Leben in Thailand
privilege programm, goldenes visum bevorzugt von kriminellen für einreise thailand

Elite, jetzt Privilege – das Chinesen Visum für Thailand

Aktualisiert am 15. Mai, 2024

Ab Oktober 2023 darf man das umbenannte, je nach Art der Mitgliedschaft, um 50 bis 150 % teurere Thailand Privilege Programm welches sich seit Gründung 2003 Thailand Elite Programm nannte, beantragen. Die billigste – günstigste wäre das falsche Adjektiv – Version kostet läppische 900.000 Baht, 300.000 mehr als bisher. Für das teuerste „Reserve“ Programm sind für 20 Jahre 5 Millionen Baht angesagt, vorher waren es 2 Millionen, davon soll es aber nur 100 pro Jahr geben und nur nach Einladung. Lohnt sich diese Art eines goldenen Visums für Thailand überhaupt? Bisher wurde dieses Visum hauptsächlich von Chinesen für die Einreise nach Thailand bevorzugt. Etliche Skandale in 2023 deckten aber auf, dass das bis dahin genannte „Thailand Elite“ Programme viele kriminelle Chinesen attraktiv fanden.

Ich lebe seit 2009 auf Baan Metawi in Chumphon, am Golf von Thailand. Um hier auf lange Zeit zu leben, ist nach heutigen Stand das Thailand Privilege Programm einfach nur Quatsch. Es handelt sich um meine subjektive Sichtweise. Selbst bin ich natürlich davon überzeugt, dass das Non Immigrant Visa O – Retirement nicht nur bei der Kosten Nutzen Rechnung die Nase weit vorne hat, sondern wegen der weiten Verbreitung als recht zukunftssicheres Visum für die Einreise nach und Daueraufenthalt in Thailand gesehen werden kann.

Matt Abold leben in chumphon, thailand

Matt Abold heißt der Bub und lebt seit 2009 auf Baan Metawi, in Chumphon, Thailand. Er schreibt übers Auswandern und Überwintern und sozial- und wirtschaftspolitische Themen mit Bezug zu Thailand.
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Geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag: 7 Minuten

Was ist ein Goldenes Visum?

Viele Länder haben Goldene Visa, wo man sich mit Geld eine andere Nationalität bzw. einen Daueraufenthaltsstatus erkauft. Hierbei denkt man schnell an Bananenrepubliken, bei denen diese gefühlte Korruption ein Wirtschaftsfaktor ist. Dazu passen dann Ländern wie Irland, Portugal, Griechenland, Zypern, Montenegro, Spanien, Malta, Kanada, USA, etc. Überraschend ist für mich hier nur, dass Deutschland noch nicht zu diesem elitären Club zählt.

Zum Beispiel in Malta, ein EU Land, kostet der EU Reisepass in 2023 schlappe € 690.000, Irland verlangt für ein unbegrenztes Aufenthaltsrecht nur € 1 Million und in Zypern bekam man bis vor kurzem den zypriotischer EU Pass für eine Investition im Land von mindestens € 2 Millionen binnen 40 Tagen. In Griecheland kostet es bald € 800.000. Portugal, Spanien und Griechenland haben mit den goldenen Visum einen mittleren zweistelligen Milliardenbetrag verient. Lesen Sie dazu einen netten Artikel im Handelsblatt vom März 2024.

Manche Menschen sind nun mal vor dem Gesetz, auch innerhalb der moralisch zu platzen drohenden EU, gleicher als gleich. Hier noch ein paar „Korruptionsbeiträge“:

📌 Klicken Sie dazu hier:

Goldenes Visum in Thailand

Ein Goldenes Visum in Thailand erscheint dabei dann schon als die Blei-Variante, aber für Kriminelle weiterhin Gold wert. Es bietet Ihnen weder die thailändisch Staatsbürgerschaft noch einen unbegrenzten Aufenthaltsstatus. Für 900.000 Baht (ca. € 25.000 in 2024) gibt es die billigste Mitgliedschaft im Thailand Privilege Programm. Dieses nicht ganz so goldene Visum sichert Ihnen unbegrenzte Einreisen nach und den Aufenthalt in Thailand für 5 Jahre. Dazu kommt dann noch nutzloser Schnickschnack, welches die wenigsten wirklich brauchen und wenn doch, kann es um Welten günstiger einzeln gekauft werden.

Wie geht Thailand mit Ausländer um?

