Leben in Thailand
Einkaufzentrum Mahboonkrong MBK Center Bangkok

MBK Bangkok – eine 35-jährige Freundschaft

Endlich haben wir mal ein paar Tage Zeit für Bangkok. Kein schnell-rein-schnell-raus Termin bei der Deutschen Botschaft oder einer Beerdigung, wie vor ein paar Wochen. Ohne Stau nach knapp 6-stündiger Fahrt in Bangkok angekommen, kamen ganz unerwartet Erinnerung an meine Zeit als Rucksacktourist und dem damals häufig besuchten Einkaufszentrum Mahboonkrong, siehe Wikipedia, heutzutage nur noch MBK genannt, auf. Zu den besagten stressige Terminen finden Sie etwas in diesen Beiträgen:

Das thailändische Neujahrsfest war letzte Woche und natürlich unterbrachen 2 unserer Kinder ihr Studium in der Hauptstadt, um mit uns auf Baan Metawi Songkran zu feiern. Wir fuhren die beiden jetzt wieder nach Bangkok und der Benjamin der Familie durfte auch mit. Für uns hingegen stand Einkaufen, lecker Essen gehen und das Barleben in Bangkok auf dem Programm. Coronabedingt sind die Hotelpreise weiterhin sehr niedrig, also gönnten wir uns für ca. € 44 die Nacht inkl. Frühstück eines der immerhin 132 5-Sternehotels in Bangkok. Interessant war noch, dass meine bessere Hälfte gleich noch innerhalb der U-Bahnstation Khlong Toei einen neuen Reisepass beantragte. Dieser kam schon vor unserer Rückreise in Chumphon, nach nur 2 Tagen, an. Geht dies in Deutschland auch so schnell? Zuerst noch ein paar ältere Reisebeiträge über Bangkok:

Matt Abold

Mein Name ist Matt Abold und ich lebe seit 2009 als weißer Ausländer im Baan Metawi, in Chumphon, Thailand. Ich schreibe übers Auswandern und Überwintern und verbinde meine Beiträge oft mit sozial- und wirtschaftspolitischen Themen, die Thailand mit Deutschland und Europa vergleichen, in meiner Rubrik: Zeitgeistkritik.

Geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag: 8 Minuten

Mahboonkrong – MBK Center Bangkok

Gerade 19 und meine unfreiwillige Bundeswehrzeit bei den Gebirgsjägern in Mittenwald hinter mir, ging es in die große weite Welt. Bangkok sollte mir die ersten Monate Heimat werden. Es war eine schöne Zeit, die Taxis waren noch ohne Taximeter und es gab weder Hoch- noch U-Bahn. Bangkok erkundete man am besten zu Fuß oder dem damals ominösen 2-Baht Bus Nummer 16, der augenscheinlich überall hinfuhr. Hochhäuser waren in 1986 Mangelware und der Kontrast zu den mindestens 600 ++ Hochhäusern heutzutage könnte nicht größer sein.

Zu dieser Zeit öffnete das gerade fertiggestellte größte Einkaufszentrum in Asien seine Pforten, das MBK Center oder damals noch unter dem vollem Namen Mahboonkrong bekannt. Es war für mich schwer beeindruckend, aber auch ein Ort, wo ich nicht schwitzen musste, da alles klimatisiert war. Selbstverständlich heute, aber damals war dies schon ein Argument ins MBK Bangkok zu gehen und ich war oft dort. Ein weiterer Grund war damals auch die Milch von Chokchai. Zum einen Mangelware zu dieser Zeit in Thailand, aber zum anderen gab es im MBK frisch gezapfte Milch; verrückt, woran man sich so erinnert.

Auch diesmal, im April 2022, ging es nach langer Zeit mal wieder ins Mahboongkrong und es geschah etwas Seltsames. Ich kaufte mir gerade in einem der Tausenden Miniläden etwas, als mich eine ältere Frau im Geschäft nebenan anschaute. Kurz darauf erkannte ich sie (überhaupt nicht normal für mich), da ich seit Jahren dort immer meine T-Shirts kaufe. Wir unterhielten uns und erfuhr dabei, dass Sie seit der Eröffnung des MBK Bangkok immer einen Laden in unterschiedlichen Lagen dort hatte. Es machte uns beiden sichtlich Spaß über alte Zeiten zu sprechen. Passend auch folgende Beiträge:

Ein paar Bilder vorab

Was wäre passiert, gäbe es das MBK Bangkok nicht?

