Leben in Thailand
Mangroven Wolken Meer Inseln in den Tropen in Chumphon Thailand

Leben in den Tropen, Leben in Chumphon

Die Natur ist mächtig in den Tropen

Nun haben Sie es endlich geschafft und werden in Kürze in den Tropen, in Thailand, eventuell in Chumphon und dann vielleicht bei uns, im Baan Metawi, leben. Mein erster Tipp, ich versichere Ihnen, dass das Leben in den Tropen, hier in Chumphon, Thailand extrem lebenswert ist.

Beachten Sie aber auch, dass Thailand sehr groß ist und 2 gänzlich unterschiedliche Klimazonen beinhaltet. Tropisches Savannenklima finden Sie hauptsächlich nordöstlich von Bangkok und das tropische Monsunklima gibt es eigentlich nur im Süden und fängt so ca. 200 km südlich von Bangkok an. Mehr dazu finden Sie in den Beiträge:

Matt Abold

Mein Name ist Matt Abold und ich lebe seit 2009 als weißer Ausländer im Baan Metawi, in Chumphon, Thailand. Ich schreibe übers Auswandern und Überwintern und verbinde meine Beiträge oft mit sozial- und wirtschaftspolitischen Themen, die Thailand mit Deutschland und Europa vergleichen, in meiner Rubrik: Zeitgeistkritik.

Tipps für ein Leben in den Tropen in Thailand

Falls Sie das erste Mal in den Tropen wohnen werden, haben ich ein paar Verhaltenstipps zusammengestellt.

  • Trinken Sie Wasser wie ein Weltmeister. Das Klima zieht Ihnen hier viel mehr Wasser aus dem Körper als in Mitteleuropa. Um Dehydrierung, Schwindel und oft daraus folgend Kopfschmerzen vorzubeugen, sollten Sie sich eine Routine schaffen. Die bedeutet, mindestens 3 Liter Wasser pro Tag trinken, bei Sport noch mehr.
  • Auch wenn es selbstverständlich sein sollte, trinken Sie niemals, ob hier oder sonst wo auf der Welt, Leitungswasser.
  • Sie benötigen hier mehr Salz im Essen als in Mitteleuropa. Wenn Sie sich allerdings auf die thailändische Küche einlassen, dann haben Sie bereits ausreichend Salzzufuhr. Thailänder salzen übrigens das Essen seltener mit dem uns bekannten Salz, sondern hier wird viel über die thailändische Fischsoße gesalzen. Siehe hierzu auch: Tintenfische angeln in Thailand; eine kurzweilige Freizeitbeschäftigung
  • Eine Klimaanlage für ein angenehmes Leben in den Tropen in Thailand ist etwas Feines und im Schlafzimmer hilft diese Ihnen einen gesunden Schlaf zu haben. Siehe hierzu: Klimaanlage in Thailand, Fortschritt durch Technik. Wenn irgendwie möglich vermeiden sie Klimatisierung tagsüber. In der Nacht sollte der Temperaturunterschied nicht zu groß mit der Außentemperatur sein.
    Das Leben im tropischen Thailand findet ohnehin hauptsächlich draußen statt und so sollten Sie dies auch handhaben. Ich habe mich sehr schnell mit der Hängematte angefreundet, in der sich viele Thailänder in unserer Region tagsüber aufhalten; sehr empfehlenswert.
  • Hinsichtlich der Kleidung für ein Leben in den Tropen bei uns in Thailand, sollten Sie Sie auf dünne, natürliche Stoffe achten. Diese sollten auch nicht eng am Körper anliegen, weniger ist meist besser. Aber lassen Sie das Pendel hierfür nicht zu weit ausschlagen, indem Sie sich von aller Kleidung befreien. FKK Kultur ist hier gänzlich unbekannt, verpönt und wird auch des Öfteren, meist in Touristenhochburgen, von der Polizei verfolgt. Eine Kopfbedeckung und sei es nur ein Stoffstrumpf hilft beim Schwitzen und schützt zugleich. Wenn Sie dann mit einer Sonnenbrille herumlaufen, schaut das nicht nur cool aus, sondern schützt auch noch Ihre Augen. Siehe hierzu auch Beiträge wie:

Sonnenbaden ist verpönt

Sie werden selten Thailänder beim Sonnenbaden sehen, da die Sonne in den Tropen nun mal sehr viel mächtiger ist als bei uns; bestenfalls vergleichbar ab 2.000 Meter Höhe in den Alpen. Wenn Sie glauben, Bewölkung schützt Sie vor einem Sonnenbrand, dann liegen Sie hier leider falsch. Viele unserer Besucher hatten dies in Form recht heftiger Sonnenbrände am eigenen Leib zu spüren bekommen. Lesen Sie auch dazu die Beiträge:

Die Nähe zum Äquator bedeutet, dass weniger Atmosphäre die Strahlung schwächen kann, da die Distanz zum Erdmittelpunkt hier am größten ist. Sehen Sie es positiv, da die Distanz hier zum Erdmittelpunkt erheblich größer ist als in Mitteleuropa, ist die Erdanziehung schwächer. Daraus folgt, dass Sie am Äquator weniger Gewicht haben. Diese Leichtigkeit kann man, nach meiner subjektiven Meinung, auch spüren 555.

