Leben in Thailand
wandern in thailand, laufen, spazieren gehen, nein, danke

Füße in Thailand sind nicht fürs Wandern und Spazieren gehen

Aktualisiert am 24. September, 2026

Einer meiner Söhne machte mal aus deutscher Sicht ein Auslandssemester in Bangkok. Da er Luuk Krueng ist (siehe Beitrag: Luuk Krueng, „Halb“ Kinder aus Thailand), war er bei den Biothailändern sehr beliebt. Viele in Thailand wollten ihm natürlich helfen, da er ja für seine 3 km Distanz von der Wohnung zur Universität doch nicht einfach täglich laufen sollte. Wandern in Thailand … wer macht denn so etwas?

Ein im selben Gebäudekomplex wohnender einheimischer Student nahm ihn dann natürlich immer in seinem schicken neuen BMW mit zum sehr gut besuchten Parkplatz der Universität. Dies war aber noch nicht das Ende der Geschichte. Dieser nette, sehr gesunde und schlanke Thailänder rief jedes Mal noch ein Tuk Tuk, welches ihn und meinen peinlichst betroffenen Sohn für 50 Baht vom Parkplatz der Universität zum 500 Meter entfernten Gebäudekomplex chauffierte. Man kann doch nicht einfach in Thailand seine Füße verwenden, um zur Universität spazieren zu gehen.

Nicht alles, was Römer machen, sollten wir in Rom auch machen. Beim Laufen oder Wandern in Thailand gibt es eine typisch thailändische Abneigung, fast schon Allergie, es ist etwas für die Kategorie: Same Same but different. Zugegeben, ich liege heutzutage auch lieber in meiner Hängematte auf Baan Metawi und verwende meine Füße am Golf von Thailand hauptsächlich fürs Fahrradfahren, aber wandern macht trotzdem ab und an Spaß … nur nicht in Thailand.

Matt Abold leben in chumphon, thailand

Matt Abold heißt der Bub und lebt seit 2009 auf Baan Metawi, in Chumphon, Thailand. Er schreibt übers Auswandern und Überwintern und sozial- und wirtschaftspolitische Themen mit Bezug zu Thailand.
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Meine ersten Gehversuche in Thailand

Wenn es irgendwie klappt, erlaufe ich mir neue Gegenden gerne, insbesondere bei Städten macht dies unheimlich Spaß. So wollte ich auch am Anfang in 2009 meine neue Heimatstadt Chumphon, am Golf, erlaufen. Zumindest am Anfang war ich in Chumphon der bunte Hund, also leicht zu erkennen, da mein Aussehen als Farang (siehe: Baxida, Ja Muh und Farang in Thailand), zu dieser Zeit fast ein Alleinstellungsmerkmal war.

Ein Fahrrad gab es noch nicht, Sport machte ich auch nicht, daher erinnerte ich mich eben an meine Füße, folglich: Wandern in Thailand. Der Grund, dass mich so viele Menschen hier erkannten, lag nicht nur an meinem Aussehen, sondern war dem für Einheimische exotischen Verhalten geschuldet. Ich verwendete nämlich meine Füße zum Laufen, Wandern und Spazieren gehen.

In unserem 55.000 Einwohner Städtchen Chumphon gibt es sehr viele myanmarische Wanderarbeiter, die in all den Fischfabriken Arbeiten verrichten, die Thailänder nicht mehr machen wollen. Dies kommt Ihnen sicherlich bekannt vor, da wir in Deutschland auch viele Gastarbeiter haben. Zum großen Unterschied allerdings kann in Thailand jeder vom Mindestlohn leben, in Deutschland funktioniert dies ohne Aufstocken nicht. Die Schweiz und Österreich beschäftigen gerne deutsche Gastarbeiter, die aber anscheinend auch ganz gut, ähnlich wie in Thailand, davon leben können.

Folgende Beiträge passen thematisch:
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Sind es eben gerade Wanderarbeiter, die Wandern in Thailand praktizieren und tatsächlich auf der Straße gehen. Sie spazieren zur Arbeit oder zum Einkaufen. Ein Thailänder läuft nicht, auch wenn es nur ein paar Meter sind; dies haben Thailänder im Großen und Ganzen ans Moped ausgegliedert. Selbst für 200 Meter zum nächsten 7-Eleven wird das Moped benutzt.

