Leben in Thailand
Kokosnuss Affen Peta und Gutmenschen Chumphon Thailand

Ein Affentheater, nur warum?

Aktualisiert am 27. September 2022

Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt …

… kommt der Berg zum Propheten. Oft in Form von Protestbewegungen, Boykottaufrufen oder Demonstrationen, ist dies eine durchaus gute Sache. Nur zu gut sind Erfolge wie Wackersdorf, Brent Spar von Shell oder auch Fridays for Future in unserem Gedächtnis. Man muss nicht immer damit einverstanden sein, aber es wurde etwas bewegt. In diesem Beitrag wird auch etwas bewegt; es geht aber um Affen und Kokosnuss und alles dreht sich hierbei um das böse Thailand, PETA und die empörten Gutmenschen.

Menschen ja, Affen nein

Moment mal, Affen? Ja, PETA betreibt seit Mai 2020 eine Kampagne gegen Affen und Kokosnüsse. Genauer gesagt, ein Boykottaufruf von in Thailand durch Affen geerntete Kokosnüsse. Sehr viral im Land des Brexits, da mit Hilfe von Frau Carrie Symonds, ein typisch heuchlerischer Gutmensch. Wahrscheinlich kennen Sie die Dame nicht, jedoch kennen Sie Ihren Lebenspartner, Herrn Boris Johnson, ehemals Premier und Clown des Vereinigten Königreichs. Selbst die dort ansässige BBC musste erst den Bericht: Who is Boris Johnson’s fiancee? schreiben, um diese Dame den Briten näherzubringen.

Selbst Ende 2021, ist noch kein Ende in Sicht. Insbesondere in Deutschland lieben PETA, Gutmenschen und Supermarktketten die alternativen Fakten so sehr, dass einem der Vergleich mit den Querdenkern recht einfach fällt. Jetzt aber mal der Reihe nach.

Matt Abold

Mein Name ist Matt Abold und ich lebe seit 2009 als weißer Ausländer im Baan Metawi, in Chumphon, Thailand. Ich schreibe übers Auswandern und Überwintern und verbinde meine Beiträge oft mit sozial- und wirtschaftspolitischen Themen, die Thailand mit Deutschland und Europa vergleichen, in meiner Rubrik: Zeitgeistkritik.

Geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag: 13 Minuten

Supermärkte werfen Kokosnuss aus Thailand raus

Der Boykottaufruf von PETA galt Produkten aus Kokosnüssen von Thailand kommend. Dies findet man insbesondere im fruchtbaren Süden Thailands, wo die meisten Affen für die Ernte der Kokosnüsse eingesetzt werden. Ganz nebenbei hat auch der Schreiberling seit bald 15 Jahren seine Wahlheimat dort, siehe auch:

Immerhin hat es der über Soziale Medien heiß laufende Feldzug von PETA geschafft, sämtliche Produkte, bei denen Kokosnüsse aus Thailand verarbeitet wurden, aus vielen Supermarktregalen zu verbannen. Natürlich fast alle auf der Insel, in den Niederlanden. Vereinzelt auch USA und mit Verzögerung auch in Deutschland. Hier insbesondere Tegut und neuerdings auch REWE; mehr dazu weiter unten.

Kann denn alles Lüge sein?

Respekt, wenn es um gequälte, ausgenutzte und missbrauchte Nutztiere geht, sollten viele Mittel möglich sein, um dies zu verhindern.

Einzig, die Affen in Thailand werden nicht gequält. Sie leben in der Regel liebevoll und artgerecht bei den Familien, die sie besitzen. Auch alles Weitere, was PETA angeblich entdeckt hat, entpuppt sich als Halbwahrheiten, Verallgemeinerung einiger weniger schwarzen Schafe und schlichtweg als Lügen. Fast schon am lustigsten fand ich, dass PETA sich darüber erbost, dass besagte Affen an der Leine gehalten werden. Abgesehen von Hunden, Pferden, etc. sieht man auch ab und an Kleinkinder, die im Abendland an der Leine gehalten werden. Aber für diese Rassisten steht die Rasse der Affen über der Rasse der Menschen oder auch Hunde und Pferde. Dies ist im übrigen auch eine Definition von Rassismus; PETA erfüllt wirklich alle Definitionen dafür.

