Leben in Thailand
Covid-19 impfen in Thailand als Ausländer

Gedanken zum Impfen in Thailand

Aktualisiert am 11. September 2021

Das Thema Impfen in Thailand ist für mich nichts Neues. Bei Anfragen potentieller Gäste zum Überwintern oder Auswandern auf unserem Anwesen, Baan Metawi, kommen immer wieder Fragen bezüglich Impfen. Hauptsächlich natürlich gegen das zurzeit kaum impfbare Malaria, obwohl die ganze Region bei uns überhaupt kein Malariagebiet ist. Interessant hierzu die Absichtserklärung von Biontech. Bevor ich aber zum Covid-19 Impfen allgemein und für Ausländer in Thailand komme, ein kurzer Erfahrungsbericht einer ganz anderen Virusplage.

Sohn Nummer 1 hatte eine groteske Erfahrung mit dem Impfen gegen Tollwut Anfang 2019 in Thailand und Deutschland. Ein Hund hat ihn in Thailand, kurz vor seiner Rückreise nach Deutschland, gekratzt. Auf Nummer sicher gehend, gab es gleich in Chumphon und Bangkok die ersten beiden Impfungen kostenlos. Weitere 3 der 5 (nach dem Essener Schema) erforderlichen, musste er sich in Deutschland holen. Da in Deutschland zu diesem Zeitpunkt kein Rabies Impfstoff allgemein in Apotheken zur Verfügung stand, musste per Taxi Impfstoff aus Notfalldepots der Bayrischen Landesapothekerkammer in seine Apotheke nach Passau geliefert werden. Kostete über € 500, die er aber wieder durch seine Krankenkasse erstattet bekam. Warum das Ganze? Deutschland hat seit Jahren Probleme mit Lieferengpässen beim Impfstoff. Laut Aussage des Apothekers war zu diesem Zeitpunkt nur ein deutscher Impfstoffhersteller zugelassen und dieser hatte Lieferprobleme. Vielleicht hilft die jetzige Pandemie beim Umdenken.

Matt Abold

Mein Name ist Matt Abold und ich lebe seit 2009 als weißer Ausländer im Baan Metawi, in Chumphon, Thailand. Ich schreibe übers Auswandern und Überwintern und verbinde meine Beiträge oft mit sozial- und wirtschaftspolitischen Themen, die Thailand mit Deutschland und Europa vergleichen, in meiner Rubrik: Zeitgeistkritik.

Geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag: 8 Minuten

Covid-19 – Impfen in Thailand bis Ende Juli 2021

Ausländer werden/wurden regional unterschiedlich beim Impfen gegen Covid-19 in Thailand benachteiligt. Teilweise auch ungewollt, da Ausländer keine in Thailand üblichen 13-stelligen Ausweisnummern haben und das ganze Onlineverfahren auf die 13 Stellen ausgerichtet ist (Lesen Sie hierzu auch den unten stehenden Kommentar von Stephan Löffert). Unschön, aber ganz ehrlich, ich kann es verstehen und akzeptieren. Meine paradiesische Lebensqualität kommt auch dadurch zustande, dass es rechtliche Unterschiede zwischen Thailändern und Ausländern gibt. Singapur machte es ähnlich und Australien diskriminiert sogar seine eigenen Landsleute während der Pandemie. Nur weil es jetzt im speziellen Fall von Covid-19 einen Nachteil für mich hat, überwiegt aber das Positive trotzdem bei weitem. Daher akzeptiere ich gerne beide Seiten der Medaille. Um meine Meinung dazu zu verstehen, empfehle ich Ihnen den Beitrag: Thailänder haben Vorteile, keine Ausländer in Thailand zu sein!

Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Thailand hat am 24. Juni 2021 hierzu einen Landsleutebrief an alle, die sich auf elefand des Auswärtigen Amtes für Thailand eingetragen haben, geschickt. Klicken Sie hierzu auf die PDF Datei A.

Das gesamte Projekt: Impfen in Thailand für In- und Ausländer lief sehr unzufrieden über Monate und die Kritik an der Regierung ist seitens der Thailänder vernichtend. Ich denke, man kann es durchaus mit dem Impffortschritt in Deutschland ab Ende Dezember 2020 bis ca. April 2021 vergleichen. Dennoch haben per Mitte August 2021 viele mir bekannte Ausländer, die in Thailand leben, zumindest die Erstimpfung erhalten.

Wie verhält sich Deutschland bezüglich Auslandsdeutsche?

