Leben in Thailand
kulturschock thailand, land des laechelns

Kulturschock Thailand – Meine Top 10 Hitliste

Für viele Europäer ist Thailand beim ersten Aufenthalt faszinierend, exotisch – aber auch irritierend, widersprüchlich und anstrengend, dabei kommt es manchmal auch zum Kulturschock Thailand. Wenn Sie dann mal im Land des Lächelns leben, tauchen immer wieder kulturelle Unterschiede auf. Die Art und Weise, wie Sie damit umgehen, bestimmt dann Ihre Lebensqualität.

Thailands Straßenverkehr wirkt chaotisch, das tägliche leben ist oft laut und der Thailänder improvisiert gerne. Ordnung scheint kein zentraler Wert zu sein. Gleichzeitig werden Buddhismus und Monarchie streng respektiert. Unabhängig von individuellen Verfehlungen gelten diese Institutionen als unantastbar. Genau diese Gegensätze lösen bei Europäern häufig einen Kulturschock aus. Für mich es es ein typischer Same Same but different Widerspruch.

Europäische Erwartungen werden in Thailand stärker infrage gestellt als bei Reisen innerhalb Europas. Unsere Denkweise ist bis heute geprägt von Griechenland und Rom – von Recht, Struktur und individueller Durchsetzung. Thailand hingegen wurde – mit Ausnahme Japans – nie kolonialisiert. Das ist kein Zufall und prägt bis heute Politik, Gesellschaft und zwischenmenschliche Beziehungen.

Thailand ist flexibel, pragmatisch, kennt wenig Besitzstandswahrung und praktiziert seit Jahrhunderten Realpolitik – oft mit harten Konsequenzen, aber fast immer mit einem Lächeln. Dieses Lächeln interpretieren wir gern als Zustimmung. Doch ja bedeutet nicht immer ja.

Ich bin mein Leben lang gut mit dem Grundsatz „In Rom mach es wie die Römer“ gefahren. Er hilft, Fettnäpfchen zu umgehen – in Thailand ganz besonders.

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Matt Abold leben in chumphon, thailand

Matt Abold heißt der Bub und lebt seit 2009 auf Baan Metawi, in Chumphon, Thailand. Er schreibt übers Auswandern und Überwintern und sozial- und wirtschaftspolitische Themen mit Bezug zu Thailand.
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Kulturschock Thailand – Meine Hitliste

Diese Hitliste ist nicht nach Wichtigkeit geordnet, da jeder Thailand anders erlebt, sondern nach Häufigkeit. Damit meine ich nicht nur meine eigenen Erlebnisse, sondern eben durch unsere sehr zahlreichen Gäste auf Baan Metawi, sowie Freunde und Verwandte, die uns über die Jahre besuchten.

Was meinen Sie, taugt das KI generierte Beitragsbild als Kulturschock Thailand?
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1. Kulturschock Thailand – Bangkok, Himmel und Hölle

Die meisten Thailand-Reisen beginnen in Bangkok. 15 Millionen Menschen, eine Stadt, die nie schläft. Wolkenkratzer neben Armut, Tempel neben Shopping-Malls – Bangkok ist ein Ort, an dem Tradition und Moderne, Reichtum und Mangel, Spiritualität und Konsum nicht nacheinander, sondern nebeneinander existieren. Für Besucher aus dem D A CH-Raum ist das oft überwältigend.

Autobahnen über Autobahnen, extreme Verkehrsdichte und eine Fahrweise, die für Erstbesucher mehr Schock als Kulturschock ist. Wer Bangkok jedoch eine Chance gibt, entdeckt schnell seine Faszination. Ich selbst könnte mir heute kein Leben mehr in einer Metropole vorstellen – aber ein Kurzbesuch in Bangkok bleibt für mich etwas Besonderes und sehr Feines.

