich. Es ist schwer zu beschreiben, man müsste einfach miterleben.

Mittlerweile ist diese Zeit eigentlich meine Lieblingssaison in Thailand. Zudem zählt es zur Nebensaison, Hotels, selbst auch in Touristenhochburgen, kosten teilweise nur 30 % der Hochsaisonpreise. Ideale Bedingungen um Thailand zu erkunden.

Durch das tropische Monsunklima und der Nähe zum Äquator ist der Jahresrhythmus angenehm gleichbleibend. Die Sonne geht zwischen 18:00 und 19:00 Uhr unter und der Duft des Meeres liegt immer in der Luft.

In Kombination mit der Sonne, Wind und Regen rostet hier alles vorzüglich. Plastik wird in kürzester Zeit brüchig, die Sohlen teurer Markenwander– und Sportschuhe lösen sich binnen kurzer Zeit und Holz vermodert extrem schnell. Wie stark die Sonne hier ist, kann man auch am Wasserstand unseres Swimmingpools gut beobachten. An einem Sonnentag frisst die Sonne gut und gerne 1 cm, was 500 Liter entspricht, an einem sehr heißen Sonnentag sind es dann auch mal 2 cm.

Es ist hier nicht nur ein Gefühl, dass die Tier- und Pflanzenwelt die Oberhand hat.

Was können Sie für Ihre Gesundheit erwarten?

Dies vorausgeschickt, Ihr allgemeines Wohlbefinden und Ihre Gesundheit sollte hier Sprünge machen. Alle nachfolgenden Beispiele sind entweder selbst erlebt oder kommen von Auswanderer und Überwinterer auf unserem Anwesen.

  • Die Temperaturen sind den Gelenken wohlgesonnen. Typische Kälteerkrankungen kennen hiesigen Ärzten nur aus dem Studium.
  • Bei Atemwegserkrankungen können Sie zumindest mit Linderung rechnen. Aufgrund der Lage zwischen 2 Meeren und das Fehlen von Industrie und Brandrodung herrscht eine sehr saubere und feuchte Luft vor. Dies ganz abgesehen von der wohltuenden Wirkung des Meeres.
  • Geopolitisch beschreibt der Beitrag: Wenn Weltpolitik nach Chumphon kommt genau diese beiden Meere
  • Hautkrankheiten haben oft wegen des Klimas und dem Meer keine Chance bzw. erfahren sehr schnell Besserung.
  • Allergien sind viel weniger verbreitet, Heuschnupfen ist zumindest im Süden Thailands fast unbekannt.
  • Vitamin D Mangel, in Europa zumindest während der Wintersaison normal, ist überall in Thailand unbekannt. Die Sonne sorgt dafür, dass Sie sich hierzu keine Gedanken machen müssen. Alternativ bekommen Sie hier auch viel Vitamin D durch die Schätze aus dem Meer.
  • In Thailand benötige ich zurzeit noch keine Lesebrille, allerdings nach kurzer Zeit in der alten Heimat, geht nichts ohne dieser. Ob es an den Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, Lichtverhältnissen oder eine Kombination aller Punkte liegt, weiß ich nicht. Angenehm ist es im Moment schon!
  • Lichtverschmutzung kann man auch abhaken, da es keine große Stadt in der Nähe gibt und der Sternenhimmel erscheint hier deutlich ausgeprägter.

Sport und Massage, eine Klasse Kombination

Aerobic wird abends um ca. 18.00 für jeden mit Vortänzer entlang am Meer angeboten. Natürlich können Sie auch Joggen, klimatisierte Fitnesszentren sind populär und mehr oder weniger ganz Chumphon ist ein Radfahrerparadies.

Dann ist da noch der Effekt, dass Menschen, die in der Nähe des Äquators wohnen, weniger mit der Erdanziehung zu kämpfen haben als andere. Der Abstand zum Mittelpunkt der Erde ist am weitesten. Vielleicht gesundheitlich nur ein Placebo aber ich bilde mir ein, die Leichtigkeit zu fühlen. Die Zeit auf Meereshöhe verläuft auch langsamer als in Höhenlagen. Dies hat etwas mit Gravitation und Einstein zu tun. Ca. 1 Sekunde in knapp 100 Jahren, für die Gesundheit kann es nur gut sein.

Wenn es mal doch zwickt oder knackst, dann wirken die überall erhältlichen Thai Massagen wahre Wunder. Als Faustregel gilt, je mehr Sie die eigentliche Massage schmerzt, desto mehr gesundheitlichen Nutzen dürfen Sie auf lange Sicht erwarten. In 2019 wurde die thailändische Massage auf die UNESCO Liste für immaterielles Kulturerbe gesetzt.

Lebensqualität durch Glückheit

Hier zu leben ist für mich magisch und nicht immer mit objektiven Kriterien zu erklären. Chumphon, ein fast schon verwunschener Ort, mit atemberaubender Naturschönheit, vorgelagerten Inseln und riesigen Mangrovenwälder. In den Plantagen finden Sie vereinzeltet Häuser und überaus glücklich erscheinende Bewohner. Vielleicht interessiert Sie hierzu der Beitrag: Chumphon, ein magischer Ort und mein Paradies.

