Leben in Thailand
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Stromautark in Thailand – Das Beste aus allen Welten

Stromautark in Thailand – Wer heute noch für Öl kämpft, arbeitet mit Hochdruck an der eigenen Ablösung. Bessere Werbung für Solarstrom gibt es kaum. Ein geopolitischer Zwischenfall, ein Blick auf die Straße von Hormus – und plötzlich wird aus billiger Energie ein Risiko. Im Kleinen fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Diese Abhängigkeit möchte ich nicht mehr mitmachen. Stromautark in Thailand wurde vom Gedankenspiel zur Entscheidung. Strom und Diesel waren hier lange so günstig, dass Bequemlichkeit völlig rational war. Bis sie es plötzlich nicht mehr war.

Im Beitrag finden Sie, was ich letztendlich von den großen Krisen auf der Weltbühne für mich lernte und dann praktisch in die Tat umsetzte bzw. in den nächsten Monaten noch umsetzen werde.

Matt Abold leben in chumphon, thailand

Matt Abold heißt der Bub und lebt seit 2009 auf Baan Metawi, in Chumphon, Thailand. Er schreibt übers Auswandern und Überwintern und sozial- und wirtschaftspolitische Themen mit Bezug zu Thailand.
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Drill, Baby, Drill!

Trumps Hass auf Solar und insbesondere „Windmühlen“ kennt keine Grenzen. Kohle und Öl sind für ihn die Zukunft: Drill, Baby, Drill! Aus sehr zweifelhaften Gründen griff er militärisch zuerst Venezuela und im März 2026 den Iran an. Meine Erklärung für mich bis dahin war, dass sich die USA in Windeseile in einen Schurkenstaat verwandelt hat, aber die Hauptleidtragenden von Trumps Politik seine eigenen amerikanischen Staatsbürger waren. Warum sollte ich mich darum scheren!

Da ich wohl in der Schule in Geografie gepennt hatte, war mir nie klar, wie einfach sich die Straße von Hormus als Nadelöhr kontrollieren lässt und einen großen Teil der Welt erpressbar macht. Diese Meerenge verteuerte nicht nur den weltweiten Ölpreis und machte die Versorgung unsicher, sondern erzwang bei mir ein Umdenken: Stromautark in Thailand sollte endlich umgesetzt werden.

Passender Lesestoff
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Der berühmte Tritt in den Hintern

Wir fahren seit Jahren einen Pickup und Diesel in Thailand kostete immer so zwischen € 0,8 und € 0,9 pro Liter. Für eine Hin- und Rückfahrt nach Bangkok zahlten wir für die rund 1.000 km ca. 3.000 Baht, ein Schnäppchen sozusagen. Und für Strom? Für 4 Klimaanlagen, eine Poolpumpe, 3 große Kühlschränke, 3 weitere Pumpen, 2 Waschmaschinen, Ofen, mehrere Ventilatoren, Licht, viele Kleingeräte zahlen wir im Monat rund 4.000 Baht, ca. € 110, für durchschnittlich 850 kWh Verbrauch. Dies ist ungefähr ein Drittel im Vergleich zu Deutschland. Vielleicht können Sie mich daher verstehen, dass ich meinen Hintern bis jetzt für Alternativen nicht wirklich in die Höhe gebracht habe.

Der Iran-Krieg hat nicht nur den Dieselpreis in die Höhe getrieben, sondern machte in vielen Ländern weltweit die Versorgung von Öl, Dünger, Kerosin, etc. unsicher. Man könnte es auch wohlwollend so formulieren: Donald Trump verfolgt eine Außenpolitik, getrieben durch Innenpolitik, die vor allem durch überraschende Spontaneität glänzt, während weite Teile der politischen Klasse in den USA diese Kreativität mit bemerkenswerter Hingabe begleiten.

Die Abschaffung der Vernunft beider politischen Lager in den USA hat für die Welt eher chaotische Konsequenzen. Noch deutlicher: Das Erpressungspotential kennt keine Grenzen mehr.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Dass der Iran ein Schurkenstaat ist, steht außer Frage. Es ist nur in diesem Zusammenhang ungefähr so relevant wie die Farbe der Rettungsboote auf der Titanic – diese ist nicht wirklich entscheidend für das eigentliche Problem.

Bequemlichkeit war rational – bis sie es plötzlich nicht mehr war

Weg vom Öl erscheint nun alternativlos! Genau diesen Tritt in den Hintern benötigte ich wohl und damit war ich keinesfalls alleine. Alle Unternehmen, die Solar- und Stromprodukte anbieten, können ihr Glück kaum fassen, weltweit explodiert die Nachfrage danach. Für Thailand wirkt der Iran-Krieg wie ein Katalysator. Er beschleunigt einen bereits starken Trend zur Elektromobilität – aber er hat ihn nicht ausgelöst. Nachfolgend einige Artikel in den Medien im April 2026: Reuters, Auto&Wirtschaft, Time, Tagesspiegel.

Deutschland sucht aber die Alternative beim Alternativlosen. Wir müssen China dafür danken, dass die Batteriespeicher immer besser, aber auch immer günstiger werden und daher gibt es auch seit Jahren einen Boom in Deutschland bei großen Batteriespeichern. In einer Zeit, wo wir als Land bei Gas und Öl erpresst werden können bzw. schon werden, scheint es für mich kontraproduktiv den Batteriespeichern staatliche Hürden zu Gunsten von Gaskraftwerken aufzuerlegen, siehe: Welt, t3n, RBB.