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2. Kulturschock Thailand – Das Lächeln im Land des Lächelns

Viele Europäer interpretieren ein Lächeln als Freundlichkeit oder Einverständnis. Häufig bedeutet ein Lächeln in Thailand genau das. Dennoch kann ein Lächeln auch Verlegenheit oder Unsicherheit bedeuten, insbesondere wenn sprachliche Barrieren vorhanden sind. Ähnlich aber auch bei einer Ablehnung, um eine Konfrontation zu vermeiden, lächelt der Thailänder. Wenn Thailänder Sie nicht verstehen, dann sagt er dies Ihnen in den seltensten Fällen. Er lächelt einfach, was oft von Touristen fehlinterpretiert wird, da es zumindest in Europa eher unüblich ist, nichts zu sagen.

Aus eigener Erfahrung kann das Lächeln in bestimmten Fällen auf Abendländler ziemlich störend wirken. Zum Beispiel, wenn ein Mopedfahrer Sie an einer einspurigen Kreuzung, wo Sie gerade links abbiegen, links überholt und Sie diesen nur durch eine Vollbremsung nicht überfahren. Danach lächelt er (selten sie) Sie an. Anfänglich empfand ich es als Provokation. Tatsächlich dient dieses Lächeln der Deeskalation. Mit der Zeit lernt man: Nicht jedes Lächeln ist Zustimmung – oft ist es dem inneren Drang nach Harmonie geschuldet.

3. Kulturschock Thailand – Essen und essen

Ich denke, dass den allermeisten, die nach Thailand kommen, schon vor Beginn der Reise klar war, dass das thailändische Essen scharf sein kann. Wie überall an Orten mit Massentourismus ist dann die Ähnlichkeit zum „normalen“ inländischen Essen eher nicht vorhanden. Das Essen wird auf die Gaumen der Hauptkundschaft, den Touristen, angepasst. Also wird es hier eher selten einen Kulturschock geben.

Eben nicht bei der Schärfe, sondern bei der Auswahl der Speisen und vor allem der Art und Weise zu essen, den Tischmanieren, gibt es dann doch erhebliche Unterschiede. Alleine schon die schier unendliche Anzahl von Restaurants und Imbissen, ist für europäische Augen doch ein sehr positives Unterscheidungsmerkmal ist. Lesen Sie sich einfach mal nachfolgende Beiträge durch, die detaillierter auf Unterschiede eingehen:

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4. Kulturschock Thailand – Ja bedeutet ja, aber auch nein oder vielleicht

Mündliche Verabredungen, Abmachungen, selbst ein Handschlag für ein vermeintliches Geschäft, welches mit einem Ja und natürlich immer mit ein freundliches Lächeln dazu beendet wird, sind nicht immer das, was ein Europäer darunter verstehen würde. Für uns bedeutet es: Ja, wir machen den Deal oder ja, wir treffen uns zum Abendessen. Nur das Ja kann aber für den Thailänder einfach nur bedeuten: „Ja – Ich habe verstanden!“ Aber nicht unbedingt: „Ja – Ich stimme zu!“

Diesen „ja bedeutet nicht ja“ Kulturschock Thailand habe ich schon so oft selbst erlebt, dass der Schock bei mir ausbleibt. Beispielhaft bei Behörden und Banken, frage ich oftmals vorab, ob es ausreichend ist ein bestimmtes Dokument mitzubringen. Folgt dann die Antwort ja, hatte ich mich früher darauf verlassen und war oftmals verlassen. Denn bei der eigentlichen Verwaltungssache wurde dann zusätzlich noch ein anderes Dokument verlangt. Heutzutage frage ich detaillierter nach. Das vermeidet viele Probleme.

