Leben in Thailand
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Chumphon, Thailand – Ein kurioser Tag im Leben eines Baxidas

Aktualisiert am 7. Februar, 2024

Sie kennen das sicher, an manchen Tagen ist einfach der Wurm drin. Allerdings bildet sich der Schreiberling als Neuthailänder = Baxida = weißer Ausländer und Altdeutscher ein, dass selbst an solchen Tagen das Leben in Thailand nicht nach unseren Maßstäben normal verläuft, sondern oft lustig, bizarr oder auch nur kurios, aber immer same same but different.

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Unser Zuhause

Auf Baan Metawi, unserem Anwesen in Chumphon, am Golf von Thailand als Baxida zu leben ist für mich ein vorzüglicher Glücksfall, denn es lässt sich hier trefflich nach Pipi Langstrumpf leben. Nein, nicht als Negerkönig, aber ich kann hier meine Welt so machen, wie sie mir gefällt. Ganz ohne rassistische Woke Jünger und heuchlerisches Gutmenschentum, aber es ist für mich hier auch ein gesundheitlicher Jungbrunnen, mit einer phantastischen Meereskulisse und einer einzigartigen Lebensqualität.

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Matt Abold

Mein Name ist Matt Abold und ich lebe seit 2009 im Baan Metawi, in Chumphon, Thailand. Ich schreibe übers Auswandern und Überwintern sowie über sozial- und wirtschaftspolitische Themen mit Bezug zu Thailand.
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Geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag: 10 Minuten

Frühstück in Chumphon

Der Tag im August 2023 fing schon ziemlich schlimm und so gar nicht normal für mich in meinem täglichen Leben in Thailand an. Ich bin bekennender Spätaufsteher und eigentlich kenne ich Thailand am Morgen nicht wirklich. Bisher waren dies immer Tage, an denen ich aufgrund externer Zwänge vor 10:00 Uhr aufstehen musste. Da ich meinen Mund am Vorabend nicht halten konnte, beschlossen meine bessere Hälfte und ich, dass wir am nächsten Morgen im 15 km entfernten Stadtzentrum von Chumphon um 9:00 Uhr frühstücken werden und ich – der Depp – meinte noch, dass ich dann gleich mit dem Fahrrad dort hin radle. Wahrscheinlich dachte ich mir – ich war zu diesem Zeitpunkt nicht ganz nüchtern – dass ein Frühstück um 14:00 Uhr beginnt. Warum das ganze überhaupt?

Es ist absolut nicht normal, sondern ziemlich lustig und kurios, dass nun seit ein paar Wochen, hier am Golf von Thailand, westliches Frühstück angeboten wird. Baxida, der weiße Ausländer in Thailand, ist hier nämlich als Tourist und Auswanderer Mangelware. In den vom Massentourismus überlaufenen Gegenden Thailands, Pattaya, Samui, Phuket oder Hua Hin finden Sie an jeder Ecke westliches Essen, dort ist dann eher gute thailändische Küche Mangelware (ich freue mich schon auf die Zuschriften aus diesen Orten). Weil auch gutes Brot nicht wirklich normal in Chumphon ist – Thailand ist ein Reisland – mach ich mir das selbst, aber auswärts Essen macht natürlich mehr Spaß.

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Die Speisekarte
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Meine Hoffnung als ich um 8:00 Uhr den Wecker hörte: Es hat Starkregen! … ging leider zu dieser Zeit nicht in Erfüllung und ich musste Taten folgen lassen. Punkt 9:20 Uhr kam ich mit dem Fahrrad und meine Frau mit Neffen auf dem Moped zeitgleich an. Es gab unter anderem auch Egg Benedict, ein Lieblingsgericht von mir, speziell wenn am Vortag Alkohol im Spiel war.

Auch lustig war, was sonst noch in dieser kleinen Croissant Bäckerei angeboten wurde: Kinderkleidung, Massen an frischen Longon direkt von der eigenen Plantage sowie Salabao und Dim Sum vom Laden gegenüber.

Dass wir dann 30 Minuten auf dem Capu (Die Abkürzung K), warten mussten, da die Eigentümerin alles in Eigenregie, zur selben Zeit erledigte, ist zwar normal für uns Baxidas, aber es ist dann doch kurios in Thailand.

Der Beginn des Ungemachs

Um kurz nach halb 11 Uhr schwang ich mich gut genährt auf mein Fate Bike und plante im Kopf schon die restlichen 100 km für den Tag. 500 m später schaukelte das Hinterrad seltsam und ich merkte, dass es nicht nur wackelte, sondern bereits aus der Gabel gesprungen war. Ich fluchte auf Deutsch und machte mir die nächsten 30 Minuten die Hände so richtig ölig und dreckig. Werkzeug – braucht doch kein Mensch – hatte ich natürlich nicht dabei und zog so gut es ging die Schrauben der Hinterachse mit der Hand an. Währenddessen hielten auch 2 gutgekleidete Rollerfahrerinnen und boten ihre Hilfe an. Ich zeigte meine Hände, redete ihnen ihre Hilfsbereitschaft aus und bedankte mich natürlich für diese.

