Leben in Thailand
Isthmus von Kra

Wenn Weltpolitik nach Chumphon kommt

Aktualisiert am 8. Oktober 2021

Was ist eigentlich ein Isthmus?

Ein Isthmus ist eine Landenge. Wenn dieser zudem noch geopolitisch von Interesse ist, dann wird oft damit kokettiert einen Schifffahrtskanal zu bauen. So wird dann auch auf Wikipedia eine Liste von Isthmen weltweit gezeigt. Natürlich findet sich dort auch der Isthmus von Kra am Golf von Thailand und der Andamanensee (siehe Karten weiter unten). Dies alleine wäre kaum erwähnenswert, erst der Bau eines Kanals hier in Chumphon macht den Isthmus von Kra zu einem Spielball geopolitischer Machtspiele.

Wenn ich schon in so einem geopolitischen Hotspot lebe und zusätzlich einen Blog betreibe, was liegt dann näher, als auch meinen Senf dazu abzugeben 555 (Falls Sie es interessiert, was es mit dem 555 auf sich hat, lesen Sie dazu den Beitrag: Die Abkürzung K).

Matt Abold

Mein Name ist Matt Abold und ich lebe seit 2009 als weißer Ausländer im Baan Metawi, in Chumphon, Thailand. Ich schreibe übers Auswandern und Überwintern und verbinde meine Beiträge oft mit sozial- und wirtschaftspolitischen Themen, die Thailand mit Deutschland und Europa vergleichen, in meiner Rubrik: Zeitgeistkritik.

Geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag: 14 Minuten

Bilder zum Isthmus von Kra sind besser als Worte

Ich kann viel über den Isthmus von Kra Kanal in Chumphon schreiben, Karten machen es aber gleich viel verständlicher.

Istmust von Kra Asienkarte leben in Thailand Chumphon
Isthmus von Kra, leben in Thailand

Was bedeutet dies nun?

1869 wurde der Suezkanal in Ägypten eröffnet und revolutionierte damit Handel und Flottenbewegungen zwischen Europa und Asien. Der Panamakanal wurde 1914 eröffnet und hat seitdem die gleiche Bedeutung in Bezug auf Seefahrt zwischen Atlantik und Pazifik. Welche Bedeutung würde der Kra Kanal haben?

Berichten zufolge gab es bereits erste Überlegungen für einen Isthmus Kanalbau in Chumphon vor 1.000 Jahren. Dies hängt mit dem alten Srivijaya Reich zusammen. Noch weiter in der Vergangenheit grabend, könnten die recht umfangreichen Höhlen von Rap Ro in Chumphon, ca. 30 km von unserem Zuhause, Baan Metawi, entfernt, Hinweise auf eine natürliche Wasserverbindung zwischen den beiden Meeren geben. Es konnten dort prähistorische Siedlungen nachgewiesen werden. Zu einer Zeit, als, laut Aussage des dortigen Höhlenführer und meiner diesbezüglichen nicht wirklich sattelfesten thailändischen Sprachkenntnisse, die beiden Meere durch Wasser verbunden waren. Die Höhlen wurden quasi als Ferienwohnungen am Meer genutzt.

Kurz abschweifend: In meinem Beitrag: Chumphon, ein magischer Ort und mein Paradies argumentierte ich unter anderem, dass Chumphon so klasse ist, weil es keine Touristen gibt. Die lokale Bevölkerung zeigt auch kein großes Interesse am Tourismus. Ich habe noch nie eine so hohe Anzahl von richtig tollen Attraktionen gesehen, die kaum einer kennt. Manchmal überhaupt nicht oder nur minimal werden Strände, Berge, Dünen, Inseln, Höhlen, etc. beworben. Vieles habe ich zufällig, durch immerhin gut 40.000 km Radfahren seit 2009 in Chumphon entdeckt. Dazu gehören über 10 Höhlen, teils mit noch nicht voll erkundeten Bereichen in wunderschönen Dschungelgegenden. Selbst auf Google deutet nichts darauf hin, dass dies in Chumphon etwas Besonderes wäre. Lesen sie einfach mal: Exotische Strände in Chumphon sind normal …

Die jüngere Vergangenheit

Seit gut 400 Jahren wird – nicht nur in Thailand – darüber debattiert, ob ein Kanal am Isthmus von Kra, zwischen Chumphon und Ranong, gebaut werden kann und soll. Die früheren Kolonialmächte Frankreich und Britannien, die sich rings um Thailand breitgemacht hatten, gaben etliche Machbarkeitsstudien in Auftrag. Technisch war es wohl ab dem 19. Jahrhundert möglich, so einen Kanal zu bauen. Es wurde immer wieder neu diskutiert und verworfen.

