Leben in Thailand
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Geht Auswandern ohne Rente und Einkommen?

Aktualisiert am 24. November 2022

Wer an Auswandern denkt, denkt unweigerlich auch ans Geld und wie man den Lebenstraum finanzieren kann. Die Machbarkeit des eigenen Lebensabenteuers steht und fällt mit dem Vermögen, sollte kein regelmäßiger Geldeingang vorhanden sein. Manche denken zu wenig darüber nach und scheitern oft kläglich. Gar nicht wenige denken aber viel zu viel darüber nach und geben dann ihren Traum auf. Ich habe eigentlich nie Besonderes darin gesehen, als ich mich mit 43 Jahren selbst pensionierte und als Rentner ohne Rente nach Thailand in 2009 aufbrach. Natürlich muss man darüber nachdenken, wie man sich das Auswandern ohne Rente finanzieren kann, ist das Vermögen ausreichend und wo kommt das Geld her. Mit ein bisschen vorausschauender Planung lässt sich dies insbesondere in Thailand relativ einfach darstellen.

Im Übrigen gilt gleiches für Rentner, die mit geringer Rente auswandern wollen. Um nach Thailand aus heutiger Sicht finanziell entspannt auswandern zu können, müssen Sie sich durch Vermögensaufbau die Rentenlücke bis ca. € 2.000 finanzieren. Haben Sie eine Rente von mindestens € 2.000 (der mehr als nötige Betrag federt Währungsschwankungen vorerst ab), dann brauchen Sie sich zum Finanzieren des Auswanderns nach Thailand keine Gedanken machen. Selbiges gilt natürlich, wenn Sie in Thailand legal arbeiten. Dieser Beitrag ist dann auch nicht für Sie, da es eben darum geht, ohne des regelmäßigen Geldes der Rente oder des Gehaltes trotzdem nach Thailand auswandern zu können.

Meine Hängematte

In meiner Hängematte auf Baan Metawi, unserem Zuhause in Chumphon, am Golf von Thailand liegend, schreibe ich nicht nur oft an diesem Blog, sondern bekomme mit steigender Tendenz Anfragen, wie man Auswandern finanzieren kann, wieviel Geld nötig ist und wie man dies als Rentner ohne Rente schafft. Sichtlich häufiger fragen auch Jüngere nach, die sich zeitlich begrenztes Auswandern ohne viel Geld finanzieren wollen. Jetzt zuerst mal einige Beiträge, die hierzu gut passen:

Matt Abold

Mein Name ist Matt Abold und ich lebe seit 2009 als weißer Ausländer im Baan Metawi, in Chumphon, Thailand. Ich schreibe übers Auswandern und Überwintern und verbinde meine Beiträge oft mit sozial- und wirtschaftspolitischen Themen, die Thailand mit Deutschland und Europa vergleichen, in meiner Rubrik: Zeitgeistkritik.

Geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag: 15 Minuten

Auswandern ohne staatliche Vollkasko

Auswandern bedeutet auch, sich von einer staatlichen Rundumfürsorge glücklicherweise zu verabschieden. Für mich ist die staatliche Vollkaskoversicherung heutzutage eine schon gefährliche Droge. Wir verlieren unseren Instinkt, um Probleme selbst zu lösen, da es der Staat schon richten wird. Uns wurde der gesunde Menschenverstand abtrainiert. Sei es beim überbordenden Wohlfahrtsstaat, beim Krankenwesen, beim Klima, bei der gesamten Grundvorsorge, etc. Auch sehe ich darin eine Begründung, warum Familie und Verwandte über die letzten 2 Generationen immer unwichtiger wurde. Lesen Sie hierzu:

Bei der über Jahrzehnte verfolgten 1-Kind-Politik in China, gab es als Nebenwirkung eine Generation von Millionen Kaisern. Einzelkinder, die von den Eltern, 4 Großeltern und ein paar Ur-Großeltern verhätschelt wurden, wuchsen zu einer ziemlich egoistische Generation heran. Bei uns hat der Staat mit seiner Politik ein ähnliches Ergebnis hervorgebracht. Die Konsequenzen daraus ähneln weniger einer Spaltung der Gesellschaft, sondern einem Zerbrechen in Zeitlupe.