Das Klima, die Flora und die Fauna sind nicht zum Wandern in Thailand gemacht

Sicherlich ist es auch nicht sehr ratsam, in einem tropischen Klima viel zu laufen. Bei Tagestemperaturen von oft über 30°C und hoher Luftfeuchtigkeit ist körperliche Anstrengung im Freien für viele eine Qual. Gehen wird als schweißtreibende und unangenehme Notwendigkeit gesehen. Zudem hat man auch die erhöhte Chance, von einem Regenguss umarmt zu werden. Beides wird nicht wirklich als Freizeitvergnügen gesehen.

In ländlichen Gegenden Thailands wird der Wald, oft eher Dschungel, nicht als romantischer Rückzugsort gesehen, sondern als Ort harter Arbeit. Für viele Menschen ist die Natur alltägliche Realität und kein Ziel für Freizeitaktivitäten, die mit Anstrengung verbunden sind. Spazieren hat sich insbesondere in Bangkok – trotz vieler schöner Parks (Mitten in Bangkok – Vom Benjakitti zum Lumphini Park) – für die jüngere Generation von draußen nach drinnen verlagert. In klimatisierten Einkaufszentren kann man stundenlang umherbummeln, ohne zu schwitzen. Dieser Aufenthalt ist ein sozialer Treffpunkt, eine Form der Freizeitgestaltung und des „Sehens und Gesehenwerdens“.

Darüberhinaus hat ein tropisches Land so die Eigenart, einige gefährlichere Tiere als in Europa zu haben und Sie wollen es tunlichst vermeiden, im thailändischen Wald zu wandern oder einfach mal spazieren zu gehen. Siehe dazu:

Es gibt ungefähr 10.000 Schlangenbisse (eher weniger) jährlich in Thailand. Jährlich sterben durchschnittlich etwa 5 Menschen in ganz Thailand durch Schlangenbisse (die Todeszahl bei Pilzvergiftung in Deutschland ist ähnlich hoch). Das ist der niedrigste Wert in fast ganz Südostasien. Indonesien oder Laos haben teilweise mehr als 1.000 Mal so viele Tote auf die Bevölkerungsgröße gerechnet. Auch das zeigt die herausragende Stellung Thailands bei der Gesundheitsvorsorge, die in internationalen Studien oft besonders hervorgehoben wird. Siehe: WHO, NIH, OECD.

Ein Bürgersteig ist nicht wirklich für den Bürgern gemacht

Man könnte aber auch auf die Lauffaulheit der Thailänder kommen, indem man sich den Zustand der Straßen anschaut. Diese sind hervorragend ausgebaut, allerdings fast immer ohne Gehweg. Dort wo es einen Bürgersteig gibt, gibt es auch eine Menge von Barrieren, die diesen zum Hindernislauf werden lassen, siehe obige Bilder. Einzig in Bangkok gibt es etliche Skywalks. Dennoch wandern in Thailand gefühlt mehr Touristen auf diesen sehr praktischen Fußgängerautobahnen, als Einheimische. Viel laufen mussten Thailänder aber auch in den nachfolgenden Beiträgen:

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Wandern im Karwendel und in Europa

Die Lauffaulheit der Thailänder ist wahrscheinlich keine wirkliche Allergie, aber gefühlt bei den meisten vorhanden. Thailänder lassen laufen, selbst laufen wird verachtet, Füße sind hier nicht zum Wandern gemacht. Sicherlich sieht man vorwiegend abends auch Thailänder beim Joggen. Sport als gesundheitliche Maßnahme ist auch hier langsam anerkannt. Aber die paar Meter, um zur Laufstrecke zu kommen, wird dann mit dem Moped überbrückt.