Wenn Sie die PDF Datei A „Landsleutebrief“ des Botschafters der BRD in Bangkok gelesen haben, wissen Sie, dass Deutschland grundsätzlich darauf verzichtet, Auslandsdeutsche gegen Covid-19 zu impfen, nicht nur in Thailand. Frankreich machte dies aber und deren Botschaft in Bangkok hat hierbei eine entscheidende Rolle. Daraufhin mein Schreiben an die Deutsche Botschaft in Bangkok (siehe PDF Datei B), mit der Bitte sich doch noch um Impfstoff zu bemühen. Die Antwort der Botschaft war allgemein und nicht wirklich hilfreich, siehe PDF Datei C. Dies veranlasste mich nochmals am 26. Juli 2021 an die Botschaft zu schreiben, siehe PDF Datei D. Bis einschließlich 13. August 2021 bekam ich keine Antwort auf das Schreiben. Die FAZ schrieb allerdings etwas darüber, klicken Sie hier. Hierbei wird ein Zitat des FDP Abgeordneten Dürr genannt, welches ich sehr zutreffend finde: „Während die französische Regierung Impfdosen quer durch die Welt schickt, um im Ausland lebende Staatsbürger zu versorgen, verzettelt sich die Bundesregierung mal wieder in rechtlichen Fragen und Bürokratie.“

Mein Problem mit der Deutschen Botschaft in Bangkok ist nun folgendes:

  • Impfstoffe werden nicht an Privatpersonen verkauft. Einzige Möglichkeit ist über eine staatliche Einrichtung, was in meinem Fall in Thailand die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland sowie auch Thailand ist.
  • Es gibt in Deutschland das Luxusproblem, dass mehr Impfstoff vorhanden ist, als zurzeit gebraucht wird und dieser nicht ewig haltbar ist, siehe DW Artikel.
  • Selbst wenn die Covid-19 Pandemie, nebst dem Impfen in Thailand nach dem Konsulargesetz keiner akuten Notlage entspricht, bräche ein wenig mehr Flexibilität und mehr Einsatzfreude der Botschaft und dem Auswärtigen Amt kein Zacken aus der Krone. Zumal „kaufen“ auch bedeutet, dass die Deutsche Botschaft in Bangkok, also Deutschland, keinen finanziellen Schaden hätte.
  • Diese Demonstration des Beamtentums wirkt schon sehr altbacken. Hat natürlich auch etwas mit der Unfähigkeit zur Veränderung beim Staatsapparat zu tun (siehe: Geiz ist geil in Deutschland: Das passende Motto unseres Staatsapparats). Erinnert mich auch ein wenig an die TV-Serie: Das königliche bayerische Amtsgericht – nur ohne Charme und Witz.
  • Allerdings, es ist Wahlkampf in Deutschland! Auslandsdeutsche sind natürlich für gerade den rechten Rand ein Dorn im Auge. Daher lieber dieses Fass nicht aufmachen, scheint die Lösung der Regierung zu sein.

Trotzdem hatte ich schon seit längerer Zeit mal daran gedacht, über die Deutsche Botschaft in Bangkok zu schreiben. Diese macht im Großen und Ganzen (Ausnahme Impfen Thailand) einen richtig guten Job. Der Beitrag kommt sicherlich noch vor der Antwort der Botschaft auf mein Schreiben vom 26. Juli 2021 555

Covid-19 – Impfen als Ausländer in Thailand ab August 2021

Trotz anhaltender Fehlschläge bei der Impfstoffbeschaffung und Kritik am Impfen in Thailand, kann man tatsächlich doch Besserung sehen. Es wurde eine neue Webseite für in Thailand lebende Ausländer von der thailändischen Regierung freigeschaltet.

Am 6. August habe ich mich fürs Impfen als Ausländer in Thailand entschieden (siehe Beitragsbild) und mich bei dieser Webseite (klicken Sie hier) angemeldet. Vorher ergab es keinen Sinn für mich, da ich weder Ü60 noch vorerkrankt bin. Zudem sind selbst Thailänder in Chumphon mit ähnlichen Voraussetzungen wie bei mir (Chumphon ist kein Hochrisikogebiet innerhalb Thailands) noch nicht an der Reihe. Das Anmelden war erstaunlicherweise einfach – mal abgesehen davon, dass ich mein Geburtsdatum nur über ein monatliches Zurückklicken (insgesamt 660 x klicken) erreichen konnte. Die Webseite machte auf mich davon abgesehen einen professionellen Eindruck. Die Deutsche Botschaft hat nun auch auf Ihrer Webseite Mitte August mit einer PDF-Datei darüber informiert: Klicken Sie hier.