Südostasien will so etwas nicht, obwohl es könnte

Das Schöne bei allen Ländern in Südostasien ist, dass so eine staatliche Vollkasko und Rundumfürsorge nicht existiert und auch nicht gewollt ist. Wenn Sie nach Thailand auswandern, gibt es zum einen dieses staatlich, aufdringliche Einmischen in fast allem im Leben nicht. Zum anderen ist für Thailänder das wichtigste Sicherheitsnetz die Eigenverantwortung, verknüpft mit der Familie. Als Ausländer in Thailand können Sie sich nicht auf thailändische Sicherheitsnetze verlassen; Sie werden staatlich sogar diskriminiert. Es obliegt Ihrer Eigenverantwortung, ob Sie erfolgreich beim Auswandern sind, oder eben nicht. Siehe hierzu:

Auswandern ohne Geld und Vermögen nach Thailand, vergessen Sie es!

Im Internet wird Ihnen oft erzählt, dass man in Thailand ohne Vermögen glücklich mit monatlich weniger als € 1.000 – sogar € 500 wurde genannt – auskommen kann. Ich kann mir sogar vorstellen, dass jemand, der es spartanisch mag, sogar mit unter € 300 im Monat in manchen Gegenden in Thailand auskommen kann. Was allerdings seltsamerweise selten dabei erwähnt wird, dass Sie dies nicht als Auswanderer, also Ausländer, der legal in Thailand lebt, machen können.

Beiträge zum Thema: Visum für Thailand

Wollen Sie als Europäer in Thailand ein verlängerbares Jahresvisum ohne Ausreisezwang, dann benötigen Sie entweder monatlich 65.000 Baht (im Juli 2022 entspricht dies € 1.750) oder ein Bankguthaben von 800.000 Baht (€ 21.500 in 07/22) oder eine Kombination daraus. Aus Internetgeschichten und auch aus dem Bekanntenkreis weiß ich, dass dies für einige Ausländer nicht zu gelten hat, da diese sich dem Illegalen hingezogen fühlen. Entweder begehen diese Leute alleine eine Straftat oder gemeinsam mit korrupten Immigrationsbeamten. Wenn wundert es, dass Ausländer in Thailand zu tausenden jährlich wegen solcher Kavaliersdelikte des Landes verwiesen werden. Siehe dazu passende Beiträge:

Kaum Geld fürs Auswandern = kein Visum für Thailand

So einfach ist dies und man sollte es klar bennenen. Warum sollte Thailand sich um die katastrophale Gesellschaftspolitik der letzte Jahrzehnte in Deutschland scheren? Wir haben hauptsächlich Großunternehmen staatlich subventioniert, indem wir Löhne und Gehälter bis heute zulassen, von denen man als Vollzeitkraft nicht leben kann. Wie sollen diese Menschen jemals Renten bekommen, von denen man auskommen, geschweige auswandern kann? Siehe hierzu:

Auswandern schon Jahre vorher finanzieren

Ich kenne mittlerweile mehrere Auswanderer, bei denen in ihrer jeweiligen Sturm und Drang Zeit schon feststand, dass sie weit vor der eigenen Rente auswandern wollten. Daher bestimmte der Lebenstraum auch die Lebensweise, meist geprägt durch Sparsamkeit. Ein guter Bekannter meinte, dass es für ihn trotzdem wichtig war, die Sparsamkeit nicht so weit zu treiben, dass dies einziger Lebenszweck wurde. Selbstverständlich muss natürlich Auswandern finanziert sein und auf das neue Heimatland ausgerichtet werden. Für Thailand bedeutet dies, dass Sie sich beim nächsten Urlaub auch mal über für Sie wichtige Preise schlaumachen. Es wäre auch ziemlich unvernünftig, in irgendein Land auszuwadern, in dem man noch niemals war. Hierbei können nachfolgende, regelmäßig aktualisierten Beiträge weiterhelfen:

Nachdem Sie sich einigermaßen klar darüber sind, wieviel Investitionskosten und regelmäßig anfallendes Geld Sie für Ihre Ansprüche zum Auswandern benötigen, sollten Sie immer einen nicht zu kleinen Puffer für Unerwartetes mit einplanen. Liegt Ihr Traum noch viele Jahre in der Zukunft, wäre ein zusätzlicher Inflationsausgleich nicht das dümmste, wie man gerade eben sieht (siehe: Inflation in Deutschland – Versager an die Macht). Für mich bedeutete dies in 2009, dass ich mir mein Lebenstraum Auswandern für mindestens 22 Jahre ohne Rente finanzieren musste.

