Leben in Thailand
Bar in Bangkok, Gutes Essen und gute Unterhaltung

Bar, Zentimeter und Uniform in Thailand

Aktualisiert am 26. August 2021

One Night in Bangkok

Thailands berühmt berüchtigtes Nachtleben hat schon richtig viel zu bieten. Die Bars sind schon eine Klasse für sich und bieten richtig gute Unterhaltung, Drinks und Essen. Gewiss haben Sie schon von den weltbekannten Skybars in schwindelerregender Höhe in Bangkok gelesen. Die Nacht, die Hochhäuser und die vielen Lichter machen einen Besuch immer wieder zum Erlebnis. Bekannt aus Kinofilmen ist Sirocco, aber für uns und die meisten unserer Besucher ist die Red Sky Bar im 56. Stock in einem Hotel im Einkaufszentrum „Central World“ wohl die Schönste, siehe auch die Beiträge: Chatuchak Wochenendmarkt, ein Sammelsurium von allem und Bangkok, eine klasse Stadt. Leider gehen aber auch die Preise mit jedem Stock in die Höhe. Als zeitliche und kulinarische Verschwendung würde ich die Vertigo Bar im Hotel Banyantree sehen, ist wohl aber auch Geschmackssache.

Matt Abold

Mein Name ist Matt Abold und ich lebe seit 2009 als weißer Ausländer im Baan Metawi, in Chumphon, Thailand. Ich schreibe übers Auswandern und Überwintern und verbinde meine Beiträge oft mit sozial- und wirtschaftspolitischen Themen, die Thailand mit Deutschland und Europa vergleichen, in meiner Rubrik: Zeitgeistkritik.

Bar ist nicht gleich Bar in Thailand

Wenn Sie aber mal in eine traditionelle Bar gehen bzw. in jeder Bar bei uns in Chumphon, merken Sie zum einen schnell den exorbitanten Preisunterschied. Zum anderen wird Ihnen mit der Zeit Kurioses auffallen.

Gar nicht selten kommen Gäste mit einer Flasche Whiskey oder ähnlichem in der Hand in die Bar. Wahrscheinlich billig aus einem Supermarkt oder halbvoll von zu Hause. Die Bar verkauft die gleichen Flaschen, trotzdem bringen Gäste diese mit. Nicht nur werden sie gerne hereingebeten, es wird ihnen auch gestattet, das mitgebrachte Getränk in der Bar zu trinken. Einfach eine kleine Flaschengebühr und schon geht es los.

Da Bars in Thailand fast immer auch Essen verkaufen, ist es eine Art stillschweigende Übereinkunft, dass eben alles andere in der Bar bestellt wird. Es ist auch durchaus normal, Essen in Restaurants mitzubringen, jedoch eher nicht in einer Bar. Viele Restaurants erlauben es oder es wird nicht explizit verboten oder es wird explizit verboten, aber nicht nachgehackt. Internationale Ketten haben zwar Schilder aufgestellt, die dies unterbinden soll, aber Thailand wäre nicht Thailand, wenn es meistens nicht doch ginge.

Ich bringe dann mal mein Whiskey mit!

Oft im Fastfood Laden zu beobachten, Kinder essen ihren Burger im McDonalds und die Eltern bringen echtes wohlschmeckendes Essen von außerhalb mit, ein typischer Same Same but different Moment. Für die Bars ist es trotzdem ein einträgliches Geschäft und warum sollte man diese potenzielle Käufergruppe verzichten, nur weil sie ihren Schnaps selber mitbringen. Eigentlich ganz logisch, aber so völlig undenkbar für uns Mitteleuropäer.

Dann gibt es noch die andere Variante in der Bar. Es wird eine Flasche geordert, aber bezahlt wird nach Verbrauch in Zentimeter. Hierbei hat man sich dann wohl tatsächlich auf Zentimeter und nicht Inches geeinigt, siehe Beitrag: Ein Inch, ein Hun oder doch nur ein Zentimeter.

Sex sells

Wir sind noch nicht fertig mit dem interessant Anderem in Thailands Bars. Sie sehen hier oft hübsche Damen mit kurzen Röcken, die das Bier verkaufen. Diese haben die jeweilige Uniform der verkauften Biermarken als Werbemaßnahme an. Hierzu muss man wissen, dass Thailänder eine ausgesprochene Liebe zu Uniformen haben und gerne auch getragen wird. Nicht wohl typisch thailändisch, haben sich kurze Röcke bei den Bedienungen als verkaufsfördernd herausgestellt.

Eigentlich nichts Besonderes, wenn diese nicht immer am Ende des Barbesuchs ihre Gäste um ein Foto mit all den leeren Bierflaschen bitten würden. Nach Rücksprache erfuhr ich, dass diese Damen überhaupt nicht in der Bar angestellt sind. Die Brauerei ist der Arbeitgeber und deren Arbeitsleistung ist für die Barbesitzer kostenlos. In Deutschland werden oftmals die Wirtshäuser von den Brauereien eingerichtet und hier wird ein Teil der Belegschaft zur Verfügung gestellt. Als eine Art Arbeitsnachweis schicken die uniformierten Damen die Fotos der verkauften Bierflaschen an ihre jeweiligen Arbeitgeber. Andere Länder, andere Sitten eben.

PS. Aus meinem früheren Bankerleben weiß ich, dass zumindest die bekannteste thailändische Großbrauerei Boon Rawd Brewery Hopfen aus der Hallertau einkauft. Angeblich schmeckt man es.

Eine lustige Geschichte am Ende

Kürzlich wollte meine Frau mit ihren Freundinnen sich einen schönen Abend in einer Bar in Chumphon machen. Also fuhren sie zu fünft in die Stadt. 5 Bars wurden angefahren, alle boten nur Essen, aber kein Alkohol, in dem Fall, Bier an. Warum? Durchaus üblich vor und während wichtiger buddhistischer Feiertage, jedoch warum heute? Es stellte sich heraus, das am nächsten Tag Kommunalwahlen stattfinden würden und daher schon am Tag zuvor Alkoholverbot herrschte. So etwas brachte natürlich diese Damengruppe nicht aus dem Konzept. Es wurde eine Bekannte angefahren, die einen Tante Emma Laden hat, illegaler weise und nur weil es eine Bekannte war, wurden etliche Bierflasche verkauft und der Abend war mit Street Food im Garten einer Freundin gerettet. Same Same but different eben. Ähnlich verwirrend waren auch unsere Pläne mit einigen dieser Freunde eine eigene Bar zu eröffnen. Der Beitrag: Et kütt, wie et kütt gibt Auskunft darüber.

Matt als Comic Freude

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Kokosnusspalme und Meer

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