Hier zeigte sich auch ein weiteres Mal, wie geschickt Thailand die Imperialisten Frankreich und Britannien gegeneinander ausspielte. Letztendlich gelang es Thailand auch dadurch unabhängig zu bleiben und damit niemals eine Kolonie gewesen zu sein.

Auch im 2. Weltkrieg ging es um den Kanal

Im 2. Weltkrieg wurde Thailand mehr oder minder als alliiert zu Japan gezählt. Die Japaner sind unter anderem in Chumphon eingefallen. Nach der 5-stündigen Invasion, ergab sich Thailand und ging unter Zwang einen Militärbund mit Japan ein. Bekannt wurde das ganze bis heute in dem extrem diskriminierenden Film „Die Brücke am Kwai“.

Bei den Friedensverhandlungen war Britannien der wirtschaftliche Nutzen des Hafens ihrer Kolonie Singapur extrem wichtig. Es forderte von Thailand, niemals den Isthmus von Kra Kanal in Chumphon zu bauen. Es gibt sogar Gerüchte, dass Singapur vor etlichen Jahrzehnten, da schon nicht mehr Kolonie von Britannien, Thailand 2 Milliarden Dollar bezahlt hat, nur um den Bau des Kra Kanals zu verhindern.

Ein geographisch geteiltes Thailand ist für Thailand seit langer Zeit der Hauptgrund keinen Kanal zu bauen. Bis vor wenigen Jahren blieb es ein reines Gedankenspiel, heutzutage ändert sich hierbei merklich etwas. Aber es gibt für einen Kanal auch technische und insbesondere umweltzerstörende Herausforderungen. Es war mir bisher nicht klar, dass der Meeresspiegel der Andamanensee unterjährig bis zu 3 Meter höher sein kann, als im Golf von Thailand. Mir ist ohnehin nicht klar, warum überhaupt die Meeresspiegel, unabhängig von Ebbe und Flut, sich nicht nivellieren. Vielleicht liest hier ja ein Ozeanograph mit, der mir dazu schreiben kann.

Was bedeutet das Kra beim Isthmus?

Kra steht für die kleine Stadt Kraburi in der Provinz Ranong. Von dort sind es gerade mal gut 40 km zum Golf von Thailand in Chumphon, daher auch Isthmus. In Kraburi beginnt auch ein natürlicher Meereskanal, der zum einen in die Andamanensee führt und zum anderen auch den Grenzverlauf von Thailand und Myanmar entspricht. Übrigens haben viele Städte in Thailand die Wortendung „Buri“. Dies kommt unserer Burg-Endung (Würzburg, Harburg, Oldenburg, etc.) sehr nahe, da es in den Buri-Orten eine Festung bzw., Stadtmauer gab.

In den letzten Jahrzehnten wurden aber auch Kanal- und andere Baulösungen unter dem Namen Isthmus von Kra diskutiert, die Teils hunderte Kilometer südlich vom eigentlichen Isthmus von Kra liegen. Nur unter diesen Gesichtspunkt kann man die Autobahn Nr. 44 die mehr oder weniger gerade vom Golf von Thailand in der Provinz Surathani zur Andamanensee in der Provinz Krabi gebaut wurde, verstehen. Es gibt dort keinen normalen Mittelstreifen, sondern einen über 50 Meter breiten. Vorgesehen war der Bau einer Eisenbahnlinie und auch eines Kanals, zwischen den Fahrbahnen. An den jeweiligen Enden sollten Tiefseehäfen gebaut werden. Nur die Straße existiert, alles andere ist seit Jahren auf Eis gelegt. Jedenfalls ist die Fahrt auf dieser Straße für mich bis heute sehr seltsam.

Nachfolgend einige Bilder vom Isthmus und der Meerenge:

China hat ein überragendes Interesse am Isthmus von Kra

Chinas Interesse an einem Kanal am Isthmus von Kra, hier in Chumphon, ist sehr vielschichtig. Vordergründig ist natürlich die wirtschaftliche Bedeutung. Berechnungen gehen von einer Einsparung bei einem Containerschiff von rund 500.000 US Dollar aus. Bei 80.000 bis 100.000 Schiffsbewegungen pro Jahr durch die Straße von Malakka – die derzeitige Hauptschifffahrtsrute, vorbei am Hafen von Singapur – macht dies eine enorme Ausgabensenkung aus.