Ausländer, die in Thailand leben, wissen, warum ich dies schreibe. Insbesondere bei der online 90. Tage Meldung (siehe: Diverse Visa Angelegenheiten für Thailand und Diverse Visa Angelegenheiten für Thailand) oder der online Registrierung bei Übernachtung von Ausländern, sind Webseiten offizieller Stellen schon sehr exotisch.

Covid-19 lässt Thailand im Moment ja keine wirkliche Verschnaufpause, siehe hierzu den täglich aktualisierten: Covid Situationsbericht Thailand. Einzig positiv ist aber, die Impfgeschwindigkeit in Thailand steigt merklich an. Waren es in den ersten Monaten täglich durchschnittlich ca. 200.000, sind es im August durchschnittlich ca. 475.000 Impfungen. Aktuelle Zahlen entnehmen Sie dieser Webseite.

Update 11. September 2021 – impfen als Ausländer in Thailand:

Seit August gab es schon mehrere private und staatliche Initiativen, wo sich auch Ausländer anmelden konnten. Zusätzlich zum oben beschriebenen staatlichen Anmeldesystem für Ausländer, konnte ich mich auch bei der hiesigen Fischereigenossenschaft anmelden. Bei dieser konnten alle Arbeiter, die auf Booten oder Fischfabriken arbeiteten, 2-mal mit Sinopharm geimpft werden. Da einige Arbeitgeber zu viel Saft bestellt hatten, wurden im Bekanntenkreis Freiwillige gesucht. Da wir hier gut vernetzt sind, zahlte ich die Gebühr von 2.000 Baht für beide Impfungen und mein Impftermin wurde auf den 22. September 2021 gelegt.

Am 9. September 2021 bekam ich um ca. 21:00 Uhr einen Anruf eines Nordamerikaners, der vom örtlichen Krankenhaus beauftragt wurde, Ausländer auf insgesamt 3 verschiedenen Listen anzurufen, da deren Impftermin – mit Pfizer/Biontech – am 10. September 2021 sein sollte. Ein ziemliches Wirrwarr beim Thema Covid-19 impfen in Thailand, aber die Impfung verlief doch dann professionell, schnell und war kostenfrei. Einzig hatten die Krankenhausangestellten Schwierigkeiten sich mit den vielen verschiedenen Reisepässen zurechtzufinden, da Chumphon nun mal berühmt für fehlende Touristen und Englischkenntnisse bei der Bevölkerung ist. 555

Zeitgleich wird Thailändern aber noch Sinopharm oder Sinovac als Erstimpfung verabreicht und Astra Zeneca als Zweitimpfung. Ich muss es nicht verstehen, freue mich aber über meine Biontech Impfung. Wäre aber genauso glücklich mit einer Sinopharm Impfung gewesen, nachdem ich mich in den letzten Wochen in äußerst langweilige wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem chinesischen Impfstoff eingelesen habe.

Im Übrigen hat das Impftempo in Thailand seit September noch mal ein Gang zugelegt und ist nun durchschnittlich bei über 600.000 pro Tag. Siehe hierzu auch: Covid-19 Situationsbericht Thailand.

Impfen in Deutschland

Deutschland ist seit Juli 2021 so weit, dass jeder Erwachsene, der eine Impfung haben möchte, diese auch bekommen kann. Es gibt Bemühungen, Skeptiker und Verweigerer zum Impfen zu bewegen. Die Diskussionen für Rechte von Geimpften/Nichtgeimpften und keiner Impfpflicht oder einer durch die Hintertür laufen seit Wochen heiß. Zudem kommt, dass die Faktenlage bezüglich Ansteckungsgefahr Dritter durch infizierte Geimpfte und infizierte Ungeimpfte noch nicht eindeutig ist. Genau damit hadert der Rechtsstaat.

Allerdings wo die Faktenlage eindeutig ist, dass für Erwachsene eine Impfung jeweils zu einem unterschiedlich hohen Grad, je nach Impfstoff und Virusvariante, vor Ansteckung und ebenfalls vor einem schweren Krankheitsverlauf schützt. Wenn man bedenkt, dass durchschnittlich jeder Deutsche im Kindesalter gegen 12 Krankheiten geimpft wird (siehe Impfkalender des RKI) und weitere im Erwachsenenalter, fällt es schwer, der Logik von Skeptikern zu folgen. Hardcore Verweigerer verwenden dann oft auch Argumente von Verschwörungstheoretikern, was getrost Unbeachtung in der Gesellschaft finden sollte (siehe auch: Verschwörungstheorien: eine Krankheit der westlichen Welt).