Ich kann nur darüber spekulieren, warum die empörten Rassisten von PETA dies machen. Vielleicht wurden PETA Mitarbeiter in Thailand mal vom Affen gebissen oder beim Fotoshooting gab es eine Fotobombe durch einen Affen? Jedenfalls musste es mittels einer Fabel von PETA gerächt werden. PETA schafft jedenfalls Alternativen für Fakten und hat natürlich keinerlei Konsequenzen zu fürchten.

Wer ist PETA eigentlich?

PETA ist eine fanatisch fundamentale Truppe, die ihre rassistische Ader freien Lauf lassen darf und sogar als gemeinnütziger Verein gilt. Warum? Wir erlauben dies bei Nazivereinen doch auch nicht! Was hat solch eine politische Entscheidung mit Freiheit und Demokratie zu tun? Hier meine ich nicht die lupenreinen Demokratien USA und Russland, sondern die vielen diversen Länder, die ausländische NGO’s wie PETA richtigerweise mit Argusaugen belegen. Natürlich nicht die moralisch aufgeplusterten Europäer, dort ist das Motto: viel Schein, wenig Sein. Mehr zum Thema Rassismus weiter unten und in diesen Beiträgen:

Fakten über Affen und Kokosnüsse helfen, dies gilt aber nicht für PETA und empörte Gutmenschen

Die Kokosnusspalme, der Sehnsuchtsbaum der Europäer, ist die pure Verkörperung tropischer Exotik. Es gibt kurze Sorten, aber auch bis zu 30 Meter hochwachsende majestätisch schöne Kokospalmen. Die Kokosnüsse bei den kurzen sind begehrt für ihr herrlich schmeckendes Wasser. Hierbei ist es noch relativ einfach, die Früchte vom Baum zu holen. Auf unserem Anwesen, Baan Metawi, habe ich selbst 6 dieser Kokosnussbäume vor Jahren gepflanzt und die Ernte ist üppig. Im Moment mach ich mich dabei bei der Ernte zum Affen … noch macht es mir Spaß.

Nicht zu Unrecht, wird die Kokosnusspalme auch die Königin der Bäume genannt, da sich absolut alles an ihr verwerten lässt und insbesondere gesundheitlich sehr viel zu bieten hat. Wahrscheinlich überraschend für viele, die Kokosnuss ist weltweit als Nutzpflanze am Aussterben! Das weltweite Durchschnittsalter wird zurzeit auf über 45 Jahre geschätzt. Bei einer Fruchtbarkeit von ca. 50 Jahren, bleibt da nicht mehr viel Zeit für lecker Kokosnusseis & Co. Die Begründung liegt im Übrigen im Austausch von Kokosnussplantagen seit gut 30 Jahren mit meist Ölpalmen, selbst diese werden bei uns vermehrt mit Durian ausgetauscht. Auch ein Thema, wo Fakten keine Rolle mehr spielen, näheres in den Beiträgen:

diverse Kokospalmen in Thailand, Gutmenschen aus Europa empören sich
Sehnsuchtsbaum, Kokosnuss Palme in Thailand
Tropen Kokosnusspalme, exotisch paradiesisch in Chumphon Thailand
Auch dies sind Kokospalmen und Kokosnüsse nur ohne Affen und PETA

Affen essen gerne Kokosnuss

Seit es Affen und Kokosnüsse gleichzeitig in Thailand gibt, also seit Jahrhunderten, konnte man sehen, dass die Makaken bei Hunger auf ganz natürliche Weise elegant auf die Bäume kletterten. Ein wahrer Augenschmaus wie geschickt die Affen die Kokosnüsse abdrehen. Oft zerplatzten diese beim Aufprall auf den Boden und die Affen hatten zu essen. Es gibt sogar Videobeweise, wo die Affen, ohne jemals von Menschen trainiert, Steine zur Hilfe nahmen, um Kokosnüsse und auch Muscheln zu öffnen. Von dummen Affen kann also keine Rede sein. Zwar ohne Affen, aber dafür auch um Wasserbüffel und Ochsen und doch viel Kokospalmen geht es den Beiträgen:

Kokosnüsse sind ein Wohlstandsfaktor

Affen werden in vielen Ländern als Erntehelfer für Kokosnüsse trainiert und als Nutztiere gehalten. Entgegen PETAs Behauptung, werden in Thailand Makaken nicht von den Plantagenbesitzern gehalten. Sie gehören Familien, die sich auf die Ernte von Kokosnüssen spezialisiert haben.

Verglichen mit Indonesien und Malaysia, gibt es in Thailand eine viel größere Anzahl von winzigen bis mittelgroße Plantageneigner und nur wenige Großgrundbesitzer. Zehntausende Eigentümer von Kokosplantagen verdanken der Palme ihren Aufstieg in die thailändische Mittelschicht. Warum höre ich dies nicht von den Rassisten bei PETA oder empörten Gutmenschen? PETA hat niemals ergebnisoffen recherchiert, sie wollten einfach mal wieder Aufmerksamkeit, egal mit welchen Mitteln, typisch rassistische Gutmenschen.

Dies gilt für Kautschuk, Palmöl, Durian und Kokosnüsse und alle 3 Länder sind in diesen 3 Kategorien die Weltmarktführer, siehe auch:

Affen so zu trainieren, dass diese als Experten bei der Ernte eingesetzt werden können, dauert Jahre und ist mit Risiken und hohen Kosten verbunden. Es gibt eigens dafür etliche Schulen in Thailand, die sich darauf spezialisiert haben. Wahrscheinlich überraschend für PETA, die meisten Affenschulen erlauben auch Besucher.

Die durchschnittliche Plantagengröße im Süden Thailands beträgt ca. 10 Rai. Dies entspricht 16.000 qm und bereits ca. 4 Rai sind ausreichend, um eine Familie zu ernähren. Diese Zahlen beziehen sich auf den Süden, da in anderen Gegenden Thailands die Erträge, wegen schlechteren Boden- und Klimaverhältnissen, bis zu 50 % geringer ausfallen. Lesen Sie auch:

Outsourcen der Ernte von Kokosnüssen durch Affen wird in Thailand praktiziert

Es lohnt sich also meistens nicht, für die eigene Plantage, Affen für die Ernte von Kokosnüsse zu halten. Daher gibt es hunderte von kleinen und kleinsten Familienbetrieben, die zwischen 2 und 4 Affen haben. Sie ziehen von Plantage zu Plantage, um die begehrten Kokosnüsse zu ernten. Pro Kokosnuss wird dem Plantagenbesitzer ein vorab verhandelter Stückpreis gezahlt. Danach werden die Kokosnüsse auf die in Thailand üblichen Pick-ups oder Salängs beladen, siehe hierzu auch:

Meist nachmittags kann man dann die vollen Landeflächen, auf denen die Affen und menschliche Erntehelfer gemeinsam sitzen, sehen und bestaunen.

Seit Jahren ist es für mich eine Faszination, bei der Ernte zuzusehen und es haben sich dabei auch Freundschaften gebildet. Dabei erfährt man dann, dass es bis zu 4 Jahren dauert, bis ein Affe voll ausgebildet ist und die meisten Kokosnüsse abdreht.

Anders als die Lügenkampagne von PETA, ist ein Tagespensum der Affen von 1.000 Kokosnüsse die absolute Ausnahme; 300 Nüsse am Tag sind eher normal. PETA nimmt gerne Extrembeispiele und verallgemeinert es dann einfach so. Bei Anzeichen von Ermüdung bei den Makaken, wird eine Pause im Schatten eingelegt. Ich selbst durfte mit ansehen, wie ein Jugendlicher mit einem Fächer einem Affen einen kühlenden Luftzug verschaffte. Auch wollen die Affen, ähnlich einem Kleinkind, ständig unterhalten werden.