Hieraus erklärt sich Thailands wirtschaftliches Interesse, da die Gebühr für eine Durchquerung wohl nicht unter 100.000 US$ liegen würde. Zum Vergleich, eine Durchquerung des Panamakanals für ein großes beladenes Containerschiff kostet mittlerweile rund 1 Million US$. Bei der hohen Anzahl an Schiffsbewegungen von und nach China, ist es kein Wunder, dass der Druck seitens China auf Thailand zunimmt.

Wesentlich geringer wäre die zeitliche und finanzielle Einsparung, wenn anstelle des Isthmus Kanals in Chumphon nur ein Transport der Container über den Landweg, Straße oder Eisenbahn, erfolgt. Dies ist bisweilen die Variante, die seitens von Thailand am meisten diskutiert wird. Es beinhaltet eine Art Kompromiss, wo Thailand einen immer noch großen wirtschaftlichen Nutzen hat, dass Land nicht zweiteilen muss und China ein wenig besänftigt werden kann.

China denkt in Jahrhunderten, wo wir in Monaten re(a)gieren

Chinas OROB (One Road One Belt) Initiative hat aber auch strategische militärische Komponenten. Ein unter chinesischem Einfluss stehender Hafen am Golf von Thailand würde China einen Stützpunkt in der Nähe des umkämpften Südchinesischen Meeres geben. Auch würden der Isthmus Kanal der chinesischen Flotte direkten Zugang zum Indischen Ozean verschaffen. Die jüngsten Scharmützel zwischen China und Indien in einer umstrittenen Kaschmir Grenzregion erhöhen die Brisanz des Projekts erheblich (mehr dazu, klicken Sie hier).

China hatte mit Hong Kong 150 Jahre Geduld bewiesen und der Welt gezeigt, dass es inzwischen am längeren Hebel sitzt. Eben diese Geduld zahlt sich jetzt für China aus, wahrscheinlich aber auch nur für China. Dies führte in den letzten Dekaden auch zu immensen Spannungen bei den Anrainerstaaten des Chinesischen Meeres gegenüber China, sowie auch mit Indien.

Vor etlichen Jahren wollte China 30 Milliarden US$ für den Bau des Isthmus Kanals, beginnend in Chumphon ausgeben. Dies beinhaltete aber auch eine quasi Kontrolle des Kanals durch China. Thailand lehnt dies bisher immer mehr oder weniger entschieden ab. Die thailändische Armee ist wohl in ihrer Effektivität eher mit der Bundeswehr zu vergleichen. Bei der chinesischen Armee handelt es sich aber um professionelle und gut ausgerüstete Truppen und nebenbei bemerkt mit 2,8 Millionen Soldaten um das größte Militär der Welt.

Südostasiens Dilemma

Für Thailand und eigentlich ganz Südostasien bleibt da nur die Suche nach Kompromissen. Der zurzeit am häufigsten diskutierte Kompromissvorschlag, ist der Bau von zwei Tiefseehäfen, einen in Chumphon und einen in Ranong, aber kein Kanal. Dazwischen soll eine mehrspurige Eisenbahn die Container transportieren (näheres dazu, können Sie hier lesen). Die Autobahn Chumphon nach Ranong befindet sich bereits seit zwei Jahren im Ausbau. Der Beitrag: Vom Pazifik zum Indischen Ozean und zurück beschreibt meine Fahrradtour eben entlang des Isthmus und der sich anschließenden Meerenge.

Die vergebliche Suche nach Partnern bei den verbleibenden Machtblöcken USA und Europa, zeigt das wahre Dilemma, in dem sich Thailand, wie auch jedes andere Land in Asien gegenüber China befindet. Eventuell hierzu interessant: Südostasien, was bedeutet dies eigentlich?

Europa und USA ist Asien mit 4 Milliarden Menschen egal

Warum erwärmt sich Thailand wider Willen in jüngster Vergangenheit mehr und mehr für den Isthmus von Kra Kanal nicht nur in Chumphon?

Erst unter dem Gesichtspunkt des Isthmus von Kra Kanals entfaltet sich auch die gesamte Wirtschaftskraft einiger Großprojekte, wie die Tiefseehäfen Haiphong in Vietnam und Dawei in Myanmar. Für Thailand wird es wirtschaftlich sicherlich ein Gewinn werden und Europa ist auch hier selbstverständlich außen vor.

Recht flapsig ausgedrückt, die USA zeigte unter Trump kein Interesse an Asien und mehr oder weniger auch an jedem anderen Land der Welt. Europa indessen hebt nur immer den moralischen Zeigefinger. Amateurhafte Aussagen von Herrn Maas bezüglich Demonstrationen in Thailand in jüngster Vergangenheit, reihen sich lückenlos in das extrem diskriminierende und heuchlerische Handeln der EU in den letzten Jahren ein.