Da ist es schon eine Art ausgleichende Gerechtigkeit, wenn ich in Europa meiner Liebe zum Laufen und Bergwandern nachgehen darf und meine Frau dann beim 4-stündigen Karwendel Aufstieg zwar nicht wider Willen mich begleitet, aber die ganze Zeit mir vorjammert, dass sie die einzige Thailänderin wäre, die so eine Tortur überhaupt mitmache. Ich vermute mal, dass dies gar nicht übertrieben war. Ich dachte mir nur, wenn sie so viel Energie hat, um sich die ganze zeit zu beschweren, dann kann es so schlimm doch nicht sein, oder? 😉 Das Beitragsfoto zeigt meine bessere Hälfte gerade beim Laufstreik, wie auch nachfolgende Fotos:

Als die Seilbahn auf dem Karwendel dann nicht hinunterfuhr und wir über 3 Stunden brauchten, um zur Talstation zu kommen, war das Gejammer auf ihrer Seite zwar groß, aber ein bisschen Stolz konnte ich in ihrem Gesicht auch ablesen; für Thailänder war es eine Herkulesaufgabe.

All ihre Freundinnen pflichteten ihr selbstverständlich bei. Alle meinten auch noch ganz ernst, dass deren Ehemänner niemals so etwas von ihnen verlangen würden.

Wandern in Thailand, das geht sogar mit den eigenen Füßen

Mittlerweile scheint der Dame des Hauses Wandern in Thailand auch ein wenig zu gefallen und sie schlug es sogar selbst auf einer Reise im Norden von Thailand vor, siehe hierzu die Beiträge:

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Zum Gipfel des Doi Inthanons, Thailands höchstem Berg und fast so hoch wie die Zugspitze, waren es gerade noch ca. einhundert Höhenmeter, die aber nur wir beide wanderten und der Rest der Seilschaft fuhr mit dem Auto. Sogar auch noch die Rolltreppe, die die letzten Meter bis zum Gipfel – wahrscheinlich speziell für Thailänder gebaut – hinauffährt, wurde benutzt. Treppen zu laufen kam niemandem in den Sinn.

Eigentlich könnte man meinen, dass bei so viel Lauffaulheit der Thailänder eine ungesunde Körperfülle vorliegen muss – ähnlich wie zum Beispiel in Malaysia. Jedoch ist es das Gegenteil. Warum kann ich mir nicht wirklich erklären, wahrscheinlich eine Kombination aus Klima und Essen, siehe auch: Doping für Ihre Gesundheit.

Da die Voraussetzungen zum Spazieren gehen und Wandern in Thailand nicht unbedingt ideal sind, hab‘ ich mir das Fahrrad zum ausgiebigen Laufen gesucht. Aber selbst in 2026 muss sich das Teil hinten anstellen, da ich übermäßig viel auf unseren Plantagen herumspringe. Nachfolgende Beiträge bringen Ihnen diesen tollen Sport näher:

📌 Klicken Sie dazu hier:

Falls ich Ihnen ein bisschen Appetit auf Thailand und insbesondere Chumphon machen konnte, dann kommen Sie einfach mal vorbei und mieten sich bei uns ein. Wie das geht? Ganz einfach, lesen Sie weiter:

baan metawi in chumphon am golf von thailand

Leben und wohnen auf Baan Metawi in Chumphon am Golf von Thailand

Wenn Sie sich für einen Langzeitaufenthalt bei uns in Chumphon interessieren, lesen Sie sich das Mietangebot meiner Frau auf Baan Metawi gut durch. Es zeichnet sich insbesondere durch ein sehr nützliches und vielfältiges Servicepaket aus, das Ihnen den Schritt zum Überwintern, Übersommern oder Auswandern nach Thailand erheblich erleichtert. Frei von Massentourismus erleben Sie bei uns in Chumphon das wahre Thailand mit seiner bezaubernden Meereskulisse inmitten tropisch-exotischer Naturlandschaften. Zudem spricht der Ehemann meiner Frau sogar auch Deutsch.

Matt als Comic Freude

Hier geht es zu noch viel mehr Beiträgen zum Thema:
Same Same but different …
… das Lebensmotto schlechthin für den „Thai way of life“


Interessiert am Auswandern? Siehe dann nachfolgende Beiträge …

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