Auswandern nach Thailand benötigt wenig Geld zum Leben, aber …

Ihre anfänglichen Investitionskosten können Sie selbst berechnen, da Sie hierbei all Ihre machbaren Wünsche mit einbeziehen. Hierzu hilft Ihnen der Beitrag: Kosten und Preise in Thailand. Investitionskosten sind zum Beispiel Kauf eines Condominiums, eventuell Auto, Moped, gesamter Hausstand, etc. Ohne Kauf/Bau einer Immobilie kann sich diese Summe natürlich extrem reduzieren, sorgt aber dafür, dass Ihre monatlichen Kosten durch die Mietzahlung nach oben gehen. Auf der anderen Seite gilt es natürlich einen für Sie akzeptablen Lebensstandard zu führen. Hierzu empfehle ich Ihnen auch:

Je nach Wohnort und Ihren persönlichen Ansprüchen dürfen Sie mindestens zwischen 20.000 (keine Miete da Eigentum) bis 50.000 Baht (Juli 2022 = € 600 bis €1.500) monatlich zum Leben veranschlagen. Nach oben hin gibt es natürlich keine Grenzen. Dazu rechnen Sie alle Kosten, auch jährliche, auf Monatsbasis um. Vergessen Sie hierbei nicht Urlaubsreisen in die alte Heimat oder die Kosten für eine Krankenversicherung! Diese monatlichen Ausgaben gilt es, aus Erspartem vor dem Auswandern zu bestreiten. Alternativ finden Sie neues Geld bzw. Einkunftsquellen, um Ihr Auswandern zu finanzieren (mehr dazu weiter unten, unter: „In Thailand leben und im Ausland oder online arbeiten“). Wenn Sie zum Beispiel noch 10 Jahre bis zur Rente überbrücken müssen und durchschnittlich € 1.100 monatlich ausgeben, dann benötigen Sie:

€ 1.100 x 12 Monate x 10 Jahre = € 132.000 = ca. 5 Millionen Baht

Wohlgemerkt, dies ist nur das Geld um Ihre Ausgaben bis zur Rente als Auswanderer in Thailand zu finanzieren. Diesem Betrag sollten Sie noch einen großzügigen Prozentsatz als Inflationsschutz zurechnen. Erwarten Sie nur wenig Rente, dann müssen Sie zusätzlich Ihre Rente bis an Ihr Lebensende subventionieren. Beispielhaft: Sie sind 65 Jahre und bekommen € 1.200 Rente, es gilt also eine Lücke von € 800 auszugleichen. Sie können konservativ ihr Lebensalter bis 100 Jahre, also 35 Jahre rechnen oder auch nur 25 Jahre. Die Formel wäre dann:

€ 800 x 12 Monate x 25 Jahre = € 240.000 = gut 9 Millionen Baht

Das angesparte Geld sollten Sie in 2 bis 3 Tranchen aufteilen und mit verschieden Risikoklassen und Fälligkeiten gewichten und anlegen. Je nach eigenem Risikograd wählen Sie zwischen Sparguthaben in Euro und Baht, Anleihen in Baht sowie natürlich auch Aktien oder, falls Sie sich hierbei nicht auskennen, ETF. Sie müssen sich auch langsam vom Eurodenker zum Bahtdenker wandeln. Investitionsentscheidungen für jemanden, der in Euro das Leben bestreitet, sind andere, als wenn fast alle Ausgaben in Baht fällig werden.

Die Gesamtinvestitionssumme könnten Sie nun noch einer Barwertberechnung unterziehen. Hierbei einen vernünftigen Zinssatz für Ihre jährliche Rendite bei absteigenden Vermögen zu finden, wird schwierig. Ich war für mich konservativ und habe 0 % gewählt, das anfängliche Vermögen reduzierte sich also nicht bzw. ich erlaubte mir nicht, mit niedrigeren monatlichen Ausgaben zu kalkulieren. Die tatsächliche Rendite wuchs bisher aber stärker als geplant, da unerwartetes passierte, siehe hierzu das Kapitel weiter unten: „Geld zum Auswandern – Kleinvieh macht den besseren Mist“.