Ein Musterbeispiel von Inkompetenz

Herr Maas stellt nicht nur mit diesen Aussagen eindrucksvoll klar, dass er mit großem Abstand zum inkompetentesten Außenminister, den die Bundesrepublik Deutschland je gehabt hat, gelten darf. Wir spielen nun mal politisch in der Kreisliga. Wir können weltpolitisch nur noch westliche Werte hochhalten, die sich mittlerweile so weit von asiatischen Werten entfernt haben, dass wir bestenfalls noch Schadensbegrenzung betreiben können.

Dies bedeutet stark verkürzt: Europa und insbesondere Deutschland sind geprägt vom Nationalsozialismus. Die Freiheit des Einzelnen ist Europa mehr wert, als das Wohlergehen der gesamten Gesellschaft. Das haben wir aus dem Leitprinzip des Nationalsozialismus „Du bist nichts, dein Volk ist alles!“ hinreichend gelernt. Glücklicherweise hatte und hat Thailand niemals eine braune Kacke und formuliert das Wohl der Gesellschaft durch Achtsamkeit und Rücksicht auf andere, wie bei vielen Staaten hier in Asien.

Aktives Mitgestalten einer Weltpolitik mit europäischen Einschlag, wird wohl auf Jahrzehnte Wunschdenken bleiben. Ein wenig gesunder Menschenverstand, siehe Beitrag: Der gesunde Menschenverstand, täte uns allen gut; dieser ist aber gesellschaftlich und politisch in der westlichen Welt ein Auslaufmodell. Vielleicht finden sie nachfolgende Beiträge thematisch passend:

Die EU hätte es in der Hand gehabt, jetzt kann sie nur noch reagieren

Angesichts des als antidemokratisch kritisierten Verhaltens der thailändischen Regierung, erwägt Maas auch für einen Stopp der EU-Freihandelsgespräche mit Thailand einzutreten. „Ich halte das tatsächlich für eine Option“, sagte er laut Handelsblatt. Er plädierte zugleich dafür, das mögliche Handelsabkommen als Druckmittel einzusetzen, um Thailands Führung zu einer Verhaltensänderung zu bewegen.

Sein Verhalten und insbesondere das der EU, wird in den nächsten Jahrzehnten Europa hunderte Milliarden an Wirtschaftsleistung und Millionen an Arbeitsplätzen kosten. Unsere politischen Eliten pflanzen dadurch weitere Samen, um der rechten Kacke in Zukunft noch mehr Auftrieb zu geben. Aber Hauptsache der Anzug von Herrn Maas sitzt!

Hier einige Beiträge, die in ein ähnliches Verhalten von Europa beschreiben:

Europa hat sich selbst in eine ausweglose Lage manövriert

In Afrika hat Europa über hunderte von Jahren gewütet. Es wurde auch nie Wesentliches, trotz gut 50 Milliarden Euro Entwicklungshilfe, zur Wiedergutmachung und zum Aufbau selbstlernender wirtschaftlicher und politischer Strukturen beigetragen. China hat letztendlich auch kein anderes Interesse an Afrika, als an die Rohstoffe heranzukommen. Durch Geschick und egoistischer Weitsicht von China, ist heutzutage Afrika mehr oder weniger fast in chinesischer Hand. Auch für diese stark zunehmenden Warenströme wird der Isthmus von Kra Kanal für China immer wichtiger. Traurig und leider bestes Beispiel für die politische Inkompetenz der Abendländer ist die Flucht aus Afghanistan im August 2021.

In Europa hingegen sind wir an jeder Milchkanne und jeden noch so großen Deppen in den USA interessiert. Bei den deutschen und europäischen Medien ist dies schon krankhaft. Der Durchschnittseuropäer hingegen kann nicht mal fünf Städte in China aufzählen und weiß über chinesische Politik praktisch gar nichts. Es kommt nicht von ungefähr, dass die große Mehrheit der Europäer in recht dümmlicher Arroganz in Asien unterentwickelte Länder sieht. Europäer fühlen sich den Asiaten bei weitem überlegen; fast eine Definition des Wortes: Hybris. Amateurpolitiker und eine völlig versagende 4. Gewalt beschleunigen Hand in Hand Europas Abstieg.

RCEP, ASEAN, TPP und APTA bedeuten Europa nichts

Nur so ist es zu erklären, dass nach fast einer Dekade intensiver Verhandlung, 2 Milliarden Menschen dem Handelsabkommen RCEP beigetretenen sind. Außer bei den ASEAN Staaten, klaffen politische, militärische und wirtschaftliche Interessen extrem weit auseinander. Die westliche Welt hat sich insbesondere von Südostasien verabschiedet. Den einzelnen Ländern hier bleibt daher nicht viel anderes übrig, als sich dem Riesenreich China anzunähern.