Eigene Erfahrungen zeigen mir, dass sich die Haut nach ein paar Jahren an das Klima gewöhnt. Ich bin in Europa zumindest eher hellhäutig, aber mittlerweile hat sich dies geändert und ich bleibe länger braun. Nichtsdestotrotz, sind unsere weißen Häute nicht unbedingt für ein Leben in den Tropen, hier in Thailand, geeignet. Sie sollten sich hier mindestens einmal jährlich von einem Hautarzt untersuchen lassen, ob es zu Veränderungen bei Muttermalen gekommen ist. Hierzu ein etwas lustiger Beitrag: Weiße Haut, der asiatische Schönheitswahn

Meine letzte Untersuchung beim Privatarzt dauerte 15 Minuten, kostete 500 Baht und es sollten 2 Muttermale besser wegoperiert werden. Gesagt, getan. Nach einer 1-wöchigen Wartezeit beim staatlichen Provinzhauptkrankenhaus in Chumphon, wurde der Eingriff aus meiner Sicht hochprofessionell durchgeführt. Es kostete 1.190 Baht. Googeln Sie mal, was dies in Euro ist.

Leben in den Tropen und Sport in Chumphon, Thailand

Sie wollen viel Sport machen? Als Tipp, achten Sie gerade am Anfang darauf, dass Sie früh am Morgen oder ab ca. 16:00 Uhr beginnen. Es gibt zwar keine Siestakultur wie in Spanien, jedoch tut man gut daran die Hitze ab ca. 12:00 bis 16:00 Uhr zu meiden. Wer weiß, vielleicht kombinieren Sie ja diese beiden Kulturen und legen sich in dieser Zeit in die Hängematte. Ich vermute, Ihr Körper wird es Ihnen danken.

Zum Thema Sport und Dehydrierung möchte ich Ihnen noch meine Erfahrung mitgeben. Ich fahre mittlerweile ca. 2-mal pro Woche mindestens 150 km bis zu 250 km pro Woche mit dem Fahrrad. Sicherlich muss ich dabei, um nicht in der Nacht zu fahren, auch während der heißesten Zeit am Tag radeln; dass mein Körper dies mitmacht, hat ca. 5 Jahre aufbauendes Training bedeutet.

Während einer typischen Fahrradtour (ca. 7 Stunden, inklusive bis 2 Stunden mehrmalige Rast) trinke ich zwischen 3 und 4 Liter Flüssigkeit. Am Abend habe ich trotzdem ca. 3 kg weniger Gewicht als zu Beginn der Tour. Ich verliere also 6 bis 7 Liter Flüssigkeit während einer Fahrradtour. Dies ist typisch für ein Leben in den Tropen. Um einen besseren Flüssigkeitshaushalt zu bekommen, trinke ich mittlerweile ca. 1 Liter Wasser kurz vor Beginn der Tour. Mehr dazu im Beitrag: Vom Pazifik zum Indischen Ozean und zurück