Einzig bei Besuchern oder schaulustigen Touristen, wird darum gebeten, den Affen nicht zu nahezukommen. Fremde werde gerne von den Affen gebissen. Eine Narbe am Unterarm meiner besseren Hälfte zeigt eindrucksvoll, dass man schon Vorsicht vor den durchaus schön anmutenden Makaken haben sollte.

Makaken gehören zur Familie

Die Affen leben mit der Halterfamilie zusammen. Da sie von Natur aus neugierig und aktiv sind, müssen sie auch nach Feierabend beschäftigt werden. Es ist überhaupt nicht selten, mit Affen spielende Kinder zu sehen. Von diversen Nutztierhaltern kam immer die gleiche Information. Eine gute und vor allem stressfreie Behandlung der Affen sichert auf Dauer einen höheren Ertrag. Diametral unterschiedlich zur Behauptung von PETA. Wer dabei Tierquälerei sieht, für den ist jegliche Nutz- und Haustierhaltung eine Quälerei; wo wir nun langsam zum Pudels Kern kommen.

PETA und andere empört rassistische Gutmenschen haben bei ihrer extrem wahrheitsdehnenden und verfälschenden Kampagne wirklich den Vogel abgeschossen. Ähnlich wie Querdenker vermischt PETA gerne Halbwahrheiten, Lügen und dumme Annahmen und bieten dies dann den entsetzlich empörten Gutmenschen als einzige Wahrheit an. Kritiklos wird von denen alles angenommen und geteilt.

Was die Gutmenschen bei PETA gemacht haben, ist gleichbedeutend mit folgendem fiktiven Beispiel: Stellen Sie sich mal vor, das chinesische Staatsfernsehen interviewt den Faschisten Höcke und stellt dann, ihren 1.500 Millionen chinesischen Zuschauern in der chinesischen ARD, die Meinung von Höcke als die deutsche Leitkultur vor. Gefällt Ihnen nicht?

Hier ein paar nicht erfundene Beispiele: Sie haben sicherlich schon verdeckte Videos in industriellen Eierfabriken bzw. mehrstöckigen Kuh- und Schweineställen gesehen? Ganz zu schweigen von geschredderten männlichen Küken. Nur weil es gesetzlich erlaubt ist, ist es trotzdem zutiefst verachtenswert. Aber dies findet in Europa statt, der Heimat der empörten Querdenker und Gutmenschen und die will man sich doch nicht verdrecken lassen. Dann lieber das geistig Erbrochene rassistisch über Asien ausbreiten.

Europa ist bei Nutztierhaltung verachtenswert

Schwarze Schafe gibt es überall, auch bei den Millionen von Reitpferden in Europa, deren einziger Nutzen der Spaßfaktor vom Reiter ist. Es ist ja auch bekannt, dass ein Pferd eine Symbiose mit dem Reiter bildet und ohne könnte ein Pferd und meist die Herrin auch nicht existieren.

Sarkastisch ja, aber Haustierhaltung bzw. Pferdehaltung als Bespaßung ist schon eher typisch für die westliche Welt. Wir quälen ohnehin unsere bisweilen wichtigsten Nutztiere so sehr, dass die Stimmen vom Aussterben der Bienen immer lauter werden. Dank hierfür gilt der zügellosen gedopten und durchchemiekalisierten Landwirtschaftsindustrie.