Geld zum Auswandern – 3 Millionen zum Wohlfühlen

Die in der Überschrift genannten 3 Millionen Baht zum Wohlfühlen ist ein Sicherheitspuffer für Unerwartetes. Dieses Geld, quasi eine Absicherung zum Auswandern, sollten Sie eigentlich niemals, abgesehen von einer absoluten Ausnahmesituation, antasten. Jedoch lässt sich das Geld auch ideal für Ihr Visum (800.000 Baht wie oben beschrieben) verwenden. 1 Million würde ich eigentlich als zu wenig ansehen, 3 Millionen Baht erhöhen den Wohlfühlfaktor ungemein. Kein Finanzpolster würde zwar das Projekt Auswandern nicht unbedingt unmöglich machen, nur dann ist alles auf Kante genäht. Das Leben wird Sie aber testen und gerade dann zuschlagen, wenn Sie es ganz und gar nicht erwarten. Hierzu würde ich Krankheiten, Scheidung, Wechselkursschwankungen, geplatzte Geldgeschäfte, etc. zählen. Siehe auch:

Natürlich könnte man sagen, je mehr Geld desto besser schlafen Sie nach dem Auswandern. Da es aber im Beitrag eher um die Machbarkeit des Lebenstraums geht, also Mindestanforderungen, muß nicht viel geschrieben werden, wenn das eigene Vermögen ein Auswandern in jedes Land der Erde erlaubt.

Immobilien in Deutschland behalten?

Auf der einen Seite erhalten Sie dadurch regelmäßige Mieteinnahmen und zumindest in der Vergangenheit gab es auch Wertsteigerungen. Auf der anderen Seite bedeuten Einnahmen in Deutschland immer auch eine Schnittstelle zum Staatsapparat, in diesem Fall das Finanzamt. Wenn Sie sich dies antun wollen, warum nicht. Dies hat aber auch den Nachteil, dass Sie öfters mal sich um neue Mieter kümmern oder renovieren müssen.

Im Moment bekommen Sie für den Verkauf wahrscheinlich Höchstpreise für Ihre Hütte. Steigende Zinsen, abzusehendes Ende des unendlichen Spielgeldes der EZB und viele diverse Unsicherheiten in der Gesellschaft bergen ein höheres Risiko sinkender Immobilienpreise im Vergleich zu Faktoren für steigende Preise in der Zukunft. Alleine dass eine große Anzahl von Immobilienkrediten in den nächsten Jahren wegen der steigenden Zinsen nicht mehr bedient werden können, wird den Preisdruck nach unten nur verstärken.

Vielleicht lohnt es sich, mit dem Verkauf ein zwei Jahre nach dem Auswandern zu warten, denn dann wissen Sie auch sicher, ob Thailand für immer etwas für Sie ist. Quasi als Versicherung sollte es mit dem Lebenstraum nicht klappen.

Wenn Sie sich aber sicher sind und anderweitig das Geld zum Auswandern nicht vorhanden ist, dann würde ich die Hütte jetzt verkaufen, um damit Ihren Lebenstraum langfristig zu finanzieren. Auswandern finanzieren durch den Verkauf einer Immobilie, macht das Projekt für nicht wenige sehr einfach.

In Thailand leben und im Ausland oder online arbeiten

Ideal ist auch die Vorstellung in Thailand nur zu leben und das Geld dafür im umliegenden Ausland zu erarbeiten. Thailand ist, wenn man es richtig macht, ein Steuerparadies. Wenn Sie zum Beispiel in Singapur, HongKong oder Malaysia ab und an arbeiten, dann ist dies grundsätzlich in Thailand auch nicht steuerpflichtig. Lesen Sie hierzu auch die Beiträge:

Mein obligatorischer Hinweis hierzu: Ich bin kein Steuerberater und dies ist auch keine Steuerberatung. Daher nehmen Sie sich einen kompetenten Fachanwalt, wenn dies für Sie wichtig ist!

Sie fragen sich vielleicht, was soll ich dort arbeiten? Über Jahre habe ich in diesen und anderen Ländern mehrmals wöchentliche Schulungsmaßnahmen für Banken gemacht. Natürlich ist dabei fließendes Englisch Grundvoraussetzung. Dennoch gibt es einen großen Bedarf an Beratungsprojekten in den verschiedensten Industrien. Für vieles davon kann man schon den Grundstein in Deutschland legen. Breiten Sie Ihre Flügel schon aus, während Sie in Europa noch Ihrer Arbeit nachgehen und Auswandern erst ein kleines Pflänzchen in Ihrem Kopf ist.