5. Kulturschock Thailand – Ja sagen als Konfliktvermeidung

Wir haben Redewendungen, wie zum Beispiel: Nicht um den heißen Brei reden oder klar Kante zeigen. Wir handeln oft auch danach. Beruflich und privat gilt bei uns, dass ein Konflikt angesprochen wird, um sich dann auszusprechen, um den Konflikt hoffentlich aufzulösen. Oftmals hätte man aber besser die Klappe gehalten, da der potentielle Konflikt nach der Aussprache größer wurde. Dies gibt es in Thailand in den meisten Fällen so nicht!

Konflikte, Probleme und Fehler werden oftmals in Thailand nicht angesprochen. Kritik in der Öffentlichkeit geht gar nicht, Harmonie steht darüber. Engländer haben ein Sprichwort: „Praise in public, blame in privat“ (loben in der Öffentlichkeit, tadeln im Privaten). Selbst heute wird dies teilweise noch auf der Insel praktiziert. In Thailand ist es Grundvoraussetzung. Dazu kommt, dass Fehler fast nie im Einzelgespräch benannt werden, was gerade im Arbeitsalltag mit Kontinentaleuropäern zu Problemen führt. Letztendlich weiß der Europäer oftmals nicht, woran er wirklich ist!

6. Kulturschock Thailand – Zeit ist nicht linear, Zeit ist flexibel!

Wir haben ja so unsere eigenen Schwierigkeiten bezüglich Zeit; wir lästern gerne über die südeuropäischen Länder, deren Pünktlichkeit in unseren Augen verbesserungswürdig erscheint, interpretieren aber „die akademische Viertelstunde“ als etwas Nobles!

Im Freundeskreis, im Beruf, nur nicht bei hochoffiziellen Anlässen, erwartet in Thailand niemand unsere teutonische oder die noch genauere helvetische Pünktlichkeit. Das Wort „Gleich“ ist ein sehr dehnbarer Begriff, der im Extremfall auch mal morgen bedeuten könnte, aber sicherlich nicht jetzt sofort! Der Thailänder sieht Termine eher als Vorschlag, nicht als Verpflichtung. Insbesondere sind im Arbeitsleben Umstände wichtiger als festgelegte Uhrzeiten.

Zum Beispiel Handwerker, die nicht heute, wie versprochen, kommen, sondern morgen, da der vorherige Auftraggeber noch ein paar kleinere zusätzliche Reparaturen hatte. Allerdings kann es auch genau umgekehrt sein, der Handwerker kommt früher, da er schneller woanders fertig wurde.

Der Beitrag: Heutzutage ist es für mich normal und für Sie? beschreibt das thailändische Zeitgefühl an einem einzigen Tag bei uns Zuhause. Mittlerweile finde ich es nicht nur sehr angenehm, ich bekomme sogar manchmal von meiner Frau, der Thailänderin, lustige Blicke, da ich das mit der dehnbaren Zeit anscheinend zu dehnbar interpretiere. 😉

7. Kulturschock Thailand – Bloß keine Bloßstellung

Öffentliche Bloßstellung, wo Ihr Gegenüber das Gesicht verliert oder unser deutsches: „Recht haben um jeden Preis“ ist in Thailand nicht nur tabu, sondern es wäre nicht selten überlebenswichtig, es nicht zu tun.

Zu Beginn meines neuen Lebensabschnitts in Thailand kam ich mit meiner Frau und Schwiegermutter mal vom Einkaufen zurück und ein anderer Pick-up schnitt mich grundlos aufs Übelste, eine Vollbremsung wurde nötig. Ca. 100 Meter vor uns war eine rote Ampel. Ich fuhr dem Verkehrsrowdy hinterher und war gerade dabei auszusteigen, um ihn an der Ampel zur Rede zu stellen. Beide, meine Frau und Schwiegermutter, hielten mich davon ab. Sie sind Thailänder und kennen ihre Landsleute. Ihre Antwort, dass er durchaus eine Waffe zücken oder sonst irgendwie völlig ausrasten könnte, empfand ich damals als übertrieben.