Vielleicht eine blöde Frage, aber für mich war eine Verabredung im MBK Bangkok in 1986 wahrscheinlich folgenreich. Ich hatte mich dort mit einem Engländer verabredet, den ich im Flugzeug kennen lernte. Dieser schlug mir vor, doch bei der ältesten Bank in Hongkong anzuheuern. Nicht nur das, er konnte mir dabei auch helfen. Ein für mich damals absurder Gedanke. Bei einer Bank zu arbeiten, war doch von meiner Lebensplanung bis dato sehr weit entfernt.

Es kam aber wie es kam und ich begann mein Arbeitsleben völlig unerwartet in einer Bank in Hongkong. Mehr dazu, siehe: Über den Schreiberling.

Trotzdem verweilte ich noch länger bei meinem Gedankenspiel: Was wäre passiert, hätte es dieses Treffen im MBK Bangkok vor mehr als 35 Jahren nicht gegeben? Wäre letztendlich Thailand meine neue Heimat aus heutiger Sicht geworden? Natürlich gibt es auf solche Fragen keine Antworten und ist vielleicht dem Älterwerden geschuldet, aber Spaß macht es allemal.

Was macht das MBK Bangkok so besonders?

Ein ständig sich neu erfindendes Einkaufszentrum, was über eine so lange Zeit Generationen von Kunden an sich binden konnte, ist schon bemerkenswert. Ca. 2.000 Geschäfte von kleinen Einzelhändler bis zu Tokyu, einem japanischen Kaufhaus, welches 2020 nach 34 Jahren seine Pforten schloss. Rund 100.000 Kunden besuchen das Einkaufszentrum täglich und damals wie heute gehören junge Thailänder zur Hauptkundschaft.

So ist auch der Elektronik- und Handybereich im vierten Stock, mit hunderten von Einzelhändlern seit 35 Jahren etwas Besonderes. Viele Imbisse, Foodcourts und Restaurants, Bekleidung, Uhren und Gold kaufen, wie auch verkaufen, kein Problem. Sie können alle möglichen Dienstleistungen in Anspruch nehmen und ein Hotel (Pathumwan Princess Hotel) hat sich seit Jahrzehnten auch noch auf das Einkaufszentrum als zweites Hochhaus aufgebaut.

Für Bangkok, eine Stadt deren Skyline sich ständig ändert und bei jedem Besuch wieder dutzende neue Hochhäuser im Bau sind, ist ein 35-jähriges Einkaufszentrum schon etwas Besonderes. Das Beitragsbild zeigt das Mahboonkrong bei Nacht von der Red Sky Bar. Dieser Blick wird allerdings nicht mehr lange möglich sein, da sich das Siam Square so schnell ändert, dass binnen kürzester Zeit eine große Baufläche sich in neue Hochhäuser wandeln werden und die Sicht zum MBK versperrt sein wird. Nur das erheblich kleinere Siam Center, hat eine ähnliche Geschichte wie das MBK in Bangkok und ist sogar älter. Trotzdem bleibt für mich das Mahboonkrong schon ein typisch untypisches: Same Same but different.

Red Sky Bar, für mich die schönste Rooftop Bar in Bangkok

Der Kontrast in der Bar im 56. Stock (vom 55. zum 56. Stock muss man Treppen steigen) sitzend zu Chumphon könnte natürlich nicht größer sein, aber genau dies macht einen Kurzurlaub in Bangkok vom paradiesischen Leben in Chumphon so interessant.

Wir lieben es und gerade dieses Mal hatte ich schon stark das Gefühl, dass sich das Leben in Bangkok langsam wieder von Covid-19 abwendet und das gewohnte Bangkok, aber immer noch mit angenehm wenigen Staus und Massentourismus, zurückkommt. Hier einige Bilder zum Abschluss:

Matt als Comic Freude

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Kokosnusspalme und Meer

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