Impfen und Impfstoff in Thailand

Wenn die Impfgeschwindigkeit in Thailand so weiter geht, sollte bis November/Dezember 2021 jeder erwachsene In- und Ausländer die Möglichkeit gehabt haben, sich gegen Covid-19 in Thailand impfen zu lassen. In Chumphon wird im Moment die Erstimpfung oft mit Sinovac und die Zweitimpfung mit AstraZeneca durchgeführt. So wie ich die Thailänder kenne, wird es kaum Skeptiker geben und sehr wenig Verweigerer. Daher glaube ich auch nicht, dass eine Impfpflicht in Thailand eingeführt werden muss. Falls dies so eintritt, wäre es wirklich mal sehr spannend herauszufinden, warum es so große Unterschiede in den Kulturen bezüglich Impfen gibt. Ähnlich ist im Übrigen die Impfbereitschaft in ganz Südostasien. Eventuell dazu interessant: Südostasien, was bedeutet dies eigentlich?

Die meisten Länder, die Covid-19 in den ersten 16 Monaten der Pandemie gut gemanagt haben, haben jetzt eine heftige Welle und nicht genügend Impfstoff, da es eben bis ca. April 2021 gut lief und kein Eile bei der Beschaffung bestand. Auch kommen diese Länder ausschließlich aus Asien. Daher wird auch vermehrt chinesischer Impfstoff gespritzt, den europäische Länder eher nicht wollen.

Seit wenigen Tagen habe ich nun auch die Möglichkeit, mich mit Sinopharm im September bzw. Oktober in Thailand impfen zu lassen. Hier geht es zur Webseite, wo gerade die Anmeldung im Moment nur auf Thailändisch ist (Thailändische Sprache lernen. Kein Buch mit sieben Siegel). Jeden Mittwoch werden 100.000 Registrierungen akzeptiert. Natürlich mache ich das, auch wenn die realistische Chance besteht, dass per Ende des Jahres viele unterschiedliche Impfstoffe in Thailand zur Verfügung stehen. Aber im Moment habe ich keine Auswahl, daher ist dann die Entscheidung sehr einfach. Daher eben nicht: Wer die Wahl hat, hat die Qual oder wie die Thailänder sagen: Wer die Wahl hat, leidet.

Meine Milchmädchenrechnung

Wenn ich im Regen stehe, dann nehme ich auch den kleinen Regenschirm und warte nicht, bis es einen vermeintlich größeren Regenschirm gibt. Bei 1 Milliarde verimpften Dosen ist mir egal, ob der Stoff aus China kommt! Und zum Thema sich ungetestetes Zeug spritzen zu lassen: Seit Jahrzehnten ist Grund- und teilweise Trinkwasser in Europa stark mit Giftstoffen belastet. Wir haben in Fertiggerichten eine Liste von chemischen Zutaten, die länger als die eigentlichen Rezeptzutaten sind und essen gerne Wildsau und Pilze gewürzt mit Tschernobyl Strahlung. Warum machen wir so etwas, ohne auf wissenschaftliche Nachweise der Langzeitfolgen zu warten? Siehe auch: Der gesunde Menschenverstand

Interessantes zu Covid-19 und Impfen in Thailand

Seit ca. Anfang Juli 2021 sehe ich bei meinen Fahrradtouren eine merklich höhere Anzahl von Thailänder beim Joggen. Im Fernsehen und auf sozialen Medien wird vermehrt ein gesunder Lebensstil in Zeiten von Covid-19 und nicht ausreichenden Impfstoff beworben. Dies ist grundsätzlich doch eine schöne Sache.

Interessant war dann noch, dass es seit Juni auch erhebliche Infektionszahlen in thailändischen Gefängnissen gab. Symptome wurden mit einem traditionellen Heilkraut erfolgreich behandelt. Hierbei handelte es sich um: andrographis paniculata (auf thailändisch: ฟ้าทะลายโจร), eine Pflanze, die eigentlich überall wächst und zumindest ich dachte immer, es handele sich um Unkraut. Über Wochen liefen die Drähte hierzu in Thailand heiß und überall ist das Zeug jetzt in Pillenform – die Wirksamkeit ist nachgewiesen – zu bekommen. Es gab vor Covid-19 schon einen Schub hin zu traditionellen Heilpflanzen in Thailand (ยาสมุนไพร ja-samunpai) aber seit kurzem wurde nochmal ein Gang zugelegt.

Auch in der Familie macht es sich bemerkbar. Seit Jahren trinkt meine Frau und ich frisches Ingwerwasser, jetzt kommt noch vermehrt Zitronengras, Kurkuma, Gewürzlilie, Kaffir Blätter und anderes, außerhalb der normalen Zutaten beim Essen, als Tee hinzu. Hab ich auch keine Probleme damit, solange meine Lieblingsheilpflanzen Chili und Knoblauch nicht zu kurz kommen. Bezüglich Gesundheit, empfehle ich Ihnen diese Beiträge:

Hier geht es noch zu einem externen Blog, mit einem richtig tollen Beitrag zu Krankenversicherung für Auswanderer auch in Thailand, klicken Sie hier.