Weitere Tipps für ein Leben in den Tropen in Thailand

  • Für alle bereits genannten Punkte gilt: wenn Sie in Rom sind, machen Sie es wie die Römer! Nehmen Sie sich also immer bei den Thais ein Beispiel und die Wahrscheinlichkeit, dass Sie damit richtig liegen ist sehr hoch. Insbesondere wenn es um das „Sabai, Sabai“ Gefühl geht. Dies bedeutet nicht nur langsam und gemächlich, sondern auch immer cool bleiben. Glückheit befasst sich mit einem ähnlichen Thema
  • Gehen Sie alles ruhig und bedächtig an, legen Sie viele Pausen ein. Regen Sie sich nicht über Sachen auf, die Sie ohnehin nicht ändern können und haben Sie Spaß an Ihrem Leben. Nicht nur wird sich Ihre Körpertemperatur meist im grünen Bereich bewegen, diese Art des Lebens, absolut nicht vergleichbar mit einem mitteleuropäischen Lebensstil, ist mit Sicherheit Ihrer Gesundheit wohlgesonnener als Hektik, Stress und Aufregung. Wenn dies am Anfang noch nicht so gut klappen mag, probieren Sie es doch mal mit Yoga!
  • Auch bei Ihrer Körperhygiene sollten Sie versuchen, sich so weit wie möglich den Thais anzupassen. Mindestens 2-mal pro Tag duschen, insbesondere zwischen März und Mai sind 3-mal duschen nicht zu viel. Gute Vermieter haben Durchlauferhitzer in der Dusche. Jedoch wäre es für Ihren Körper besser, wenn Sie diese nur mit leicht erhöhter Temperatur oder am besten überhaupt nicht verwenden. Das Wasser ist nicht wirklich kalt, wir sind insbesondere hier im Süden Thailands in den Tropen. Der Äquator ist gerade mal gut 1.000 km entfernt und Sie beanspruchen Ihren Körper weit weniger als mit warmen bzw. heißem Duschwasser.
  • Auch wenn es sehr gewöhnungsbedürftig ist, verwenden Sie Babypuder nach jedem Duschen. Insbesondere unter den Achseln und an allen Stellen des Körpers, die bei Europäern meist mehr behaart sind als bei Thais. Zumindest im tropischen Thailand kommen diese Stellen niemals mit Sonne in Berührung. Zum einen hilft es unangenehme Gerüche für Ihr Gegenüber vorzubeugen, aber auch Hautrötungen bzw. Hautausschläge durch Bakterien, die in diesen Ecken des Körpers sich schnell vermehren. Es wird Ihnen auch ein angenehmeres Körpergefühl hier in den Tropen geben.
  • Zur Körperhygiene gehört auch, dass Sie Kleidungsstücke nur einmal tragen sollten und dann ab in die Wäsche damit.
  • Bei Ihrem Kleiderschrank in Thailand, sollten Sie darauf achten, dass Sie die Türe zumindest tagsüber offen lassen, damit viel Luftzirkulation an Ihre Kleidung kommt. Tropen bedeutet auch eine hohe Luftfeuchtigkeit, die zwar für unseren Körper allerlei gesundheitliche Vorzügen bietet, aber eingeschlossene Bekleidung schnell muffig wird. Danach ist der Schimmel auch nicht mehr weit. Sie können sich hierzu auch in jedem Supermarkt für wenig Geld 1 bis 2 Monate anhaltende Entfeuchterboxen kaufen.
  • Thailändisches Essen ist wahrscheinlich auch für Sie gesundheitlich fördernd und köstlich ohne Ende. Nähern Sie sich der extrem vielseitigen Küche und Essgewohnheiten der Thais an, auch bezüglich der Schärfe. Mehrere kleine Mahlzeiten auf den Tag verteilt ist viel besser für Ihren Körper als 1 bis 2 große Mahlzeiten.
  • Wenn Sie doch mal ärztlichen Rat benötigen, versuchen Sie Ärzten hier zu vertrauen, anstelle Ihres Hausarztes in Europa. Wie bereits in der „Checkliste fürs Auswandern“ beschrieben, im Zweifel haben europäische Ärzte keine wirkliche Ahnung hinsichtlich tropischen Krankheiten. Insbesondere bezüglich Malariaprophylaxe gibt es eigentlich keinen Unterschied zwischen D + A + CH und unsere Gegend, d.h. es ist keine Vorbeugung nötig. Lesen Sie auch:

Andere Tiere, andere Pflanzen

Flora und Fauna sind in den Tropen hier in Thailand mit nichts, was Sie aus Europa kennen vergleichbar. Benutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand, greifen Sie nicht blind herumliegendes auf, insbesondere drehen Sie nicht mit den bloßen Händen größere Steine um oder fassen in nicht einsehbare Löcher. Meiden Sie Spaziergänge im Dunkeln und wenn es sich nicht vermeiden lässt, treten Sie immer kräftig auf. Warum das Ganze? Geben Sie Schlangen und anderen teils unangenehmen herumkriechenden Tieren keinen Grund sich zu wehren.

Wir leben hier in tropischem Chumphon in einem Kobragebiet und zusammen mit etlichen anderen giftigen und ungiftigen Schlangen arrangiere ich mich, zwar wider Willen, in einem Schlangenparadies zu leben. Mir war auch nicht klar, dass Schlangen Kontaktbeißer sind, was bedeutet, dass diese beim ersten Kontakt beißt. Trägt man daher weite Bekleidung, beißt die Schlange eifrig die Bekleidung, was der eigenen Gesundheit durchaus entgegenkommt. Viel wichtiger, es gibt gar nicht so viele Schlangenbisse. Thailändische Krankenhäuser sind gut vorbereitet und meist ohne lange Fahrtzeiten erreichbar.

