Leben in Thailand
Songkran Sommer April Thailand

April in Thailand – heiß, nass und fröhlich

Der Sommer in Thailand hat seine absolute Hochphase von ca. Mitte März bis Mitte April und geht dann mit heftigen Regenschauern und Sommerstürmen in die Regensaison über. Unser wetterunbeständiger April, ist in Thailand der November. Der April in Thailand ist geprägt von Thailands größten Reiseaktivitäten, siehe auch: Der Straßenverkehr in Thailand = geordnetes Chaos. In der Heimatprovinz angekommen, folgen ausgelassene Feierlichkeiten für Songkran, dem traditionelle Neujahrsfest. Gepaart mit teils unbarmherziger Hitze und heftigen Regenfällen, die leider alljährlich meist im Nordosten Thailands, zu Überschwemmungen führen. Siehe auch:

In den vergangenen Wochen durfte ich mehrmals meine Absicht, 4 bis 6 Stunden mit dem Fahrrad auf Tour zu gehen überdenken, nachdem es einfach zu heiß war. Wenn ich schon mit dem Fahrrad fahre, dann eigentlich nie unter 80 km pro Tour. Jedoch sind 35 Grad … sehr heiß und schweißtreibend. Egal wieviel ich trinke, ein Hitzeschlag ist bei solchen Temperaturen schon möglich. Ich zeichne über 8 Jahre meine Fahrradtouren über eine App auf und März und April sind immer die Monate, wo mein Pensum rapide abnimmt. Warum ist dies so? Regen, Hitze und Feiern für Songkran, was sonst 555.

Matt Abold

Mein Name ist Matt Abold und ich lebe seit 2009 als weißer Ausländer im Baan Metawi, in Chumphon, Thailand. Ich schreibe übers Auswandern und Überwintern und verbinde meine Beiträge oft mit sozial- und wirtschaftspolitischen Themen, die Thailand mit Deutschland und Europa vergleichen, in meiner Rubrik: Zeitgeistkritik.

Wie ist das Wetter in Thailand im April?

Wenn Sie in der Nähe von einem Meer in Thailand leben, Thailand hat knapp 3.000 km Küstenlinie, dann gehen die Temperaturen im April selten höher als 36 bis 37° C. Allerdings hauptsächlich im Nordosten von Thailand, dem Isaan, geht das Thermometer im Sommer regelmäßig über 40 Grad und es ist sprichwörtlich staubtrocken. Im Norden ist es ähnlich trocken, allerdings wegen der vielen Berge sind die Temperaturen nicht gar so schlimm. Leider zählt meist Chiang Mai in dieser Zeit zu den schlimmsten luftverschmutzten Städten weltweit.

Bei uns in Chumphon, dem Beginn des Süden von Thailand haben wir topografisch richtig Glück. Unsere Gegend liegt zwischen 2 Meeren, dem Golf von Thailand und der Andamanensee. Dies bedeutet ständige Luftzirkulation, sehr saubere Luft und anders als im Norden und Nordosten Thailands, ist im Süden hauptsächlich Plantagenbau angesagt, da der Boden viel fruchtbarer ist als sonst wo in Thailand. Dies geht einher mit hoher CO₂ Bindung durch Urwald und Plantagen, wie Palmöl, Kautschuk, Kokosnuss und neuerdings viel Durian. Daraus folgend gibt es auch keine Brandrodung, wie hauptsächlich beim Zuckerrohranbau. Nicht nur der Sommer ist in diesem Teil von Thailand daher sehr gut zu ertragen. Nachfolgende Beiträge beschreiben unsere Gegend detaillierter:

Wie ist es bei uns Zuhause?

Mit dem Ende des Sommers in Thailand endet auch das Gießen im Garten auf unserem Anwesen, Baan Metawi. Meist nach einer 3-monatige Regendurststrecke, die ca. Mitte April endet. Nur dieses Jahr kam der Regen früher als sonst, ein letztes Aufbäumen von La Niña 2021. Just musste ich bei meiner heutigen Fahrradtour nicht mit einem Hitzeschlag rechnen, sondern durfte immerhin 3 tropische Regengüsse genießen. Es kommt auch gar nicht selten vor, dass die Sonne scheint und gleichzeitig regnet es … ich liebe es.