Dass PETA wahrscheinlich gegen jegliche Form von Nutztierhaltung ist, ist klar. Warum folgen aber so viele empörte Gutmenschen kritiklos Boykottaufrufe gegen das rund 10.000 km entfernte Thailand? Abgesehen vom gar nicht so geringen wirtschaftlichen Schaden, reagieren mittlerweile alle dem Schreiberling bekannten Affenbesitzer sehr empfindlich auf PETA. Selbst mir wurde es nicht mehr gestattet, ein Video über die Affen, während sie Kokosnüsse ernten, zu machen. Zu groß ist die Angst vor boshafter Verleumdung aus Europa. Gehört es doch mittlerweile zum guten Ton, wenn europäische Gutmenschen und politische Mietmäuler den Zeigefinger hoch gegen oft asiatische Länder halten, nur um vor ihrem eigenen erbärmlichen Versagen abzulenken. Folgende Beiträge nehmen sich dieser Problematik an:

Nutztierhaltung ist gut, nein schlecht, nein gut

Interessanterweise veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung Mitte Juli 2020, also genau zu der Zeit, wo die PETA Kampagne in Großbritannien ihren Höhepunkt hatte und nach Deutschland schwappte, folgenden Artikel: Pferd statt Traktor. Hierin ging es darum, dass Nutztiere viel klimaschonender als die entsprechenden Landwirtschaftsmaschinen sind.

Eigene Recherchen u.a. bei ZukunftsFähig e.V. waren sehr aufschlussreich. Zum einen basiert industrielle Landwirtschaft auf Verbrennung von großen Mengen subventioniertem Diesel und „das Gewicht der Traktoren und die Vibration der Motoren führen zu einer Verdichtung des Bodens. Das Bodenleben wird zerstört, Regen läuft als Oberflächenwasser ungenutzt ab und der ökologische Anbau von Gemüse wird nahezu unmöglich“.

Gut dazu passt auch die Müllabfuhr in Brüssel, wo ein Stadtteil Pferde als KFZ zur Müllabfuhr verwendet. Beides wird nicht von PETA und den Empörten mit einem Shitstorm belegt, warum? Es handelt sich ja um europäische und nicht asiatische Beispiele. Noch ein paar weitere: Pferdemetzger, Fiaker, jede Art europäischer Massentierhaltung, Zoos, Schafherden mit Schäfer, Brieftauben, Büffelhaltung für Mozzarella, Iberico und Parmaschinken stammt ja auch von einem Tier oder schlachten von jungen Kühen, also Kälber fürs Wiener Schnitzel und hunderte weiterer Beispiele.

Besser vor der eigenen Haustüre kehren aber Thailand wegen Kokosnüsse diskriminieren ist einfacher

Für kleinere europäische Bauern wäre dadurch der Einsatz zum Beispiel von Pferden beim Pflügen der Äcker, wirtschaftlicher und vor allem natur- und klimaschonender. Da aber die EU de facto industrielle Großbetriebe bevorzugt, ist es im Moment noch sehr schwierig ein Umdenken zu erreichen. PETA forderte in ihrem Vernichtungsfeldzug gegen Kokosnüsse aus Thailand, den Einsatz von Maschinen bei der Ernte oder der Mensch soll es selbst machen.

Nun meine Frage an PETA, empörte Gutmenschen und Mietmaulpolitiker: Wenn Sie wissen, dass artgerecht gehaltene Nutztiere dem Klima weniger schaden als Maschinen, Sie aber Nutztiere bekämpfen, sind Sie dann nicht per Definition ein Fan der Zerstörung unseres Klimas? Oder wollen Sie auf Landwirtschaft gänzlich verzichten? PETA, Tegut, REWE, etc. sind querdenkende Klimaschweine mit einer sehr rassistischen Ader.

Unternehmen per se, haben weder Werte noch Moral

Keine Überraschung für die geldgeilen Supermärkte, die eifrig thailändische Kokosnussprodukte aus ihren Regalen verbannten. Der Oberheuchler ist wohl Tegut und seit Ende 2021 auch REWE. Tegut stellt sich gerne in der Presse als moralischer Leuchtturm hin und informiert mich per E-Mail folgendermaßen:

„… Wir haben Ihre Worte an unser Qualitätsmanagement weitergeleitet und werden diese nach Möglichkeit vor Ort prüfen lassen. Bis zur vollständigen Klärung des Sachverhaltes haben wir die betroffenen Produkte der Marken jedoch ausgelistet. …“

Tegut, Kundenbetreuung

Zum einen lese ich daraus, dass Tegut die Anschuldigungen von PETA nie überprüft hat und zum anderen warte ich seit 14 Monaten auf eine zugesicherte Antwort von Tegut aufgrund meiner 2. E-Mail an das Unternehmen. Mein Vorschlag für einen Slogan: Tegut, kommt nicht gut – gefällt wahrscheinlich nur mir selbst.