Diesen Fehler mach ich heute nicht mehr. Thailänder sind von Haus aus viel schwieriger aus der Ruhe zu bringen als wir schnell aufbrausenden Abendländler. Nur wenn es doch mal passiert und Gesicht wahren nicht mehr möglich ist, dann ist komplettes Ausrasten seitens des Thailänders gar nicht so selten. Über die Jahre gab es viele Schlagzeilen darüber, die eigentlich nie gut für den Farang ausgegangen sind.

Auch wenn es schwerfällt, halten Sie Ihre Emotionen unter Kontrolle, Harmonie schlägt Fakten bzw. Gesicht wahren schlägt recht haben in Thailand. In ganz Asien ist der Gesichtsverlust um ein Vielfaches dramatischer als im Abendland. Nur gerade im weltbekannten Land des Lächelns führt es oftmals zu mehr als nur zum Kulturschock Thailand!

8. Kulturschock Thailand – Regeln sind verhandelbar, Beziehungen nicht

Zugegeben, beim Touristen in Thailand wird dies eher selten vorkommen, wenn Sie aber in Thailand leben, dann sollten Sie sich auf alle Fälle damit arrangieren. Natürlich hat Thailand auch viele Gesetze, Regeln und Vorschriften, die aber nicht, insbesondere wie im nordeuropäischen Raum, punktgenau formal zu erfüllen sind.

Ein Beispiel:

Ein von mir gebauter Steg auf unseren Plantagen ragt weit in den Kanal hinaus, der nicht mehr zu unserem Grundstück gehört. Da dies jedoch niemanden stört, wird es von den Behörden geduldet und es ist keine Genehmigung erforderlich. Hierin zeigt sich ein riesiger Unterschied zu den D A CH Länder. In allen Ländern ist so etwas grundsätzlich nicht erlaubt. Bei uns wird jedoch die Formalität über den gesunden Menschenverstand gestellt. Das bedeutet: Es ist völlig egal, ob jemand dadurch einen Nachteil erleiden könnte – es wird einfach nicht genehmigt, und bei Missachtung bestraft. In unserem Fall müssten wir den Steg rückbauen.

Gesetze und Vorschriften existieren, werden aber nicht nur flexibel ausgelegt und angewendet, sie sind auch durchaus regional unterschiedlich und werden durch persönliche Beziehungen relativiert. Viele Baxidas, die in Thailand leben, bekommen dies oft bei Behörden, speziell der Immigrationsbehörde, zu spüren. Zum einen gilt immer: Andere Provinzen, andere Regeln – obwohl das Gesetz für ganz Thailand geschrieben wurde. Und warum etwas gestern genehmigt oder nicht genehmigt wurde, kann morgen schon wieder ganz anders sein.

Uns erscheint dies sehr exotisch und oft liegen die Nerven blank. Ich würde sagen, kommt Zeit, kommt Rat, aber nur wenn Sie sich auf das Abenteuer Thailand wirklich einlassen. Wenn nicht, dann erleben Sie permanent Ihren ganz persönlichen Kulturschock Thailand!

Es ist aber schon verwunderlich, dass viele von uns es einfach als gegeben nehmen, dass wir Farangs in Thailand oftmals positiv diskriminiert werden. Mal abgesehen von Orten mit Massentourismus werde ich nicht selten seitens der Gesellschaft, aber auch seitens der Polizei besser gestellt als der gemeine Thailänder, passend hierzu: Erlebte Beispiele als Farang in Thailand mit der Polizei. Jetzt stellen Sie sich mal vor, ein deutscher Polizist behandelt einen anders ausschauenden Ausländer in Deutschland besser als einen Biodeutschen!

Loyalität oder Gesetze?

Grundsätzlich stelle ich Loyalität über Gesetze. Dies hat bei mir auch nichts mit Thailand zu tun, so bin ich nun mal und bin ziemlich gut bisher damit gefahren. Die Grenzen dessen werden mir gerade sehr deutlich bei der Trumpschen USA aufgezeigt. Hier wird Loyalität mit Unterwürfigkeit verwechselt, dennoch belohnt er seine Schergen für Loyalität und vernichtet medial und juristisch jeden Abweichler.