Ergänzen Sie dazu die beschriebenen Klimaverhältnissen, erhält man eine einzigartige Lebensqualität, nicht nur für die eigene Gesundheit. Diese Lebensqualität kann nur gesundheitsfördernd sein. Für viele klingt es wie ein Märchen, für mich ist es Realität.

Im Zweifel, machen Sie sich selbst ein Bild. Thailand bewältigt meisterhaft die Covid-19 Pandemie. Dies hat nicht nur mit Glück zu tun, das Gesundheitswesen ist hier teilweise richtig gut. Man hätte es auch erahnen können, da die HIV Ausbreitung auch mustergültig von Thailand gemanagt wurde. Wenn Sie noch auf der Suche nach Ihrem Sehnsuchtsort in Thailand sind, vielleicht hilft Ihnen der Beitrag: Wo wollen Sie in Thailand leben?

Es zeigt aber auch, dass Thailänder viel mehr Respekt vor den Mitmenschen haben. Maskenverweigerer sind in ganz Thailand sehr selten, wie auch krude Verschwörungstheorien. Dies gibt mir jedenfalls ein gutes Gefühl.

Thailand hat ein klasse Gesundheitswesen

Eigentlich alle unserer bisherigen Gäste konnten gesundheitliche Besserung von mitgebrachten Leiden klar bei sich feststellen. Sollten Sie doch mal ärztlichen Rat benötigen, Chumphon und ganz Thailand hat nicht nur sehr gute Krankenhäuser, sondern auch eine Vielzahl von Allgemein- und Fachärzten mit hervorragender Ausstattung. Zudem gibt es unzählige Apotheken. Das meiste ist rezeptfrei erhältlich. Hier noch ein Link zu einem internationalen Vergleich der Gesundheitssysteme.

Essen wie Buddha in Thailand

Die beste Vorsorge für Ihre Gesundheit bietet allerdings die exquisite und extrem vielseitige thailändische Küche. Dies ist keine Selbstverständlichkeit und in der Region einzigartig.

Ich war selbst noch nie auf den Philippinen, wird aber oft ähnlich für die tropische Traumkulisse gelobt wie Thailand. Seltsamerweise habe ich noch niemals ein philippinisches Restaurant in Asien oder Europa entdeckt. Selbst aber in kleinen Dörfern in Europa finden sich mittlerweile thailändische Restaurants.

Vietnam hat sicherlich einige ganz hervorragende Gerichte und diese haben auch die Thais schon für sich entdeckt, aber bei aller Objektivität ist die Vielfalt der thailändischen Küche wohl weltweit einzigartig.

Thailands direkter südlicher Nachbar, Malaysia, bewirbt seine Küche unentwegt. Machen Sie doch einen Selbstversuch, indem Sie sich in den beiden Hauptstädten die Menschen für ein paar Tage genau anschauen. Sie werden feststellen, dass die Körperfülle der Malaien doch eher der, von uns Europäern entspricht. Bei Thailänder ist schon ersichtlich, dass sie überflüssiges Gewicht nicht mit sich umhertragen wollen.

Fast Food ist leider auch hier auf dem Vormarsch

Bei der jüngeren Generation macht sich allerdings ähnliches wie fast überall in wirtschaftlich florierenden Ländern bemerkbar. Fast Food ist leider in Mode und cool, obwohl viel schlecht schmeckender und teurer als thailändisches Essen. Bei den jungen heranwachsenden Thailänder sieht man daher nicht wenig Dicke. Zudem findet körperliche Bewegung hauptsächlich mit den Fingern auf Smartphones und Tablets statt.

Verarbeitete und stark verarbeitete Lebensmittel sind zwar auch in Bangkok auf dem Vormarsch, dennoch sind insbesondere in den überwiegend von Thailändern bewohnten Gegenden, frische Lebensmittel weiterhin die erste Wahl. Wir haben hier bei uns jeden Tag kleine oder große Märkte, aber 3-mal die Woche kommt alles was in der Umgebung angebaut bzw. aus dem Meer geholt wird auf einen traumhaften Markt.

Auch dürfte es für viele überraschend sein, dass die super frischen Märkte Thailands, erheblich günstiger ihre Waren anbieten, als in den großen schicken Supermärkten. Genau das Gegenteil von Europa. Wenn Sie es also schaffen, das thailändische Essen als Ihr Lieblingsessen zu gewinnen und sich auch mit der Schärfe anfreunden, wird sich eher früher als später allgemeines gesundheitliches Wohlbefinden einstellen.

Ich bezeichne es gerne als legales, gesundheitsförderndes Doping. Sicherlich hat das Wohlfühlklima auch einen guten Anteil, dass ich mein Leben hier als paradiesisch bezeichnen darf.

Kokosnusspalme und Meer

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