Über REWE schreibt PETA: „Köln / Stuttgart, 21. September 2021 Nach Gesprächen mit PETA hat REWE die Kokosmilchmarke Chaokoh aus dem Sortiment genommen. Der Einzelhändler, der von der Tierrechtsorganisation 2021 als „Veganfreundlichster Supermarkt“ beim „Vegan Food Award“ ausgezeichnet wurde, stellt sich damit entschieden gegen die Ausbeutung von Affen in Thailand“. Wie bei Tegut, nur nach Gesprächen mit PETA, also ohne sich mal die andere Seite vor Ort anzuschauen und nur auf alternative Fakten zu hören.

Die meisten Kapitalunternehmen hatten noch niemals ein Rückgrat. Sie wenden sich dem zu, wo am meisten Profit realisiert wird und das Markenimage am wenigsten leidet, um Ersteres zu erreichen. Werte und Würde gibt es nur auf deren Hochglanzbroschüren, praktiziert wurden diese noch nie, siehe passend hierzu: Deutsche Bank, Verbrechen aus Leidenschaft

Was Supermärkte machen, ist purer Rassismus

Seitens der Supermärkte gibt es auch eine diskriminierende, sogar rassistische Komponente. Wir wissen alle, wie entsetzlich die Zustände in deutschen und europäischen Kuhställen, EU-konformen Legebatterien und berüchtigten NRW Schlachthöfen sind. Wir quälen nicht nur die Tiere, sondern die meist osteuropäischen Arbeiter beuten wir mitten in Deutschland auch aus. Während Covid-19 besonders transparent für alle zu sehen bei Tönnies oder den Erntehelfern von Mamming. Eventuell auch für Sie interessant:

Warum werden dann nicht konsequenterweise das Fleisch, die Milchprodukte oder die Eier solcher Hersteller aus den Supermärkten verbannt? Selbiges gilt auch für Obst und Gemüse, bei denen Nutztiere behilflich waren. Wenn es nicht diskriminierend und rassistisch ist, warum dann nur thailändische Kokosnussprodukte?

Affen als Nutztiere, oder sollte ich besser sagen, als Versuchskaninchen. Darüber konnten Sie Anfang 2020 oft lesen, denn bevor es zu Menschenversuchen bei der weltweiten Impfstoffsuche gegen SARS-CoV-2 kam, werden tausende, meist Affen, für Versuche hergenommen. Zugegeben, PETA ist auch dagegen – wie alles was Tiere anbelangt. Siehe hierzu auch: Blödes Schwein oder coole Sau, was denn jetzt?

PETA sind querdenkende Rassisten, denen das Klima egal ist

Für PETA sollten Menschen und nicht Affen, die überaus gefährliche Ernte von Kokosnüsse von hohen Bäumen machen. Oder eben Maschinen, die die Böden noch weiter verdichten, so wie in Europa. Dadurch werden Klimakatastrophen verstärkt, da Wasser nicht mehr in die Böden eindringen kann und Fluten sich einfacher bilden können.

Warum darf PETA ein gemeinnütziger Verein sein? Ungehindert und ungefiltert darf PETA Lügen und Halbwahrheiten im Netz verbreiten, ohne je dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Bei den simplen Gutmenschen kommt dies natürlich sehr gut an. Warum nicht mal PETA als Versuchskarnickel hernehmen und denen die Gemeinnützigkeit aberkennen? PETA ist purer Rassismus, ganz einfach.

Übrigens hat die Süddeutsche Zeitung vor kurzem ein Video veröffentlicht. Ich bin zwar nicht mit allem einverstanden, was der Autor sagt, aber es kommt der Wahrheit bei der Thematik mit den Affen und Kokosnüssen in Thailand schon sehr nahe, klicken Sie hier.