Für Thailand nehme ich mir heraus, dass es noch ein gewisses Gleichgewicht gibt, welches für die Gesellschaft viel mehr Positives bringt. Um ganz ehrlich zu sein, dieses Gleichgewicht ist für mich unter anderem ein intakter gesunder Menschenverstand.

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9. Kulturschock Thailand – Die Gesellschaft steht über dem Einzelnen

Gleich vorneweg, es geht nicht darum, dass der Einzelne in Thailand „nichts zählt“, sondern darum, wie Konflikte zwischen Individuum und Gemeinschaft gelöst werden. Und darin liegt der fundamentale Unterschied. Thailand opfert individuelle Klarheit zugunsten sozialer Stabilität. USA und viele Länder Europas opfern soziale Harmonie zugunsten individueller Prinzipien und bekommt mehr und mehr Spaltung.

Bestes Beispiel war die Pandemie. Covid-19 hat die Welt und die einzelnen Länder sehr vergleichbar gemacht. Die individuelle Freiheit des Einzelnen wurde und musste auch in Europa stark eingeschränkt werden. Die Folgen waren eine beschleunigte Spaltung der Gesellschaft. In Thailand, egal auf welcher Seite man stand, war für jeden klar, dass es darum ging, die ganze Gesellschaft zu schützen.

Ich möchte es noch an dem Beispiel europäischer Ausländer, die in Thailand leben, festmachen. Die allermeisten haben ein Non-Immigrant Visum. Der Name bedeutet letztendlich: Nicht hier, um zu bleiben! Es gleicht eher einer Duldung des Staates. Der Ausländer ist Gast, kein Teil der Gesellschaft. Der Schutz des nationalen und sozialen Gefüges steht über dem Komfort des Einzelnen, insbesondere des Ausländers. Thailänder werden in wichtigen Dingen des Lebens gesetzlich zu bevorzugt.

In Europa hat auch der Flüchtling oder Nicht-EU Bürger einklagbare Rechte. Für den Europäer mag der Umgang in Thailand unfair, unklar oder willkürlich klingen. Aus thailändischer Sicht sollte sich der Ausländer anpassen (nicht assimilieren!) und nicht das System ändern wollen. Auf einen Nenner gebracht: Wer in Thailand lebt, ohne seine europäische Anspruchshaltung abzulegen, wird dauerhaft frustriert sein.

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10. Kulturschock Thailand mal andersrum!

So habe ich mir das Entwicklungsland Thailand nicht vorgestellt!

Gerade wir Europäer fühlen uns in der Welt von Jules Verne: In 80 Tagen um die Welt sehr wohl. Wir haben nur nicht bemerkt, dass diese Welt längst vergangen ist (passend: Nördliche Dummköpfe erfinden den Globalen Süden). Während wir uns selbst noch für den Nabel der Zivilisation halten, haben uns viele Länder der Dritten Welt in zentralen Bereichen überholt. Dieses Selbstbild wird von meinungsstarken Schreiberlingen gepflegt, die mit Fakten wenig anfangen können. Wir gleichen der Mutter in Goodbye Lenin, der man vorgaukelt, die DDR existiere noch – damit sie nicht merkt, wie sehr sich die Welt verändert hat.

Und genau hier beginnt für viele Erstbesucher der eigentliche Kulturschock Thailand:

Das vermeintliche Entwicklungsland funktioniert – oft besser als Deutschland.

Plötzlich erlebt man, dass Thailand seit weit über einem Jahrzehnt, stabiles, schnelles und flächendeckendes Internet hat, moderne Flughäfen und bestens ausgebaute Straßen. Viele Großprojekte in die Infrastruktur, die meist in der Zeit und im Budget vollendet werden, ganz zu schweigen von einer staatlichen Infrastruktur, die auf allen Ebenen besser funktioniert.