Arbeiten Sie in einem Konzern mit Verbindungen nach Asien, sollten Sie versuchen, dass Sie in ein Land in Südostasien entsannt werden. Dies ist heutzutage nicht mehr so einfach, aber die zweitbeste Lösung wäre, dass Sie für Ihren alten Arbeitgeber nebenberuflich online arbeiten.

Online arbeiten ist zwar im Moment noch eine Grauzone in Thailand, aber überschaubar. Zudem plant Thailand, genau für solche Onlinearbeiter – Digitalnomaden – deren Geschäfte nichts mit Thailand zu tun haben, außer dass sie es physisch von Thailand aus machen, neue Visaarten. Daraus ist nun im September 2022 nichts geworden, siehe: Long Term Resident Visum – Same Same but different.

Geld zum Auswandern – Kleinvieh macht den besseren Mist

Nachfolgend einige Ertragsbeispiele, die ungeplant bei mir nach dem Auswandern zum Tragen kamen:

  • Ich kannte das typisch thailändische Hongtail erst überhaupt nicht. Meine Frau hat mich aber überzeugt und gemeinsam haben wir mehrere solcher Mietshäuser bauen lassen. Mittlerweile liegt die jährliche Rendite bei ca. 12 %. Eine unerwartete nette Überraschung und extrem sozialverträglich. Lesen Sie hierzu: Hongtail – Mietwohnung in Thailand – pure soziale Marktwirtschaft. Auch dies erhöhte die jährliche Rendite des Vermögens ein wenig, mit dem ich mir mein Auswandern ohne regelmäßigen Geld und Rente finanzierte.
  • Wir machten die Hausfinanzierung für unsere Haushälterin. Dabei zahlte sie weniger Zinsen als bei Banken und wir bekommen mehr Zinsen als bei Banken. Siehe hierzu auch: Mindestlohn Thailand.
  • Meine oben genannten Auftritte in Südostasien, finanzierten über mehrere Jahre unsere gesamten Fixkosten in Thailand. Dafür musste ich nicht an die Ersparnisse ran; selbst einige schlechte Finanzgeschäfte federte dies ab. Siehe: Büro ade, es lebe entfesseltes Arbeiten, aber?
  • Aus Kontakten dieser Auslandseinsätze gab es auch Provisionseingänge für Vermittlungen von anderen mir bekannten Spezialisten.
  • Das Vermietungsgeschäft, welches meine Frau über Baan Metawi betreibt, war nie geplant. Wir stolperten sozusagen in ein neues Geschäftsfeld, wo es sich lohnen wird, in Zukunft sogar mehr zu investieren.
  • Etliche Finanzgeschäfte in Thailand, die sich im Nachhinein als sehr lukrativ herausgestellt haben, wären ohne lokales Wissen, niemals zu Stande gekommen. Es lohnt sich im neuen Heimatland sozial verankert zu sein. Dies funktioniert allerdings nur, wenn Sie schon vor dem Auswandern thailändisch wie ein Weltmeister büffeln. Siehe hierzu: Thailändische Sprache lernen. Kein Buch mit sieben Siegel.
  • Im Moment ist Aufbruchstimmung bei Ganja in Thailand. Vielleicht haben Sie eine tolle Geschäftsidee dazu. Siehe auch: Ganja, Hanf, Cannabis, Marihuana und Marihuanaöl in Thailand

Noch ein paar Gedanken

  • Thomas Piketty’s These, dass sich Geld mit Geld machen mehr lohnt als Geld durch Arbeit, hat sich auch nach dem Auswandern bei mir ganz klar bestätigt.
  • In den Jahren hatte ich viele Geschäftsideen für Thailand, allerdings hatte ich die meisten wegen zu viel zu erwartender Arbeit und Stress verworfen. Bei einigen bin ich selbst heute noch davon überzeugt, dass man gutes Geld und damit auch sein Auswandern finanzieren könnte. Alle haben aber gemein, dass lokale Kenntnisse und Besonderheiten eine wichtige Rolle spielen.
  • Meiner Meinung nach, wird es einem in Thailand aus vielerlei Gründen besonders einfach gemacht, selbstständig erfolgreich zu sein (eventuell interessant: Soloselbständige, Thailands Geheimwaffe gegen Arbeitslosigkeit). Wenn Sie also das Risiko lieben und ein gutes Geschäftshändchen haben, ist es sicherlich möglich, mit genügend Startkapital, nach Thailand auszuwandern. Dabei würde ich grundsätzlich die Geschäftsidee Bar, Restaurants und Tauchschule ausschließen.