Wirtschaftlich macht es China ihnen auch leicht, aber jedem einzelnen Land ist natürlich bewusst, was dies auf lange Sicht bedeutet. Millionen chinesischer Touristen können sehr leicht als politisches Druckmittel durch China genutzt werden. Ganze Ernten von Durianfrüchten, werden von chinesischen Handelshäuser für Jahre, zu einem Preis weit über dem Weltmarktpreis, aufgekauft (siehe hierzu: Reichtum durch Durian – Pfui Deife!). Ähnlich auch mit vielen anderen Produkten in Thailand und auch in ganz Südostasien. Wer ausschert, bekommt von China sehr schnell die Rechnung. Tagesaktuell kann Australien hiervon ein Lied singen (hier geht es zum Artikel des Deutschlandfunk).

Es ist symptomatisch für Europa, dass im November 2020 das weltgrößte Handelsabkommen unterzeichnet wurde und keinem europäischen Mietmaulpolitiker ist in den Sinn gekommen, sich bei den über 8 Jahren anhaltenden Verhandlungen einzubringen und eventuell sogar mit gestalten zu können.

RCEP ist auch deswegen zustande gekommen, da Europa an Asien mit Desinteresse glänzt. Länder wie Thailand wenden sich langsam von Europa ab und hin zu China. Dies muss nicht gut für Thailand sein, aber für Europa wird es unter keinen Umständen positiv ausgehen.

Isthmus von Kra Kanal in Chumphon? Kristallkugel, Teeblätter- oder Kaffeesatzlesen

Ob Thailands Panamakanal am Isthmus von Kra bei uns in Chumphon oder ein Überlandkanal oder weitere 400 Jahre Bedenkzeit kommen werden, wird hoffentlich in meinem Leben keine wichtige Rolle mehr spielen. Mein Paradies, welches ich im Beitrag: Chumphon, ein magischer Ort und mein Paradies beschrieben habe, würde dann alles Magische verlieren.

Wahrscheinlich würden wir dann wirtschaftlich reich sein. Die einmalige Lebensqualität hingegen ginge dann zu Grunde, also eine Horrorvorstellung. Im Beitrag: Auf zum Cabana Beach geht es um unseren Aushängestrand in Chumphon, dort in der Nähe, würde dann wahrscheinlich der Tiefseehafen gebaut; daher halten Sie die Daumen, dass in den nächsten 50 Jahren diesbezüglich nichts passiert. 555

Es wird aber zumindest zur Zeitenwende gehören, wenn nicht Auslöser dieser sein, wo die westliche Welt und ihre Ideale, der asiatischen Welt und den doch sehr unterschiedlichen Wertvorstellungen weichen werden. China lässt sich nicht mehr aufhalten und durch unser Verhalten machen wir es dem chinesischen Machtstreben sehr einfach.

Mehr zum Thema Auswandern? … dann …

Matt als Comic

Sozial- und wirtschaftspolitische Themen, die oft Thailand mit Deutschland und Europa vergleichen, finden Sie unter der Rubrik Zeitgeistkritik im Menü. Sind es doch gerade die Bereiche, die mir ein paradiesisches Leben hier in Chumphon, Thailand bereiten.


Kokosnusspalme und Meer

Leben in Thailand – Der Blog …
… der Auswandern und Überwintern einfach macht.

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2 Kommentare

  1. Lieber Matt,

    Alle Deine Ausführungen kann ich in jedem Wort und Artikel von Dir nur bestätigen und unterstreichen, ich könnte es nur nicht so gelassen und gemässigt ausdrücken.
    Ich habe berufsmäßig und privat viele Jahre in Asien und speziell in Thailand (HuaHin) verbracht … es ist aus allen Perspektiven der beste Ort der Welt. Die Arroganz der ungebildeten und gar dummen Mehrheit speziell in Europa und USA ist nicht zu toppen (trotz Bachelor Abschlüssen).
    Entsprechendes gilt für die politische und gesellschaftliche Führung ….. Inkompetenz, Gier, Verantwortungslosigkeit und Dummheit….. der Cocktail für Ministerämter.
    Wäre nicht der Pandemie Wahnsinn hätte ich mich auch dort aufgehalten.
    Schreib bitte weiter…. es ist eine Wohltat von Gleichgesinnten zu hören…. und man weiss dass man nicht der Einzige ist der so denkt.

    Alles Gute

    Thomas

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