Gleichzeitig denkt man an Deutschland: Marode Brücken, Funklöcher, Dauerbaustellen, Züge, deren Pünktlichkeit sich über Verspätungen definiert, Großstädter, die trotz Arbeit ihre Miete kaum bezahlen können, einen völlig durchgeknallten Staatsapparat, etc. Der eigentliche Schock ist also nicht Thailand – sondern das Auseinanderklaffen von Anspruch und Realität in Europa.

Was, Thailand kann Industrie!

Der nächste Kulturschock Thailand und Aha-Moment: Thailand ist der größte Automobilproduzent Südostasiens! Die Straßen sind voll mit Hybrid- und Elektrofahrzeugen – weit mehr, als viele erwarten würden. Während Deutschland noch über Diesel diskutiert, ist man hier technologieoffen und fährt die wesentlich günstigeren Stromer. Und europäische Mietmäuler sorgen durch Tarife dafür, dass dieser chinesische technische Vorsprung nur als Luxus im Land von Vorsprung durch Technik erhältlich ist. Passend: Thailand ist wirtschaftlich viel mehr als nur Tourismus.

Auch gesellschaftlich bricht ein weiteres Vorurteil: Gleichberechtigung wird in Thailand nicht permanent diskutiert – sie wird gelebt. Nicht perfekt, aber selbstverständlich und viel fortschrittlicher als Europa. Passend: Gleichberechtigung in Thailand – das abendländische Märchen.

Und dann zerbricht noch ein weiteres Klischee: Der berüchtigte Sextourismus ist keine thailändische Kulturleistung, sondern ein Import westlicher (Vietnam-Krieg) Nachfrage. Thailand hat ihn nicht erfunden – es toleriert ihn, wie viele andere Länder, insbesondere auch Deutschland. Wer hier Kultur sucht, findet Tempel, Familie, Respekt und soziale Ordnung – aber sicher keine Bordellfolklore. Passend: No Money No Honey in Thailand – Warum nicht?

Natürlich pauschaliere ich

Die meisten, die nach Thailand reisen, haben zumindest ein Minimum an Neugier. Der wirklich problematische Klischeebeschleuniger ist derjenige, für den selbst die Schweiz ein Entwicklungsland ist, weil er nie seine Umgebung wirklich verlässt, höchsten als Pauschaltourist. So wenig wie die meisten Reisen als Pauschaltourist bilden, so viel werden die Vorurteile und Klischees über das Reiseland bei Rückkehr beibehalten oder sogar verstärkt.

Thailänder haben dafür ein schönes Sprichwort:

Der Frosch unter der Kokosnussschale

Er glaubt, die Welt bestehe nur aus seiner Schale!

Manche bringen ihre Kokosnussschale eben mit ins Flugzeug – Kulturschock Thailand eben!

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Sozial- und wirtschaftspolitische Themen, die oft Thailand mit Deutschland und Europa vergleichen, finden Sie unter der Rubrik Zeitgeistkritik im Menü. Sind es doch gerade die Bereiche, die mir ein paradiesisches Leben hier in Chumphon, Thailand bereiten.


Matt als Comic Freude

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Same Same but different
… das Lebensmotto schlechthin für den „Thai way of life“


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2 Kommentare

  1. Taugt das KI generierte Beitragsbild als Kulturschock Thailand?
    No – diese Motorradroller mit nur einer Person darauf und ohne Ladung – das ist doch nicht normal. Totale Platzverschwendung! 🙂
    Ansonsten: Guter Artikel

    1. Das ist jetzt richtig lustig. Ich habe nämlich der KI gesagt, sie soll ein Moped mit fünf Passagieren malen. Wahrscheinlich wollte die KI nicht glauben, dass es sowas tatsächlich in der Realität gibt.

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