So wie es sich für ein Land gehört, welches den eigenen Landsleuten verpflichtet ist. Ausländer, egal ob mit oder ohne goldenem Visum werden staat­li­cher­seits gegenüber den Thailändern diskriminiert. Und das ist auch gut so, warum? Dies finden Sie in diesen Beiträgen:

📌 Klicken Sie dazu hier:

Grundsätzliches zum Visum und Einreise nach Thailand

Beiträge zum Thema: Visum für Thailand

Ein paar Fakten zum Thailand Privilege Programm und Non Immigrant Visum

Das Thailand Privilege Programme und dessen Vorläufer Thailand Elite gibt es seit 2003 und in 2023, also nach 20 Jahren und einem Großaufwand an Werbung, gibt es gerade mal 31.500 Kunden, geplant waren mindestens 1 Million. Mit der Namensänderung wird erwartet, dass jährlich mindestens 10 Milliarden Baht zusätzliche Einnahmen generiert werden; eine lustige Erwartungshaltung. Geschätzt 35 bis 45 % aller Kunden kommen aus China und genau von waren bei den Einreisen in den letzten Jahren nicht wenige Kriminelle dabei, die Schlupflöcher im Thailand Privilege Programme, aber auch beim Non Immigrant Visum ausnutzten.

Same Same but different

Das politische Thailand steht dem aus Deutschland in der Disziplin Wunschdenken in nichts nach. Beim LTR Visum vor einem Jahr wurden auch 1 Million neue Kunden, ähnlich wie bei der Einführung des damaligen Elite, heute Privilege Programm, genannt. Anfang 2023 gab es sage und schreibe 2.800 LTR Kunden, 10.000 würden gerade mal 1 % der ursprünglichen Planung entsprechen. Und dann wurden noch € 26 Milliarden (Euro und Milliarden) genannt, die durch das LTR Visum in die thailändische Wirtschaft über einen Zeitraum von 10 Jahren fließen. Selbst wenn es Baht anstelle von Euro wären, ist es pures Wunschdenken, Same Same but different eben 😉

Hier einige Beiträge zu den hauptsächlich kriminellen Chinesen, die mit einem Thailand Privilege oder Non Immigrant Visum einreisten: Bangkok Post 1, Bangkok Post 2, Bangkok Post 3, IMI, Bangkok Post 4, Thai Examiner. Diese vielen negativen Nachrichten waren natürlich auch der Grund der Namensänderung. Ob dies allerdings Kriminelle bei der Einreise nach Thailand abschreckt, darf bezweifelt werden.

Ein Artikel in der BangkokPost zeigte ganz gut, wie glücklich chinesische Verbrecher in Thailand mit dem Privilege Visum leben und arbeiten können. Nicht das es ein Deut besser wäre bei den Europäischen, Russischen oder Süd-Koreanischen Banden, aber die nehmen dann doch eher die günstigere Visumvariante.

Bei kriminellen Europäern in Thailand ist wohl das Non Immigrant Visum beliebt. Der skandalträchtige Mord in 2023 an einem Deutschen durch kriminelle europäische Rockerbanden hat den zweithöchsten Polizisten in Thailand ermuntert darüber nachzudenken, die jährlichen Anforderungen zur Verlängerung eines Non Immigrant Visum zu verschärfen. Allerdings ist dieses Visum geschätzt mindestens 300.000 Mal im Einsatz, somit sind, anders als beim Thailand Privilege, Kriminelle statistisch nur im Nachkommabereich auffällig. Details zu diesem Visum finden Sie hier:

📌 Klicken Sie dazu hier:

Thailand Privilege, Non Immigrant oder LTR Visum?

Welches dieser 3 Programme für eine Einreise und dauerhaften Aufenthalt in Thailand ist am zukunftssichersten? Das LTR Visum hat ziemlich hohe finanzielle Anforderungen, für diejenigen, die es erfüllen ist es ganz klar die Nummer 1. Zudem ist es ein staatliches, mit dezidierten Gesetzen aufgelegtes Visum für Thailand, genau wie das Non Immigrant Visum. Letzteres gibt es seit vielen Dekaden und ist das am meisten verbreitete Visum für Rentner oder Ausländer mit thailändischem Anhang. Es gab seit Bestehen auch Änderungen, insbesondere wurden die finanziellen Anforderungen erhöht, aber immer genossen Altinhaber eines Non Immigrant Visums Bestandschutz. Siehe Thai Immigration – Visa Extension in case of retirement