Notdürftig radelte ich wieder los. Thailand wäre nicht Thailand, wenn nicht in ein paar 100 Meter weiter schon irgendeine Werkstatt zu finden wäre. Der freundliche Herr half mir sofort mit den richtigen Schlüsseln aus. Er meinte noch, dass ich das Hinterrad falsch eingelegt habe. Woher soll ich das wissen? Also wieder alles aufschrauben und diesmal richtig einlegen.

Kurze Unterhaltung – Typisch normal für ein Leben in Thailand

Hundert Meter weiter war eine der gefühlt Millionen Getränkebuden im Land. Cafe Latte als Kaltgetränk, bitte zum Mitnehmen. Ein wartende Kundin mit Kind meinte mit gutem Englisch, dass ich ja mit dem Dialekt von hier thailändisch spreche. Dies fand sie kurios und lustig – gefühlt die absolute Mehrheit der Baxida verzichtet auf das Erlernen der Landessprache – und wir hatten zwar für Thailand eine normale Unterhaltung, wahrscheinlich aber nicht für Europa. Sie sagte mir in Englisch, dass sie ihren britischen Mann vor kurzem beerdigte, er verstarb an einem Gehirnaneurysma (ich musste die Schreibweise nachschauen). Mit ihren 3 Kindern lebt sie auf ihrer Plantage und schien mir ziemlich lebensfroh, es hatte auch etwas stoisches.

Sie meinte noch, dass der Tod ihres Mannes plötzlich und schnell kam und dass es ein guter Tod war. Dem pflichtete ich ihr bei. „Macht 25 Baht“ für den Kaffee, den ich dem netten Herrn aus der Werkstatt sofort brachte und er sich sichtlich darüber freute. Mir wurde mein Missgeschick mit dem Fahrrad nach dem Gespräch mit der thailändischen Mutter in die richtige Perspektive gerückt und ich radelte frohen Mutes weiter.

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Akt 2 bis 5 eines lustig normalen Tages in meinem Leben in Thailand

Nach ca. 30 km ereignislosen Radelns gab es einen Platzregen. Pitschnass, aber niemals kalt – ein Vorteil hier im Süden Thailands, den man erst glaubt, wenn man es selbst erlebt – zwang mich ein wenig vorsichtiger zu radeln. Meine kurze Hose und T-Shirt trockneten sehr schnell und dabei kam mir auch das Beitragsfoto vor die Linse. Gemacht auf einer neu gebauten „Klotzen statt Kleckern“ Brücke über die fast fertige zweigleisige Bahnverbindung Hua Hin – Chumphon. Ein Video dazu finden Sie am Ende des Beitrags: Phänomenale Geschwindigkeit beim Ausbau der Infrastruktur in Thailand.

Noch ein wenig beeindruckt durch die tolle Landschaft fuhr ich mit ca. 25 km/h im Nirgendwo ohne Chance auszuweichen auf die bisher von mir größte lebend gesehene Schlange zu. Ich konnte gerade noch das Vorderrad hochreißen, aber mit dem hinteren überfuhr ich das stattliche Teil. Geschätzt 3 Meter lang mit faustgroßen Kopf und unterarmdicken Körper. Es war jedenfalls keine Kobra, mit denen hatte ich schon öfters Begegnungen, letztmalig letzte Woche. Wahrscheinlich eine kleine Würgeschlange, die glücklicherweise ihre Straßenüberquerung ohne große Veränderung des Bewegungsablaufs fortsetzte.

Gar nicht kurios war danach, dass die Fahrradkette vom Ritzel sprang, ich meine Hände wieder mit Schmieröl versah und während der Reparatur, ein selbst für mich mächtiger Waran die Fahrbahn langsam überquerte, wo vorher noch die Schlange war, letztendlich auch normal im täglichen Leben in unserer Gegend in Thailand. Siehe auch:

Der Tag ist noch nicht vorbei

Zum 4. Mal hab ich mir heute schon eine Flasche Wasser gekauft. Insgesamt trank ich mit dem Frühstück ca. 5 Liter für meine 137 gefahrenen Kilometer. Siehe hierzu: Leben in den Tropen, Leben in Chumphon. Es ist ja auch Regensaison hier und trotz El Niños regnet es seit Juli richtig viel. Und wieder durfte ich durch eine Regenwand fahren, dann trocknen durch Fahrtwind, um dann 10 km weiter nochmal in den Regen zu kommen. Allerdings hielt ich bei dieser Dusche halb durchnässt an einem Dachvorsprung. Die Eigentümerfamilie war gerade anwesend, gab mir sofort eine Flasche Wasser und wir unterhielten uns über Dies und Das bis ich trocken weiterfahren konnte. Dabei merkte ich dann auch, dass sich meine Schuhsohle vom Rest des Schuhs gelöst hat. Dies passiert mir doch sonst nur mit minderwertigen € 200 Markenschuhe von Adidas, Nike oder VauDe und nicht mit meinen hochwertigen € 5 Schuhen aus China, die ich mir vor 3 Jahren auf Lazada gekauft habe.