Für mich ist es auch der Übergang zu meiner mittlerweile liebsten Jahreszeit in Thailand, der Regensaison. Im Süden Thailands herrscht ein tropisches Monsunklima vor. Alles ist noch grüner und saftige als ohnehin schon das ganze Jahr. Noch mehr Auswahl in den Märkten, siehe auch: Markttag in Chumphon, jedes Mal ein Abenteuer und das Leben ist noch intensiver. Passend hierzu der Beitrag: Baan Metawi, dort, wo der Pfeffer wächst. Auch wenn es abgedroschen klingt, es hat sehr viel mit einem paradiesischen Leben zu tun und für mich ist es dies ohne Einschränkung.

Songkran ist für Thailänder, was für Chinesen das Chinesische Neujahr ist

Mehr oder weniger jede Fabrik hat für die Feiertage zum traditionellen thailändischen Neujahr, Songkran, meist eine ganze Woche, geschlossen. Millionen Thailänder fahren in ihre Heimatprovinzen, um dort mit der Familie zu feiern. Daher auch die Ähnlichkeit zum Chinesischen Neujahr, siehe auch: Gong Xi Fa Cai! Oder so ähnlich. Wenn man sich Bangkok mal in Ruhe anschauen möchte, ist dies bei weitem die beste Zeit, da die Stadt gefühlt leer ist. Es ist der Übergang vom Sommer in Thailand zur Regensaison.

Die eigentlichen Songkran Feierlichkeiten kennen mittlerweile sehr viele, da es Spaß ohne Ende bedeutet. Was macht der Feierwillige, wenn es sehr, sehr heiß ist? Richtig, man schüttet sich bzw. lieber andere mit Wasser voll. Ursprünglich war es ein Beträufeln, welches sich mittlerweile zu richtigen Wasserschlachten in Touristengebieten entwickelt hat. Eigentlich gar nicht mehr so lustig, jedoch überall sonst im Land macht es noch richtig Spaß, Sommer in Thailand eben. Songkran ist auch typisch Thailändisch und somit auch: Same Same but different, wie auch der Beitrag: Et kütt, wie et kütt

Wie auch letztes Jahr, wird 2021 ein eher ruhiges Songkran sein, da Covid-19 weiterhin auf der Welt wütet. Es ist sozusagen eine Rückbesinnung auf alte Traditionen, wo ein Beträufeln mit Wasser und insbesondere das Familienleben im Vordergrund stand.

Thailand möchte natürlich ein verstärktes Aufflammen durch die Feierlichkeiten verhindern. Es funktioniert seit Ausbruch der Pandemie richtig gut. Die Pandemie ist daher eher ein Problem des Westens. Ohne Ironie, Thailand ist ein Musterbeispiel der Zusammenarbeit einer vorausschauenden Regierung und einer Bevölkerung, die versteht, dass in einer Pandemie Rücksichtnahme auf andere und ein gesundheitliches Wir-Gefühl im Vordergrund stehen, siehe auch:

Bilder zu Songkran in Thailand aus vergangenen Jahren

Songkran in Thailand bedeutet eine Kleiderordnung, die bunter und schriller nicht sein könnte. Trocken bleibt ohnehin keiner. Gerade bei uns in Chumphon, mit sehr vielen myanmarischen Gastarbeitern, ist es auch eine schöne Völkerverständigung. Eine schöne Zeit und wie so oft in meinen Beiträgen beschrieben, wird der derzeitige Mangel an Feierlichkeiten aufgrund Covid-19, die zukünftigen noch schöner werden lassen.

Bilder der eigentlichen Wasserspiel habe ich leider nicht. Da diese immer mit viel Wasser einhergehen und ich keine wasserdichte Kamera habe, sollten Sie einfach mal nach Bilder über Songkran googeln.

Matt als Comic Freude

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… das Lebensmotto schlechthin für den „Thai way of life“



Kokosnusspalme und Meer

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