Mehr zum Thema Auswandern? … dann …


Kokosnusspalme und Meer

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… der Auswandern und Überwintern einfach macht.

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8 Kommentare

  1. Kleine Anmerkung zur in Thailand üblichen 13-stelligen Ausweisnummer (eigentlich ist es nicht eine Ausweis- sondern eine Personennummer).
    Auch jeder Ausländer, der in ein (gelbes) Hausbuch eingetragen ist, hat eine 13-stellige Personennummer und kann auch (wenn er über x-Jahre ist) eine rosa ID-Karte (mit der gleichen Personennummer) bekommen. Siehe: https://www.isaanlawyers.com/pink-id-card-for-foreigners-in-thailand/

    The first digits of the Thai ID Card have the following meaning:

    Number 1- means a Thai national born from January 1, 1984 onwards whose parents registered their birth within 15 days
    Number 2- means a Thai national, born from January 1, 1984 onwards whose parents registered their birth late
    Number 3- means a Thai national and aliens with identification cards whose names appeared in the census before May 31, 1984
    Number 4- means the same group of people (as #3) who previously didn’t have an ID number
    Number 5- means a Thai national whose names was added to the census later due to error
    Number 6- is used for those who entered the country unlawfully or those who entered lawfully with intent to stay in the country on temporary basis. So if you have a yellow ta bian ban, you probably have a Thai ID number starting with 6.
    Number 7- is for children of number 6
    Number 8- is for former aliens whose original nationality was converted to Thai after May 1, 1984 (And permanent residents to what I know). Thai people over 7 years-old must do their Thai ID Card according to the law.

    Die Registrierung scheiterte daher an der Programmierung, d.h. am Ausschluss der „6“ als erste Ziffer. In meiner Provinz (Prachuapkhirikhan) konnte man sich dann als Ausländer (über 60 Jahre, u.a.) lokal (z.B. im Bluport oder staatlichem Krankenhaus) registrieren – das wurde zumindest so veröffentlicht. Aber wir sind ja in Thailand, d.h. alles ist etwas anders als erwartet; tatsächlich war es nicht möglich sich zu registrieren, sondern es wurde eine künstliche, wahrscheinlich fortlaufende, 13-stellige Nummer vergeben, die, welche Überraschung, mit einer „6“ anfängt.

    Mit dieser Nummer konnte man sich dann im Internet registrieren, falls man Inhaber eines Smartphones mit QR-Code Lesefunktion war. War ich aber nicht. Also habe ich den QR-Code (eigentlich waren es drei: MooPrachuapProm / Facebook Hua hin Hospital / Line Official Account) am PC eingescannt, mit einem kostenlosen Programm den QR-Code entschlüsselt und dann die entsprechenden Seiten im Internet aufgerufen und mich dann registriert. Ob es wohl sinnvoll gewesen wäre den QR-Code auch in Klartext anzugeben …

    Obwohl man sowohl beim Antrag der 13-stelligen ID, als auch bei der eigentlichen Registrierung, sein E-Mail Adresse angeben musste, erfolgte natürlich keine Benachrichtigung per E-Mail, sondern es ablag dem Angemeldeten jeden Tag die entsprechende Liste im Internet zu kontrollieren. Hier wäre jeder deutsche Datenschützer in Ohnmacht gefallen, denn in den Listen standen alle Anmeldenummern, Namen und der Impftermin, sowie das jeweilige Krankenhaus, von allen angemeldeten.

    Der Datenschutz interessiert mich in diesem Fall nicht und meinen ersten „Schuß“ habe ich auch schon erhalten.

    1. Das ist ja ein toller Erfahrungsbericht. Herzlichen Dank. Werde gleich im eigentlichen Beitrag einen Hinweis zu Deinem Kommentar machen. Dankeschön und viele Grüße. Matt