Online ist sicherlich die Zukunft

  • Ich kenne mehrere Auswanderer, die online mit Universitäten und Unternehmen in Europa gutes Geld verdienen.
  • Anders als bei mir, verdienen anscheinend nicht wenige direkt oder indirekt auch gutes Geld mit einem Blog
  • In Chiang Mai gibt es ein deutschsprachiges Call Center. Dies kann natürlich auch selbst auf die Beine gestellt werden, indem Sie schon vor dem Auswandern die Kontakte mit möglichen Unternehmen als Kunden aufbauen. Die Konkurrenz ist minimal, da Deutsch von Thailändern eher nicht gesprochen wird. Allerdings ist dies auch von jedem anderen Land der Erde aus möglich.
  • Online gibt es heutzutage so viele Möglichkeiten an neue Einnahmequellen zu kommen. Auch wenn es nur Kleinbeträge sind, aber Kleinvieh macht einfach auch Mist. Davon benötigen Sie dann in Thailand doch viel weniger als in vielen anderen Traumzielen.
  • Sehr wichtig hiebei: Thailand hat im Gegensatz zu Deutschland ein flächendeckendes und schnelles Internet. Siehe hierzu: Das Internet in Thailand, so geht Marktwirtschaft
Warnung

Aus eigener Erfahrung und vielen Berichten in den lokalen Medien: Überraschenderweise scheint die Gefahr, dass Sie bei (Geld-)geschäften von Thailändern übers Ohr gehauen werden, geringer, als durch eigene Landsleute. Koreanische und Chinesische Callcenter in Thailand betrügen im großen Stil eigene Landsleute in den jeweiligen Heimatländer. Russen machten dies mit Russen, die in Thailand Urlaub machten. Engländer betrügen vorzugsweise andere Engländer bei Immobiliengeschäften in Thailand und so auch Deutsche bzw. Deutschsprachige. Auch werden Thailänder im Ausland oft von anderen Thailändern betrogen. Ich habe hier auch nur meine hobbypsychologische Antwort, dass wir im Ausland eigenen Landsleuten mehr vertrauen als den Einheimischen. Daher dann mein Tipp: Vertrauen ist gut, dreifache Kontrolle bei Landsleuten ist besser.

Und wieder der Hinweis: Büffeln Sie thailändisch wie ein Weltmeister (Thailändische Sprache lernen. Kein Buch mit sieben Siegel). Nicht nur macht es Auswandern viel interessanter und lebenswerter, sondern es hilft Ihnen auch das Projekt besser zu finanzieren.

Erwarten Sie Unerwartetes beim Auswandern ohne Rente

Als ich mich mit 43 ohne Rente selbst pensionierte, war meine Planung fürs Auswandern hinsichtlich des benötigten Geldes zwar konservativ, aber es war eben eine Wahrscheinlichkeitsplanung. Aus heutiger Sicht gab es mehr finanziell positiv als negativ Unerwartetes. Wie oben beschrieben, stolperte ich nach dem Auswandern immer wieder auf kleine Möglichkeiten einen Teil der Fixkosten zu finanzieren. Neue Geschäftsfelder nach dem Auswandern taten sich auf, um die Zeit bis zur Rente zu subventionieren.

Es ist zwar sehr schön eine unerwartet größere Familie zu bekommen, aber finanziell hatte ich dies nie mit eingeplant. Anstelle einem Kind die Universität oder Ausbildung zu finanzieren, sind es für mich jetzt vier. Unerwartetes, wie oben beschrieben, hat die Finanzierung übernommen ohne ans Eingemachte gehen zu müssen. Natürlich nur solange nicht unerwartet Negatives eintritt; so ist nun mal das Leben. Und dieses bezeichne ich für mich in 2022, nach mittlerweile 13 Jahren in Thailand, uneingeschränkt als paradiesisch.