Das Thailand Privilege Programme hingegen ist überhaupt kein Visum, sondern ein Produkt/Mitgliedschaft eines kommerziellen Unternehmens, welches zu 100 % der thailändischen Touristenbehörde gehört. In der Vergangenheit sollte es schon öfters liquidiert werden, der Ruf ist seit Jahren zweifelhaft und wie bei Unternehmen üblich, können diese die einzelnen Programmpunkte ohne parlamentarischen Gesetzgebungsverfahren von heute auf morgen ändern. So geschehen mit der Neuauflage per 1. Oktober 2023. Auch wenn man sich eine 5- bis 20-jährige Mitgliedschaft erkauft, ist es schon aus dem Grund, dass es kein staatliches Programm ist, abzulehnen. Wie schnell kann das Unternehmen sich für die Liquidation oder noch drastischer, die Insolvenz entscheiden?

Es wird sicherlich keinen Kriminellen davor abhalten nach Thailand zu kommen. Beim goldenen Visum bestimmter EU Länder hat sich ja auch gezeigt, dass diese insbesondere bei Kriminellen ziemlich populär waren und sind.

Wenn Sie mehr über das LTR und Non Immigrant Visum wissen wollen, dann lesen Sie diesen Beitrag: Long Term Resident Visum – Same Same but different

Aktuelle Entwicklung 2024

Die Diskussionsforen Ende 2023 liefen heiß und seit 1. Januar 2024 sind Auslandseinkünfte aus Sicht von Thailand – mit der Überweisung nach Thailand – ganz egal in welchem Jahr die Einkünfte nach 2024 anfallen, steuerpflichtig. Siehe hierzu: Steuern, die die Gemüter in Thailand erhitzen

Genau dies ist auch der Grund, dass ich schon immer die 800.000 Baht Vermögens Variante für das Non Immigrant Visum besser empfand als die Variante mit den 65.000 Baht monatlicher Renteneinkünften. Da Thailand laut dem DBA Deutschland Thailand das Besteuerungsrecht für die Rente hat, wird Thailand ab 1.1.2024 Steuern auf dieses Renteneinkommen erheben. Bei der 800.000 Baht Variante handelt es sich aber um Vermögen und eine Vermögensteuer wird in Thailand im Moment nicht diskutiert. Wenn Sie also nach Thailand auswandern wollen, sollten Sie darauf achten, dass Sie im ersten Jahr, weniger als 180 Tag in Thailand verbringen, dann dürften auch sämtliche Gelder, welche Sie im besagten Jahr nach Thailand überweisen, in Thailand weiterhin steuerfrei bleiben!

Kosten-Nutzen Rechnung: Thailand Privilege / Non Immigrant Visum

Jetzt aber ein bisschen Mathematik: Die Kosten (nicht Investitionssumme!) für das 5 Jahre Thailand Privilege Gold belaufen sich auf 900.000 Baht im Voraus. Für die jährliche Visumverlängerung (1.900 Baht) und ein Re-Entry Permit (einfach 1.000 Baht, mehrfach 3.800 Baht) zahle ich 2.900 (einmal Ausreise) oder 5.800 Baht (mehrmals Ausreise) pro Jahr, für 5 Jahre sind es 14.500 bzw. 29.000 Baht. Das Thailand Privilege Gold Visum kostet also entweder das gut 30-fache oder 60-fache, sollte ich mit einem single Re-Entry Permit pro Jahr auskommen.

Sicherlich, ich muss dies jährlich machen, habe Fahrtkosten, Gebühren für die Bankbestätigung, kopieren und es gehen 60 Minuten Lebenszeit pro Jahr für das ganze Prozedere verloren (nur in nicht touristischen Gegenden, wie zum Beispiel Chumphon. In den touristischen Hochburgen, warten Sie schon manchmal auch mehrere Stunden). Auch ist abzusehen, dass die Gebühren bald erhöht werden. An den Relationen ändert dies jedoch überhaupt nichts. Siehe hierzu auch: Die alljährliche Visumverlängerung.

Dem nicht genug: Mit 900.000 Baht mache ich jährlich ohne Spekulation und völlig sicher bei 3 % über 27.000 Baht. Meine eigene jährliche Durchschnittsrendite für all meine Anlagen liegt bei ca. 12 % (die letzten 35 Jahre), d.h. jährlich weit über 100.000 Baht Ertrag. Warum sollte man daher für das Thailand Privilege Programm mindestens 900.000 Baht Gebühren bezahlen, wofür?