  2. Hallo Matt,
    „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ Dein Bild mit dem „kleinen Regenschirm“, statt auf einen „großen Regenschirm“ zu warten, gefällt mir ganz gut. Das ist Deine „Milchmädchenrechnung“, eine Ableitung Deiner Sicht der Dinge, aus Deiner individuellen Lebenssituation und das ist auch gut so. Wer täglich mehrere Kontakte hat, besonders wer Kinder hat, die wiederum viele Kontakte haben, hat natürlich ein anderes Infektionsrisiko, als Menschen in anderen Lebenssituationen.
    Wichtig ist, dass jeder für sich selbst Verantwortung übernimmt und somit auch sein Umfeld nicht unnötig gefährdet. Das Wichtigste aus meiner Sicht sind aber nicht die Impfungen, sondern die Abstands– und Hygienemaßnahmen. Jedes Virus braucht einen Wirt zum Überleben, da es – anders als Bakterien – keinen eigenen Stoffwechsel hat. So hatte ich das zumindest einmal vor über 50 Jahren im Biologieunterricht gelernt. Wenn ich in diesem Zusammenhang Bilder von Impfungen wie zuletzt aus Bangkok sehe, dann sind solche Impfungen alles andere als vorbeugend gegen eine mögliche Infektion, sondern neudeutsch ein „Superspreader-Event“.
    Ich lebe ja immer noch in Deutschland und kann die Impfkampagnen in Thailand nicht bewerten, aber Massenimpfungen ohne Einhaltung der Abstandsregeln zeigen auf, dass hier dringend Aufklärungsbedarf besteht, nämlich, dass genauso wenig wie Geister vor einer Infektion schützen, es bis heute keine Impfung gibt, die vor einer Infektion schützt. Da die Familie quasi so etwas wie die kleinste Zelle jeder Gesellschaft ist, sollten sich alle Eltern jeden Tag zusammen mit ihren Kindern bei einem gemeinsamen Ritual daran erinnern, was das Wichtigste ist, die Abstands– und Hygienemaßnahmen zu beachten, denn sonst bekommt auch der „kleine Regenschirm“ noch zusätzliche Löcher.
    Das ist aber nur meine eigene Meinung und da ich vieles nicht glaube, was in den Medien veröffentlicht wird, erinnerte mich gestern ein Freund beim Thema Impfen daran, dass jemand der Zweifel an den offiziellen Versionen dazu hat, ein „Verschwörungstheoretiker“ ist. Also ja, dann bin ich ein „Verschwörungstheoretiker“ und wenn ich so zurückdenke, vollkommen zurecht, denn ich hatte schon in der Schule 1963 nicht an die offizielle Version geglaubt, dass „L.H. Oswald der Mörder von J.F. Kennedy“ ist, auch bei der „Konstantinischen Schenkung“ hatte ich immer meine Zweifel.
    Obwohl vieles im Leben eine Frage des Vertrauens ist und ohne Vertrauen keiner von uns überleben kann, vertraue ich den meisten offiziellen Versionen und Empfehlungen zum Impfen nur zu einen sehr geringen Teil, denn die vielen Impfdurchbrüche bei den „vollständig Geimpften“ zeigen auf, dass auch der „kleine Regenschirm“ bereits viele Löcher hat und die werden bei „Superspreader-Events“ wie den Massenimpfungen in Bangkok – ohne Einhaltung der Abstandsregeln – schnell immer größer, denn das Virus liebt wie wir die Nähe.
    Viele Grüße
    Andre

    1. Grüße Dich Andre,
      wie immer ein sehr differenzierter Kommentar von Dir, vielen Dank dafür. Da ich ja selbst das Impferlebnis noch nicht beiwohnen konnte, habe ich nur die Erfahrungen der Familie und Bekannten hier. Es scheint zumindest einigermaßen zu funktionieren. Die Situation in Bangkok kenn ich auch nur von Bildern und das ist schon nicht wirklich überzeugend. Trotzdem von allem, was ich im täglichen Leben mitbekomme, funktioniert die Abstandshaltung und insbesondere das Maskentragen seit Beginn der Pandemie sehr gut. Es wird auch immer am Eingang zu Geschäften, mit mittlerweile recht fortschrittlichem Gerät, Fieber gemessen. Ob dies direkt etwas bringt, weiß ich nicht, allerdings hilft es nie zu vergessen, dass wir eine Pandemie haben und daher Vorsicht geboten ist.
      Ich habe ja mal einen Beitrag über Verschwörungstheorien, die exklusive alle aus dem Abendland kommen, geschrieben. Bekomme leider gar nicht so selten auf diesem Blog auch Kommentare, die genau in diese Richtung gehen. Natürlich werden die niemals freigeschaltet und ich kann mir nicht vorstellen, dass Du Dich da gerne aufhalten möchtest.
      Was den kleinen Regenschirm, ob mit oder ohne Löcher, anbelangt, ist der eigentliche Schutz gegen eine Infektion für mich gar nicht oberste Priorität. Vielmehr möchte ich den Berichten glauben, dass die Spritze schwere Verläufe bisher noch gut vermeidet. Schau ma mal.
      Viele Grüße
      Matt

  3. Hallo Matt,
    danke für Deine Replik. Der Schaukelsommer hat uns heute wieder viele Tränen beschert und nicht nur der Himmel weint bei den aktuellen Bildern aus Afghanistan, den brennenden Wäldern in vielen Teilen der Welt, oder den Bächen – die in kürzester Zeit zu vernichtenden Fluten anschwellen.