Supermärkte, PETA und die alles gläubigen – dadurch dann auch gefährlichen – Gutmenschen mit einem wirklichen Faktencheck zu konfrontieren, ist wie Perlen vor die Säue werfen. Viel besser trifft es aber das sinngemäß übersetzte thailändische Sprichwort hierzu: dem Affen Edelsteine geben … wie passend.

Mehr zum Thema Auswandern? … dann …

Matt als Comic

Sozial- und wirtschaftspolitische Themen, die oft Thailand mit Deutschland und Europa vergleichen, finden Sie unter der Rubrik Zeitgeistkritik im Menü. Sind es doch gerade die Bereiche, die mir ein paradiesisches Leben hier in Chumphon, Thailand bereiten.


Kokosnusspalme und Meer

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13 Kommentare

  1. Hallo Matt,
    schön von Dir zu hören.
    Ich finde Deinen Artikel klasse, da er einmal mehr die Scheinheiligkeit entlarvt und zeigt, dass der gesunde Menschenverstand immer mehr der reinen Ideologie weicht.
    Alles Gute Euch!
    LG, Björn

    1. Ist doch schön, dass wir nach so vielen Jahren wieder Kontakt haben. Solche Beiträge kommen öfters; ich gebe den empörten Gutmenschen in den Artikeln den Platz, den sie verdienen. Viele Grüße auch an die Family. Matt

  2. Hallo Matt,
    Dein Artikel spricht mir aus der Seele! Mir geht diese Heuchelei auch gehörig auf die Nerven.
    Weiter so!
    Viele Grüße, leider immer noch aus D
    Stephan&Gan

  3. Hallo Matt, sehr guter Artikel bin begeistert über Deine Ausführungen und Erklärungen. Ist ja logisch, dass wir keine Ahnung davon haben wie Thailand funktioniert. I bin beeindruckt und möchte ja noch viel mehr davon kennenlernen.
    Mit der erst besten Möglichkeit werde ich kommen.🙂 liebe Grüsse Lis

  4. Vielen Dank für deinen Beitrag. Ich konnte die hübschen Affen mehrmals auf meinen Reisen in Thailand bewundern Ich bin ganz auf deiner Linie wegen Peta. Ja die Affen werden an der Leine gehalten, so wie auch Millionen Hunde in Europa. Aber dabei von Tierquälerei zu sprechen ist schon frech von denen.
    Ich habe leider keine sozialen medien, dann würde ich allen meinen freunden deinen Artikel schicken.
    Ich wäre jetzt gerne in Thailand, bei uns wütet gerade wieder Corona.
    Viele Grüße

    Hilde

  5. Lieber Matthias,
    vielen lieben Dank für speziell diesen Beitrag. Er spricht mir in allem was PETA betrifft „aus der Seele“. Meine innere Zerissenheit zwischen Aufbegehren und Resignation wird jedes Mal stärker, wenn ich Derartiges lese. Nun beleuchtest Du hier nur EIN BEISPIEL für unsere verlogene, profitdominierte und faktenignorante Weltgesellschaft. Die Wahrheit will niemand so genau wissen, da läuft die mediengläubige Menge lieber Halbwahrheiten hinterher und beruhigt mit dem Kauf sogenannter Bio-Artikel ihr Gewissen. Und um nicht nur zu meckern: ich wäre dabei, die entscheidungskompetete Führungsebene von TEGUT öfter einmal zum Thema zu ermahnen, gib mir doch bitte mal den Kontakt.
    Alles Gute!, Friedemann

  6. Voll meine Meinung!! Ich kann die Supermärkte nicht verstehen, die sich von PETA unter Druck setzen lassen!!!🙀Hat denn nicht einer von denen einen Hund zu Hause, an der Leine natürlich!!🙏Oder ein Pferd??!! Also PETA, haltet den Ball flach und kehrt vor Eurer eigenen Haustür!

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