Kontaktblatt – Botschaftswebseiten:

Botschaften der DACH Länder in Bangkok

Thailändische Botschaften in den DACH Länder

Gut zu wissen

Wenn Sie visafrei bzw. mit einem Touristenvisum nach Thailand einreisen, können Sie dieses Visum grundsätzlich nicht in ein Non Immigrant Visum umtauschen. Sie müssen ein Non Immigrant Visum in Ihrem Heimatland, wo Sie gemeldet sind, beantragen. Es gibt allerdings eine Ausnahme, siehe nächsten Absatz.

Es ist zwar grundsätzlich nur möglich ein Non Immigrant Visa O – Retirement bei thailändischen Botschaften und Konsulaten im Ausland zu beantragen, jedoch gibt es die Möglichkeit dazu auch im Hauptquartier der thailändischen Immigrationsbehörde in Bangkok. Hierfür benötigen Sie das Formular TM 86 (Touristenvisum) bzw. TM 87 (visafreie Einreise) und müssen einige Anforderungen erfüllen, siehe hierzu auch ein PDF der Immigrationsbehörde. Wichtig hierbei, Sie müssen mindestens noch 15 Tage Aufenthaltsberechtigung in Thailand haben. Sehr wichtig hierbei: Die erstmalige Verlängerung dieses Visums um ein Jahr kann nur von dieser Immigrationsbehörde in Bangkok gemacht werden. Erst mit der nächsten Verlängerung um ein Jahr können Sie dies bei jeder Immigrationsbehörde – also auch in Ihrer Heimatprovinz – machen.

Aus dem gleichen oben genannten Grund ist es wichtig, dass Sie den Ausdruck für das Onlinevisum bzw. die E-Mail dazu beim Übertrag in einen neuen Pass oder auch für die Verlängerung Ihres Visums immer dabei haben! Sie benötigen also unter Umständen diese E-Mail viele Jahre lang!

Egal mit welchem Visum Sie nach Thailand einreisen, es hat einen Grund, dass sich sehr viele europäische Auswanderer für Thailand entscheiden. Es ist nicht nur ein fantastisches tropisches Urlaubsland, die Menschen sind berühmt für Ihre Freundlichkeit, das Essen ist in der Champions League, die Preise haben nicht die Bodenhaftung verloren und der gesunde Menschenverstand hat in Thailand noch Vorrang. Hier ein paar Beispiele warum:

📌 Klicken Sie dazu hier:
zeitgeist, leben in thailand

Sozial- und wirtschaftspolitische Themen, die oft Thailand mit Deutschland und Europa vergleichen, finden Sie unter der Rubrik Zeitgeistkritik im Menü. Sind es doch gerade die Bereiche, die mir ein paradiesisches Leben hier in Chumphon, Thailand bereiten.

Interessiert am Auswandern? Siehe dann nachfolgende Beiträge …

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7 Kommentare

  1. Ich habe mein retirement O in hua hin beantragt, habe aber einen visa service beauftragt die machen alles für dich . Nicht ganz billig aber stressfrei.

    1. Es ist zwar grundsätzlich nur möglich ein Non Immigrant Visa O – Retirement bei thailändischen Botschaften und Konsulaten im Ausland zu beantragen, jedoch gibt es die Möglichkeit dazu auch im Hauptquartier der thailändischen Immigrationsbehörde in Bangkok. Hierfür benötigen man das Formular TM 86 (Touristenvisum) bzw. TM 87 (visafreie Einreise) und müssen einige Anforderungen erfüllen, siehe hierzu auch ein PDF der Immigrationsbehörde. Wichtig hierbei, Sie müssen mindestens noch 15 Tage Aufenthaltsberechtigung in Thailand haben.

      Sie können es grundsätzlich selber machen oder einer Visa Agentur geben, die es professionell und schnell, aber nicht ganz billig für Sie erledigen können.

    1. Non Immigrant ED Visum für einen Sprachkurs funktioniert und ist altersunabhängig. Allerdings wird viel genauer von den Behörden darauf geachtet, dass tatsächlich die Schule auch besucht wird. Meines Wissens dürfen dies nur noch zertifizierte Sprachschulen anbieten. Eventuell wäre noch das LTR Visum eine Alternative, wobei die finanziellen Anforderungen recht üppig sind. Wenn dies auch nicht geht und der Aufenthalt länger als 9 Monate sein soll (über ein Touristenvisum mit mehrfacher Einreise kann man bis zu 9 Monaten minus einem Tag in Thailand bleiben, allerdings muss man mindestens 2-mal einen Visarun machen), dann hilft in der Tat nur noch das Thailand Privilege.