    Wenn ich an Afghanistan zu meiner Schulzeit denke, an diese liberale Aufbruchstimmung, Einheimische die mit den Blumenkindern des Westens tanzten, Mädchen die selbstverständlich in die Schule gingen, Frauen ohne Kopftuch auf den Straßen und an den Universitäten.
    Und jetzt …
    Auch was unsere Umwelt anbetrifft hatte zu meiner Schulzeit der Club of Rome bereits 1972 von den „Grenzen des Wachstums “ berichtet und die Folgen aufgezeigt. Später 1980 hatten fast alle meiner Kommilitonen das Buch „Global 2000“ gelesen, die Kipppunkte für die Klimakatastrophe kannten wir alle.
    Und jetzt …
    Jetzt ist es zu spät, auch wenn Dr. Merkiavelli & Co. das anders sehen. Auf der Titanic wurde auch noch munter weiter musiziert, obwohl eine Kollision nicht mehr zu vermeiden war.

    Die Folgen für uns in Deutschland werden bitter sein, denn nicht nur die AfD ist eine Gefahr – auch die anderen Parteien werden alle deutlich nach rechts rücken. Um den zu erwartenden Rechtsruck ein bisschen zu verzögern, hoffe ich, dass es „Markus dem Ersten aus Bayern“ nicht gelingt „Armin den Laschen aus NRW“ doch noch vom Thron zu stoßen, denn er plädierte zuletzt unverhohlen für „2G“ statt „3G“ und will einem Teil der Bevölkerung ihre Grundrechte solange einschränken, bis sie geimpft oder genesen sind!

    Womit ich zum eigentlichen Thema, zum Impfen komme. Leider gibt es, was die Verhinderung einer Hospitalisierung von „vollständig Geimpften“ betrifft, auch keine guten Nachrichten. Inzwischen ist bekannt, dass ein doppelt Geimpfter und vollständig gesunder Zahnarzt sich nach der Impfung infizierte und eindeutig an Covid19 verstorben ist. Deutschland sollte sich hier an Griechenland ein Beispiel nehmen und „vollständig Geimpfte“, die keine Vorerkrankungen hatten und zeitnah nach der Impfung verstorben sind, obduzieren. Aber von Obduktionen hatte ja das Robert Koch-Instituts (RKI), mit dem komischen Argument der Aerosolbildung während der Sektionen und der damit einhergehenden Infektionsgefahr, abgeraten. Ich bin zwar kein Pathologe, aber ich bin schon damals davon ausgegangen, dass Pathologen bei einer Sektion Masken tragen. Warum sollte auf eine wissenschaftliche Erforschung dieser neuen Virusinfektion, der erfassbaren Kausalkette von Körpervorgängen die insgesamt zu der Erkrankung und zum Tode führen, verzichtet werden? Nachdem Prof. Püschel nicht der Empfehlung des RKI folgte und dadurch bekannt wurde, dass Covid19 nicht nur eine Lungenerkrankung ist, sondern eine Gefäßerkrankung, die alle Organe befallen kann und wichtige Erkenntnisse für die Behandlung daraus abgeleitet werden konnten, ruderte das RKI zurück. Das Verhalten des RKI machte mich schon damals stutzig und ich stelle mir bis heute Fragen wie:
    – Warum gibt es keine öffentliche Statistik über die Hospitalisierung von zeitnah Geimpften? Ich kenne in unserer Wohnanlage zwei Hospitalisierungen von Bewohnern nach der Impfung, beide hatten keine Vorerkrankung! Einer musste sogar auf die Intensivstation einer nahen Uniklinik!
    – Warum gibt es keine öffentliche Statistik über zeitnah nach der Impfung Verstorbener, die keine Vorerkrankung hatten!
    – Warum fehlt eine öffentliche Statistik über die Blutgruppen und das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf, obwohl der signifikanten Einfluss bekannt ist?
    – Weshalb fehlt eine öffentliche Statistik über die Kausalität eines schweren Krankheitsverlaufs in Verbindung mit Diabetes?

    Ganz offensichtlich will man den Bürgern keine Informationen dazu geben, um eine mündige Entscheidung für sich selbst und seine Angehörigen treffen zu können.