Leben und wohnen auf Baan Metawi in Chumphon am Golf von Thailand

Wenn Sie sich für einen Langzeitaufenthalt bei uns in Chumphon interessieren, lesen Sie sich das Mietangebot meiner Frau auf Baan Metawi gut durch. Es zeichnet sich im Besonderen dadurch aus, dass es ein sehr nützliches und vielfältiges Servicepaket bietet, welches Ihnen den Schritt zum Überwintern oder Auswandern nach Thailand erheblich erleichtert. Zudem spricht der Ehemann meiner Frau sogar auch Deutsch.

Mehr zum Thema Auswandern? … dann …


Kokosnusspalme und Meer

Leben in Thailand – Der Blog …
… der Auswandern und Überwintern einfach macht.

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3 Kommentare

  1. „Deutschland schafft sich ab“, viel schneller als es der Autor des Buches vorhersah.
    Hallo Matt, ja das Tempo des Versagens ist atemberaubend. Jeder, der wirklich etwas kann, sollte so frühzeitig wie möglich Deutschland verlassen. Selbstverantwortung ist angesagt und wenn die Mietmäuler etwas von Solidarität schwafeln, bedeutet das nichts Gutes. Das Geld, was heute z.B. in die Rentenversicherung eingezahlt werden muss, ist sehr schlecht investiert. In kaum einem anderen Industrieland wird es zukünftig mehr Armutsrentner geben als bei uns. Als Auswanderer kann man sich zum Glück den Beitragszahlungen entziehen und sein Glück in die eigene Hand nehmen.
    Auch der Standortvorteil des ehemals guten Schul- und Bildungssystems in Deutschland existiert schon lange nicht mehr, wie auch der Brandbrief von Mathe-Professoren an die Bildungspolitiker der Länder und des Bundes aufzeigte. Rudimentäre Grundkenntnisse in Mathematik wurden früher noch erfolgreich in der Hauptschule vermittelt, heute fehlen diese Grundkenntnisse offenbar selbst vielen Abiturienten. Aber auch was die Muttersprache und sonstiges Allgemeinwissen anbetrifft, da sieht es nicht besser aus. Für die Bewerberprüfung zum Berliner Polizeidienst müssten – wie die regionale Abendschau einst berichtete – die Prüfungsanforderungen korrigiert werden, da sonst die offenen Stellen nicht ausreichend besetzt werden könnten. Die Rechtsanwälte werden sich also zukünftig bei der Verteidigung ihrer Mandanten über die Fähigkeiten dieser neuen Polizisten freuen, Sachverhalte richtig und widerspruchsfrei zu protokollieren.
    Ja, aber auch die ökonomische Talfahrt wird rasant zunehmen. Welche neuen Investitionsentscheidungen wird das internationale Finanzkapital für einen Standort treffen, der keine sichere und billige Energieversorgung hat. Selbst heimatverbundene Familienunternehmen, die in der industriellen Produktion tätig sind, werden sich damit schwer tun. Viele wachen erst jetzt auf und erkennen, dass unser Wohlstand nicht unerheblich auf einem der wichtigsten Primärrohstoffe beruht, dem sehr preiswerten Pipeline-Gas aus Russland! Und dann sanktioniert Deutschland seinen wichtigsten Rohstofflieferanten! Wie dummdreist ist das denn!
    Ich werde jedenfalls diesen Winter nicht für die geostrategischen Interessen der uns befreundeten, taumelnden Supermacht frieren. Die Strategen jenseits des Atlantiks freuen sich natürlich über die deutsche Nibelungentreue, egal ob es sich um die Mietmäuler in der Politik, im Journalismus oder um die vielen verwirrten Zeitgeister handelt. Neben unseren Mietmäulern profitiert aber auch der ukrainische Schauspieler und Komiker prächtig, wie seine über 4 Millionen US-Dollar im Ausland aufzeigen. Aber darüber darf heute nicht mehr in den Medien berichtet werden, sonst ist EDKA (Ende der Karriere!).
    Sorry, ich schreibe schon wieder viel zu viel. Meine Konsequenzen habe ich schon vor zwei Jahren gezogen, wegen Corona aber hinausgeschoben. Zum Herbstende wandere ich mit einem Onewayticket auf Nimmerwiedersehen nach Thailand aus. Viele der heutigen Rentner haben noch die finanziellen Ressourcen dazu, bei der nächsten Generation werden es leider wesentlich weniger sein.
    Grüße nach Chumphon
    Andre