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Bald darauf kam ich an einer Baustelle für eine christliche internationale Schule, die dritte in Chumphon, vorbei. Die buddhistischen Thailänder glauben seltsamerweise im ganzen Land daran, dass eine christliche Schule weniger schlecht als eine staatlich thailändische ist. Ganz zu Schweigen vom Unfug, völlig normale thailändische Kinder in eine internationale Schule zu stecken, wo es überhaupt keine Kinder anderer Nationalitäten gibt. Woher auch, Chumphon hat keine Ansammlung von Expats. Ich fragte mich noch, ob es in Thailand nicht bekannt ist, dass gerade an christlichen Schulen im Abendland Vergewaltigung der Kinder durch christliche Lehrer ziemlich normal war und ist?

Tham Bun – Verdienste erwerben, Englisch Merit Making

Viele Regenschauer, zu früh aufstehen, Schlangen und Warane, Fahrrad ohne Hinterrad und Kette, Schuhe ohne Sohle und ein Trauerfall, was kommt heute sonst noch alles? Ca. 10 km vor Baan Metawi hörte ich etwas rascheln am Straßenrand und kurz danach zeigte sich eine schöne Schildkröte. Ca. 30 cm lang und mindestens 15 cm hoch, ein Prachtexemplar. Auch wenn die Straße nicht stark befahren war, wollte ich dem Kameraden bei der Überquerung helfen. Hab noch nie gehört, dass Schildkröten giftig oder sonst gefährlich sind, also packte ich das Teil – war schwerer als ich dachte – und setzte es im Dickicht auf der anderen Seite ab.

Ein Motorradfahrer hielt schon an und grüßte mich fast schon ehrfürchtig mit dem traditionellen Wai. Was ist denn jetzt passiert? Ein PKW kam jetzt auch dazu und der Mopedfahrer erzählte diesem über meinen immensen Verdienst. Sogleich verneigte sich auch der PKW Fahrer vor mir. Er meinte noch, dass diese Tat mir ein langes Leben einbringe und es schade war, dass es nicht bei mir Zuhause passiert ist, dann könnte ich ein Lotterielos mit unserer Hausnummer kaufen und würde dann zudem noch reich. Ich habe nichts erfunden, es hat sich tatsächlich so zugetragen. Ich liebe Thailand 🙂 . Siehe auch: Lotto in Thailand; ein Blick ins thailändische Gemüt.

Zum Abschluss, die Bildausbeute

Ein lustiger Tag für mich als Baxida geht in Thailand zu Ende und hier die Ausbeute an Schnappschüsse. Insgesamt kamen mir während der Fahrt 3 weitere Ideen für neue Beiträge dieses Blogs und auch sonst war es im Nachhinein ein ziemlich schöner Tag mit unbedeutenden Problemen.

Kommen Sie doch vorbei, mieten Sie sich bei uns ein und erfahren Sie den botanischen Garten Chumphon, es ist einfach herrlich. Mehr dazu nachfolgend:

Leben und wohnen auf Baan Metawi in Chumphon am Golf von Thailand

Wenn Sie sich für einen Langzeitaufenthalt bei uns in Chumphon interessieren, lesen Sie sich das Mietangebot meiner Frau auf Baan Metawi gut durch. Es zeichnet sich im Besonderen dadurch aus, dass es ein sehr nützliches und vielfältiges Servicepaket bietet, welches Ihnen den Schritt zum Überwintern, Übersommern oder Auswandern nach Thailand erheblich erleichtert. Frei von Massentourismus erleben Sie bei uns in Chumphon das wahre Thailand mit seiner bezaubernden Meereskulisse inmitten tropisch exotischen Naturlandschaften. Zudem spricht der Ehemann meiner Frau sogar auch Deutsch.

Interessiert am Auswandern? Siehe dann nachfolgende Beiträge …


Matt als Comic Freude

Hier geht es zu noch viel mehr Beiträgen zum Thema:
Same Same but different
… das Lebensmotto schlechthin für den „Thai way of life“

Kokosnusspalme und Meer

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▪▪▪ der Auswandern und Überwintern einfach macht.

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Ein Kommentar

  1. Lieber Matt
    vielen herzlichen Dank für Deine wie immer sehr informativen und unterhaltenden, interessanten, lustigen und auch selbstironischen Beiträge. Ich freue mich immer sehr darauf. Ich hoffe es geht Dir und Deiner Familie gut. Im letzten Dezember war ich kurz bei Dir und Du hast mir alles gezeigt und ich habe auf dem Fluss bei einem Freund von Dir übernachtet.
    Beste Grüsse aus der Schweiz (seit heute wieder 30 Grad, das ist leider das einzige was mich an Thailand erinnert…)
    Markus

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