  2. Servus Matt,
    da ich Thailand-Elite-Mitglied bin und eines der dazugehörigen Visa habe, bewerte ich als Rentner die Benefits und das Visum natürlich anders, besonders da ich oft in die benachbarten Länder reise. Deine Ausführung: „Das Thailand Privilege Programm hingegen ist überhaupt kein Visum […]“, ist falsch. Thailand Elite und Thailand Privilege sind Unternehmen, deren alleinige Anteilseignerin die thailändische Touristenbehörde ist, die direkt dem thailändischen Ministerium für Tourismus und Sport unterstellt ist. Es handelt sich bei den Elite-Visa und den Privilege-Visa um staatlich anerkannte Visa, was an dem staatlichen Sigel auf meinem Visum erkennbar ist. Dass Programmpunkte nach Belieben geändert werden können, stimmt so ebenfalls nicht, denn es erfolgt keine Änderung eines weiterhin bestehenden rechtsgültigen Vertrages. Bei Thailand-Elite beleibt alles wie bisher. Ich kann zum Beispiel bis 3 Monate vor Ablauf meines 5-Jahres-Visums auf weitere 15 Jahre upgraden auf dann insgesamt 20 Jahre, mit allen Benefits, die zum Zeitpunkt des Beginns meiner Mitgliedschaft bestanden.
    Ein wichtiger Punkt, der mich anfangs beim Thailand-Elite-Programm zögern ließ, war in der Tat die Möglichkeit einer Insolvenz von Thailand-Elite, denn dann würden zumindest alle Benefits verfallen. Das Visum mit staatlichem Sigel habe ich aber im Pass und es ist unwahrscheinlich, dass das Visum für den ausgestellten Zeitraum nach einer Insolvenz nicht mehr anerkannt wird. Sollte bei einer Insolvenz die staatliche Anerkennung bereits ausgestellter Visa nicht bestehen bleiben, würde niemand mehr der „TAT“ und dem „Ministerium für Tourismus und Sport“ vertrauen und die damit verbundenen Visa kaufen. Dass die Thailand-Elite-Programme eingestellt werden, wundert mich nicht, da sie zu preiswert waren. Bei dem 20 Jahresvisum für eine Million Baht, umgerechnet ca. 27.000 Euro sind die Kosten nur ca. 113 Euro im Monat. Wer das Geld so nicht investieren will oder kann, sollte sich sehr genau überlegen, ob das Überwintern nicht die besser Variante als das Auswandern ist. Gerade Auswanderer, die sich für ihren Lebensabend dauerhaft in Thailand niederlassen wollen, die also sagen „Goodbye forever Germany“ ist die fehlende Krankenversicherungspflicht ein wichtiger Vorteil, denn mit Ü70 wird eine KV für viele unbezahlbar, dann heißt es die Koffer zu packen und die Heimreise in die alte Heimat antreten zu müssen. Beim neuen Non-Immigrant-O-Visum besteht Krankenversicherungspflicht und die wird dann auch für die „Extension Of Stay“ erforderlich sein. Viel Spaß bei der Suche nach einer lebenslangen thailändischen oder internationalen KV-Police mit Ü70 und eventuell einer oder mehrerer Vorerkrankungen!
    Gerade wer wenig Einkommen hat, für den ist oder besser war das 20 Jahresvisum des Elite-Programms für 1.000.000 Baht eine gute Variante, denn der benötigt ja sowieso 800.000 Baht auf seinem thailändischen Konto, das mehrere Monate vor der Visaverlängerung dort vorhanden sein muss. Wirtschaften kann man also mit diesen weitgehend blockierten 800.000 Baht nicht und nach dem Tod freuen sich nur die Erben. Die thailändische Freundin oder Ehefrau wird sich dann auf den Rechtsstreit bei einem Pflichtanteilsanspruch anderer Erbberechtigter in Deutschland freuen.
    Aber jeder wie er es mag. Der eine kauft sich halt ein Auto, dass nach 20 Jahren schon lange nichts mehr wert ist, der andere kauft sich ein 20-Jahresvisum. Andere wiederum bezahlen ihrer thailändischen Lady eine monatliches Salär von mindestens 10.000 Baht, was in 20 Jahren 2.400.000 Baht beträgt.
    So, ich haue schon wieder zu lange auf die Tasten. Nächste Woche fliege ich für 45 Tage nach Vietnam und freue mich schon auf den Limousinenservice und Abholung direkt vor meiner Unterkunft, den Empfang durch Servicemitarbeiter am Flughafen, den separaten Zugang ohne Wartezeit bei der Immigration. Auch Speis und Trank in der Elite-Lobby und die separaten Bäder mit Dusche und Badewanne sind eine Wohltat. Grüße aus Jomtien

    1. Guten Morgen Andre,

      ich muss zugeben, dass ich auf Deinen Kommentar gewartet habe und Du hast geliefert.