Fassen Sie auch nicht Ihnen unbekannte Kletterpflanzen an; der giftige Efeu ist hier weit verbreitet und aus eigener Erfahrung recht unangenehm. Lesen Sie hierzu auch: Baan Metawi, dort, wo der Pfeffer wächst

Strandleben, hier vorallem die kleinen Biester

Strände, so schön und exotisch diese auch sind, haben oft auch Strandflöhe. Deren Bisse sind langwieriger und meist schmerzhafter als ein Moskitostich. Beides lässt sich gut durch einige Vorsichtsmaßnahmen erheblich minimieren.

Da Moskitos sehr weit verbreitet sind und etliche unangenehme Krankheiten von diesen übertragen werden können, hier einige Tipps meinerseits. Ziehen Sie lange luftige Hosen zur Dämmerung an. Wenn die Biester bei Ihnen ohnehin stechfreudig sind, dann nehmen Sie die in jedem Supermarkt erhältlichen Sprays und Lotionen zum Einreiben. Lesen Sie jedoch auf alle Fälle auch die Beiträge:

Auch hat sich gerade beim abendlichen Beisammensein draußen gezeigt, dass „Mosquito Coils“, spiralförmige Klimmstäbe, einen gewissen Schutz für einige Stunden bieten. Bitte ausschließlich im Freien benutzen! In Restaurants wird dies meistens ohnehin schon als Serviceleistung unter dem Tisch aufgestellt. Für Zuhause können Sie diese in jedem noch so kleinen Supermarkt sehr billig erwerben.
Schlafen Sie unter einem Moskitonetz. Halten Sie Türen und Fester immer geschlossen bzw. die meist vorhandenen Fliegengitter und –türen. Meistens, eigene Erfahrungen und die von Besuchern, lässt die Stechfreudigkeit schon nach wenigen Wochen nach. Mittlerweile spraye ich mich nur noch ein, wenn ich weiß, dass ich draußen, vor allem am Abend, sitzen werde. Den Respekt vor diesen Dingen habe ich aber trotzdem nicht verloren.

Nachfolgend können Sie sich das Merkblatt: Expositionsprophylaxe des Auswärtigen Amtes herunterladen; klicken Sie hier

Die Natur hat die Oberhand

Sich mit der Natur arrangieren, auch wenn es blöd klingt, mit der Natur im Einklang zu leben, ist hier in Chumphon eine weitverbreitete Praxis. Es gibt ein ganz besonderes Lebensgefühl. Man merkt hier aber auch, dass die Natur viel mächtiger ist als in Europa. Auch realisiert man schnell, was für ein kleines Sandkorn man im Spiel durch die Natur ist; ein Leben im Paradies eben. Siehe auch: Beton, das bessere Holz

Dies bedeutet auch, dass ein Starkregen hier, nicht einem Starkregen in Mitteleuropa entspricht. Wir bräuchten dafür dann schon ein weiteres Adjektiv, wie zum Beispiel „starker Starkregen“.

Chumphon bzw. der Golf von Thailand ist kein Taifungebiet, jedoch hat sich 2 im letzten Jahrhundert hierher verirrt. 1989 schlug der letzte zu und meine Frau kann sich noch gut daran erinnern. Es scheint zwar, dass starke Stürme in Deutschland viel häufiger auftreten, dennoch ist es nicht verkehrt, wenn Sie sich mal die Einordnung und auch Verhaltensmaßnahmen bei Stürmen vom Auswärtigen Amt hier durchlesen. Auch empfehle ich Ihnen hierzu meinen Erlebnisbericht zum Thema Pabuk: Schmierfinken

Tipp zu Thailand und Tropen und zur Schonung des Kreislaufs

Zu guter Letzt, planen Sie Urlaub in der Heimat bzw. ist die Zeit des Überwinterns zu Ende, dann sollten Sie bei der Terminierung nicht unbedingt im März und April nach Hause zu fliegen. Mai wäre für Ihren Körper viel besser, warum? März und April sind in Thailand die absolut wärmsten Monate und 40° C sind durchaus drin (siehe: April in Thailand – heiß, nass und fröhlich). Gleichermaßen sind diese beiden Monate meist in Mitteleuropa recht kalt und erst der Mai ist meist angenehm. Ein Temperaturunterschied von mehr als 40° C ist also durchaus im März/April möglich. Ihr Körper hat sich mittlerweile voll auf thailändisches Klima eingestellt (anders als bei einem 2-4 wöchigen Urlaub) und Sie muten daher Ihrem Kreislauf einiges zu, wenn Sie insbesondere in diesen beiden Monaten nach Hause fliegen.

Kokosnusspalme und Meer

Leben in Thailand – Der Blog …
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