    1. Herrlich Andre, Dankeschön. Du sprichst unbequeme Wahrheiten an, die nicht gehört werden wollen. Es scheint vielmehr, dass nicht wenige ihre Liebe zu alternative Fakten entdeckt haben. Wo ist der Unterschied zum Kleinkind, welches sich die Augen zuhält und glaubt, dass es jetzt nicht mehr gesehen werden kann?
      Wünsche Dir ein gutes Händchen beim Auswandern und viele Grüße
      Matt

  2. Hallo Matt, danke fürs Feedback. Beim ukrainischen Schauspieler und Komiker muss ich dann doch noch präzisierend ergänzen. Er hat nicht 4 Millionen US-Dollar Auslandsvermögen, es sind laut den „Pandora Papers“ 41 Millionen US-Dollar. Durch das Vorwort „mindestens“ war meine Aussage zwar grundsätzlich nicht falsch, aber einige Leser denken vielleicht, dass seine Sponsoren geizig sind, mit 4 Millionen US-Dollar wäre man ja in diesen Kreisen so arm wie eine Kirchenmaus.
    Inzwischen bröckelt die Front der Sanktionierenden, Kanada liefert die gewartete Gasturbine für Nordstream 1 an Russland aus, statt sie zu beschlagnahmen und unterläuft so die eigenen Sanktionsvorgaben. Dem roten Kanzler ist ein Stein vom Herzen gefallen und er hat sich artig dafür bedankt. Die Russen führen so den Westen mit ihren nicht eingehaltenen Sanktionen vor der Weltöffentlichkeit am Nasenring durch die Manege.
    Inzwischen werden bei uns vorsichtig die ersten Versuchsballons hochgelassen, um das Volk schon mal darauf vorzubereiten, dass man sich bei einer Raumtemperatur von 16 – 18 Grad mit einem dicken Pullover durchaus wohlfühlen kann. Demnächst werden wohl noch zusätzlich ab und zu ein paar Kniebeuge oder Liegestütze gegen das Frösteln empfohlen, auch das Klatschen in die Hände kann regional erwärmen. Man braucht so nicht gleich für die Freiheit ein bisschen zu frieren wie es einst der Bundes-Gau[c]kler empfahl. Eine wirtschaftsnahe Mietmaul-Journalistin stellte die derzeit gesetzliche Priorisierung bei der Gasversorgung in Frage und benannte den Aufbau von „Wärmeräumen“ für das Volk wie nach dem zweiten Weltkrieg als Alternative, bevor man der Industrie den Gashahn zudreht. Weitere Aussagen wie „Weimarer Verhältnisse“ müssen vermieden werden, sollen wohl das Volk auf den Weg in die Kleptokratie vorbereiten. Ja, davor hat das Establishment natürlich Angst, denn heute stehen keine marodierenden Freikorps wie einst dem roten Gustav Noske zur Seite. Auch damals haben die Roten die (erste deutsche) Demokratie gegen die Wand gefahren und jetzt drückt ein Grüner Wirtschaftsminister noch so richtig aufs Gaspedal.
    Dazu passt auch noch ein Bericht auf ntv zum Indexmietvertrag, bei dem die jährliche Mietanpassung an die Inflationsrate gekoppelt ist. Die Nachfrage nach Mietverträgen auf Campingplätzen soll sprunghaft gestiegen sein, da viele fürchten, die zu erwartenden Mietsteigerung nicht mehr bezahlen zu können. Vielleicht ein wichtiger Tipp für Auswanderer, die eine Meldeadresse in Deutschland beibehalten wollen oder müssen. Ich wusste gar nicht, dass man sich in Deutschland als Jahrescamper anmelden und so regulär auf dem Campingplatz statt in einer normalen Wohnung wohnen kann, wenn sich der Campingplatz in einem Gebiet befindet, das im Bebauungsplan als Wohn- oder Mischgebiet ausgewiesen ist. Der Campingplatz als letzte Rettung vieler vor der Obdachlosigkeit. Wer hätte das noch vor Jahren für möglich gehalten! Mit dem Euro auf dem Weg zur Dollarparität wird die Inflation noch weiter angeheizt und die verurteilte Straftäterin an der Spitze der EZB wird ……. aber nein, ich finde wieder einmal kein Ende.
    Also, rette sich wer kann von der Titanic, denn die Bordkapelle hat schon nasse Füße.
    Grüße
    Andre

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