      Es ist schon ein bisschen wie bei einem neuen Auto. Sobald man sich für ein neues entschieden hat, ist es dann das beste Teil, welches existiert und die Alternativen sind allesamt minderwertig. Dies ist menschlich und ab und an mag es ja sogar stimmen. Ähnlich verhält es sich natürlich beim Thailand Privilege, wobei es aus meiner Sicht überhaupt nicht die beste Alternative darstellt.

      Sind einige Punkte Deiner Argumentation durchaus logisch, z.B. selbst bei Insolvenz müsste das Visum bis Ende der jeweiligen Laufzeit anerkannt werden, sind andern hingegen doch eher unbegründete Hoffnungen. Warum sollte 900.000 Baht Gebühr, d.h. das Geld ist weg, gleich gut sein wie 800.000 Baht Sparguthaben, d.h. das Geld gehört weiterhin mir und vermehrt sich auch? Im Übrigen kann es auch in thailändischen Staatsanleihen angelegt werden, die sich mit, je nach Einstiegszeitpunkt und Laufzeit, zwischen 2 % und 5 % rentieren.

      Dann der falsche Punkt mit der Krankenkasse. Richtig ist, dass es als Ü70 schwer bzw. extrem teuer sein wird eine Krankenversicherung zu finden. Aber Du vergisst, dass selbst bei einer Krankenversicherungspflicht, z.B. bei Non Immigrant OA, ein Guthabennachweis von 3 Millionen Baht auch akzeptiert wird. Natürlich sind dies zurzeit knapp € 80.000, jedoch wie ich im Beitrag: Geht Auswandern ohne Rente und Einkommen? bereits argumentierte, ist ein Polster von 3 Mio. Baht fast schon eine Grundvoraussetzung fürs Auswandern nach Thailand, sollte die Rente gering oder überhaupt nicht vorhanden sein. Und auch dieses Polster wächst mit der Zeit!

      Ebenso ist Deine These, dass Auswanderer mit geringem Einkommen besser dran (bald gewesen) wären, wenn sie 1 Mio. Baht für das 20 Jahresvisum bezahlt hätten, reine Theorie. Viele, insbesondere Deutsche, haben ja nicht mal 800.000 Baht an Vermögen und müssen sich jährlich das Geld für die Visumverlängerung teuer leihen. Hätte ich dies vor 14 Jahren, als ich nach Thailand ausgewandert bin, gemacht, wären mir viele Millionen Baht vorenthalten geblieben, die ich durch meine Investments in dieser Zeit mit dieser Million erwirtschaftet hätte.

      Die Deutsche Bahn ist auch ein Staatsunternehmen, aber es ist eben ein Unternehmen, so wie auch das Thailand Privilege Programm. Wenn die Deutsche Bahn sich für höhere Ticketpreise entscheidet, muss sie nicht den Bundestag fragen und benötigt auch kein neues Gesetzgebungsverfahren, genauso wie das Thailand Privilege Programme ihre Preise und Bedingungen ändern kann. Dies funktioniert beim Touristen Visum, LTR Visum und eben auch bei den verschiedenen Non Immigrant Visa nicht. Die Änderungen können nicht so einfach mal gemacht werden, sondern müssen eine parlamentarische Mehrheit finden. Dies kann natürlich sehr schnell gehen oder auch verworfen werden. Ich stufe dies allemal mit weniger Risiko ein als das Privileg Programm.

      Dennoch viel Spaß in Vietnam, aber um Dein kostenloses Verwöhnprogramm rund um den Abflug beneide ich Dich überhaupt nicht. Ich müsste ja permanent daran denken, dass ich mir dies völlig überteuert als Paket gekauft habe 😉

  3. Ich finde das Non Immi für Rentner ist doch ziemlich gut. Habe es seit jahren und die Kosten sind sehr günstig. Mein Mann (nicht standesamtlich) hat es jetzt auch und alles ist prima.

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