    So bleibt also alles eine Frage des Vertrauens und des gesunden Menschenverstandes. Wem und welchen Aussagen kann man glauben? Dem RKI, dass anfangs einschränkend sagte: Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Bereich kann bei Menschen mit akuten Erkältungs- und Atemwegserkrankungen sinnvoll sein.!? Prof. Drosten der anfangs trotz der Bilder aus Wuhan von einer harmloseren Form der Grippe sprach!? Dem Gesundheitsminister Spahn, der an einer Lobbyagentur aus dem Gesundheitsbereich beteiligt war, während er gleichzeitig als gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Gesundheitsausschuss saß!? Der „Leopoldina“, der „Nationalen Akademie der Wissenschaften“, die einen radikalen Abbau der Kliniken von 1600 auf ca. 330 empfahl!? Ich will Dich und eventuelle Leser aber nicht langweilen und diese Aufzählung nicht erweitern.

    Mein Fazit: Ich vertraue in diesem Zusammenhang niemand. Da ich ein alter Mann bin, fällt mir die Entscheidung für das Impfen trotzdem leicht. Ich will im Abendrot meines Lebens den Jahren mehr Leben geben und dazu brauche ich gutes Wetter, was wir in Deutschland nur wenige Monate im Jahr haben. Eventuelle spätere Langzeitfolgen durch die Impfung sind für mich fast unbedeutend. Für meine Reisefreiheit in warme Gefilde werde ich mich höchstwahrscheinlich impfen lassen müssen, sonst wäre mir eine natürliche Infektion lieber als ein Impfstoff mit einer eingeschränkten Zulassung der WHO oder der EMA.

    Bleib vorsichtig und achte auf einen vollflächigen Sitz der FFP2-Maske. Mir passt leider nur die teuerste, bei den anderen beschlägt die Brille, die sind für mich also ungeeignet.

    Viele Grüße

    Andre

    1. Ich sehe schon, Du bist kein Anhänger der Redensart „in der Kürze liegt die Würze“. Auch wenn dies auf die Aufmerksamkeitsspanne der U20 Generation zutrifft, ist mir ein längerer Gedankengang viel lieber.

      Wenn uns Covid-19 eines gezeigt hat, dann sind es die fehlenden allgemeingültige Erklärungen. Dies zeigt sich insbesondere in Ländervergleichen.

      Allerdings gibt es nicht die geringsten Zweifel, dass das Wetter in Thailand und ganz besonders in Chumphon zumindest an 365 Tagen im Jahr gesundheitsfördernd ist, auch wenn es manchmal schon einiges von einem fordert 555. Daher ist Deine Wahl knapp 10.000 km gen Osten zu ziehen schon die richtige.

      Viele Grüße aus Chumphon
      Matt

      PS. Wir haben hier keine FFP-2 Masken, sondern wahrscheinlich gleichwertige kn95 Masken. Nur beim Preis zeigt sich, wo Marktwirtschaft funktioniert und wo Besitzstandswahren zu unverschämten Preisen führt. Letzte Woche hatte ich 100 dieser Masken für knapp 3 Baht das Stück aus China gekauft. Es gibt auch die teuren für 4 Baht das Stück LOL

      1. Hallo Matt,
        in der Kürze liegt die Würze …! Ja, wenn das so einfach wäre. Schon in der Schule hatte ich im Deutschunterricht bei Aufsätzen damit meine Probleme und musste somit sehr oft ein unvollendetes Werk abgeben.

        Die KN95-Masken sind wahrscheinlich dieselben wie bei uns die FFP2-Masken. Für den Export drucken die Chinesen halt FFP2 auf die Masken, da die Filterwirksamkeit bei KN95 sogar höher ist und auch dem N95-Standard der USA entspricht. Zum Preis: In Deutschland sind die Masken deshalb so teuer, da wir die Millionen an Provisionen für unsere Politiker wie z.B. Nüßlein, Sauter & Co. als Kunden zu bezahlen haben! So geht Marktwirtschaft in Deutschland!

        Was ich bei den Bildern aus Thailand seltsam finde, ist die Tatsache, dass viele schwarze Masken tragen, obwohl schwarz alle sichtbaren Wellenlängen einer elektromagnetischen Strahlung absorbiert, die in Wärme umgewandelt wird …. !?

        Alles Gute

        Andre

        1. Hallo Andre, Nüßlein & Co, aber Deutschland hat kein Problem mit Bestechung … sagt zumindest Deutschland 555.

          Schwarze Masken, hmmm, ist mir jetzt noch nicht aufgefallen. Vielleicht hat es etwas mit den Demonstrationen in Bangkok zu tun.

          Grüße an den Bodensee vom Golf von Thailand

          Matt

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