Leben in Thailand
Verabredungen in Thailand

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt!

Verabredungen, Besuche, Treffen sind alles Dinge, wo Mitteleuropa mit Thailand nicht wirklich kompatibel ist. Für viele Europäer, die nach Thailand auswandern oder überwintern wollen, ist die thailändische Lebensart doch sehr gewöhnungsbedürftig. Versucht man sich aber mal ein bisschen ins thailändische Sozialleben zu integrieren, dann macht es ganz schnell auch richtig Spaß.

In folgenden Beiträgen habe ich bereits auf die thailändische und insbesondere Chumphoner Lebensart des Müßiggangs, der gesunden Ignoranz und des doch sehr entschleunigten Umgangs mit dem Alltag hingewiesen:

  1. Chumphon, ein magischer Ort und mein Paradies
  2. Leben in den Tropen, Leben in Chumphon
  3. Doping für Ihre Gesundheit
  4. Back Dich ins Glück
Matt Abold

Mein Name ist Matt Abold und ich lebe seit 2009 als weißer Ausländer im Baan Metawi, in Chumphon, Thailand. Ich schreibe übers Auswandern und Überwintern und verbinde meine Beiträge oft mit sozial- und wirtschaftspolitischen Themen, die Thailand mit Deutschland und Europa vergleichen, in meiner Rubrik: Zeitgeistkritik.

Las uns mal zusammen eine Verabredung machen

Die Freunde meiner Frau

Es hat sich eine Freundin meiner Frau aus Bangkok angesagt. Daher wollte man sich mit insgesamt 6 ehemaligen Klassenkameradinnen zum gemeinsam Abendessen verabreden. Meine Frau ist in Chumphon aufgewachsen, daher hat sie auch einen recht großen Freundeskreis und solche Treffen gibt es öfters.

Zuerst sollte der Treffpunkt für die Verabredung bei einer örtlichen Veranstaltung sein. Der Zeitpunkt dafür wurde dreimal verschoben und beim vierten Mal war dann eine Verabredung in einem Restaurant am Meer geplant. Dies wurde auch aus irgendwelchen Gründen verworfen und jetzt wurde dafür unser Anwesen, Baan Metawi, ausgewählt. Da aber zwei es zeitlich wohl nicht schaffen konnten, wollte man dann nur noch zu viert in einem nahe gelegenen Kaffee sich treffen. Letztendlich kam es dann zu einer Verabredung in einer Bar, siehe hierzu den Beitrag: Bar, Zentimeter und Uniform. Dies aber nicht mit 6 Freundinnen, sondern zu Zehnt. Zwei Ehemänner, der Schreiberling war einer davon, waren dann plötzlich auch dabei.

So ähnlich oder doch gänzlich anders geschieht es oft, die thailändische Lebensart ist spontan und hat meist viele Änderungen in Echtzeit im Programm. Typisch Same Same but different und am Ende ist es dann doch meist sehr schön.

Es werden Verabredungen mehrmals zeitlich und örtlich verlegt. Der Anlass verändert sich, die Teilnehmer werden unerwartet viel mehr oder weniger als angenommen. Die Zeit verläuft ohnehin in Thailand nicht linear, sondern meist parallel und ist natürlich auch ein sehr dehnbarer Begriff. Andere Länder, andere Sitten eben, alles andere wäre doch nur langweilig.

Spontanität wird großgeschrieben

So auch letzten Montag, als eine andere Freundin meiner Frau sie einlud, am Mittwoch für 2 Nächte ins 500 km entfernte Kanchanaburi (die Brücke an Kwai) zu fahren. Ja, hat meine Frau zur Verabredung gesagt und für mich gleich mitentschieden. Am Dienstag früh wurden dann Nägel mit Köpfen gemacht. Die Planung der Reise – sofern man das Wort Planung überhaupt in Thailand verwenden kann – erweiterte sich zusätzlich noch auf Chiang Mai, Chiang Rai und Lampang und von 2 Nächten auf mindestens ???. Dies sind immerhin zu den geplanten 1.000 km (Kanchanaburi hin und zurück) noch weitere 3.000 km. Thailand ist wirklich kein kleines Land. Mehr zur Reise finden Sie im Beitrag: Tankstellen in Thailand, so alltäglich und doch ganz anders

Da dies aber mindestens eine Woche Reisetätigkeit bedeutet, musste ich gleich noch ein geplantes Videotelefonat mit potenziellen Überwinterer bei uns auf den Anwesen verschieben. Auch meine Fahrradtour nach Ranong muss mindestens noch eine Woche länger auf ihre Realisierung warten, sowie mein angekündigter Beitrag: Wenn Weltpolitik nach Chumphon kommt.

Mittlerweile ist der 3. Tag der Reise beendet und 1.800 km liegen hinter uns, so auch ein klasse Tag in Lampang, Chiang Mai und Doi Intanon, Thailands höchster Berg. Nachfolgend, ein paar Fotos:

Leider sind die Spuren von Covid-19 auch an Chiang Mai sehr stark zu sehen. Fehlende ausländische Touristen, lassen den Stadtkern gefühlt leer ausschauen. Der Beitrag: Covid-19, zwei Gesichter ein Land beschäftigt sich mehr damit.

Thailänder, wie auch die meisten Asiaten, haben auch eine andere Vorstellung von „Urlaub machen“. Permanent ist der Thailänder in Bewegung, selten bleibt man länger als 2 Nächte an einem Ort und alles rund ums Essen, spielt eine überragende Rolle. Dies kommt mir dann wieder sehr gelegen. Ohne thailändische Sprachkenntnisse wäre dies alles jedoch nicht möglich, siehe hierzu: Thailändisch, kein Buch mit sieben Siegel. Dies ist gar nicht so schwer, einfach machen, dann klappt es sehr schnell. Denken Sie auch ans Auswandern oder Überwinter, dann empfehle ich Ihnen die Beiträge: Checkliste fürs Auswandern nach Thailand, sowie die Checkliste fürs Überwintern.

Gewöhnungsbedürftig ist die thailändische Lebensart schon, aber heutzutage gefällt es mir auch ganz gut so. Bei Besuchen in Europa mache ich dann immer auch Freunde und Verwandte ganz konfus mit spontanen Planänderungen. In Rom mach es wie die Römer, gilt für mich meistens in Thailand, aber es ist dann manchmal gar nicht so leicht, dies auch wieder in Deutschland zu praktizieren.

Matt als Comic Freude

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… das Lebensmotto schlechthin für den „Thai way of life“


Kokosnusspalme und Meer

Leben in Thailand – Der Blog …
… der Auswandern und Überwintern einfach macht.

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