Stromautark in Thailand ist für mich der Goldstandard, den ich in den nächsten Jahren erreichen möchte. Für die Länder, deren Wirtschaften stark vom Ölimport abhängig ist, kann die einzige Strategie nur noch sein, sich von dieser Abhängigkeit zu befreien.

Stromautark weltweit – China macht es möglich

Einige unbequeme Wahrheiten zuerst. China hat sich vor langer Zeit strategisch die weltweite Vorherrschaft bei Solar und Batteriespeicher zum Ziel gesetzt. China kontrolliert heute über 80 % der globalen Solarwertschöpfungskette. Bei Batterien sieht es kaum anders aus: rund 85 % der Produktionskapazität für Lithium-Batterien, ca. 69 % bei Elektroautobatterien und bei Batterie Energie-Speicher sind die Top 5 Hersteller alle chinesisch. Die Quellen dazu finden Sie nachgenannt: WSJ, Wikipedia, A&SPower, ChinaEVInsights, Neng. Passend dazu auch diese Beiträge:

Durch den massiven Ausbau der Kapazitäten hat es China geschafft, der Welt eine bezahlbare Alternative gegen die Abhängigkeit von Öl und Gas zu geben. Westliche Politiker und Medien werden nicht müde, dies als böse staatlich gelenkte Maßnahme zu sehen, wo chinesische Unternehmen, die weltweite Konkurrenz erdrücken. Diese Kritik an Chinas Industriepolitik ist ein wenig sogar nachvollziehbar – wirkt aber bemerkenswert selektiv, wenn ähnliche Erfolge im Westen gefeiert werden.

Zum Beispiel war Deutschland Anfang der 2000er Jahre durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) weltweit beherrschend bei Solar. Durch massive Einspeisevergütungen, garantierte Renditen und einer politisch gewollten Marktskalierung schuf Deutschland den globalen Solarmarkt. Die Ironie dabei: Genau das, was heute China vorgeworfen wird (staatliche Förderung), hat Deutschland selbst vorgemacht – nur ohne langfristige Industriestrategie. Ähnlich natürlich durch unser ehemaliges Aushängeschild, die deutsche Autoindustrie, die überproportional direkt und indirekt durch staatliche Maßnahmen unterstützt wurde. Passend: Du bist böse, ich bin gut – Thailand lachender Dritter?

Letztendlich ist es aber völlig egal, wer recht hat und warum. Zum ersten Mal seit Beginn des Ölzeitalters existiert eine wirtschaftlich tragfähige Alternative. Jeder, der das Beste für sein Land im Sinn hat, müsste jetzt alles dafür tun, damit diese Alternative so schnell wie möglich die Abhängigkeit und Erpressbarkeit durch Öl & Gas durchbricht.

Stromautark in Thailand – meine Schöne Neue Welt

Theorie ist das eine, aber um tatsächlich stromautark in Thailand zu werden habe ich angefangen, das Ganze praktisch umzusetzen. Unserer Plantage (Die lustigen Unternehmungen meiner Herzallerliebsten) soll als Versuchskaninchen dienen. In den letzten Wochen habe ich mich als technischer Nichtschwimmer in die Solar- & Batteriespeichermaterie eingelesen. Hier half mir die KI richtig gut, da schwer verständliches technische Kauderwelsch so übersetzte wurde, dass es im Köpfchen eine gewisse Logik ergab. Da ich aber nicht von 0 auf 100 alles auf eine Karte setzen möchte, stand fest, dass wir das Schuppendach unserer Plantage mit ca. 6 bis 8 Solarpaneelen aus dem örtlichen Baumarkt versehen.

Den Inverter, Batteriespeicher und alle anderen benötigten Regler, möchte ich dafür als integralen mobilen Solarstromgenerator haben und erst beim weitaus größeren „Stromautark in Thailand Projekt“ auf Baan Metawi alles einzeln verbauen. Dafür kam dann mal wieder Alibaba wie gerufen, wo ich bislang gute Erfahrungen gemacht habe, beschrieben in diesen Beiträgen:

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Sesam öffne Dich – Bis jetzt hat es immer funktioniert

Aus Hunderten Angeboten filterte ich mir eine Handvoll heraus und ließ diese durch mehrere KIs vergleichen. Die Ergebnisse habe ich natürlich auf mögliche „Halluzinationen“ überprüft und mich für das Unternehmen Suzhou Drivelong Intelligence Technology Co., Ltd. entschieden. Auf Alibaba finden Sie dieses hier. Gekauft habe ich mir den Solargenerator EP6000iLS mit 6000 Watt und einer Batteriekapazität von 5376 Wh, sowie eine Zusatzbatterie EP6000B mit nochmals 5376 Wh. Nach längeren Verhandlungen zahlte ich für alles inklusive Transport, Zoll und Anlieferung nach Chumphon ca. € 2.200. Mehr technische Details finden Sie in dieser PDF.

Wie geht es weiter?

Bis Mai/Juni kommen die Paneele aufs Dach, ca. Mitte Mai sollte die rund 140 kg schwere Lieferung aus China in Chumphon ankommen und unser erstes Elektroauto sollte auf Baan Metawi ca. im Juli/August stehen.

Bis dahin habe ich dann hoffentlich schon den längst versprochenen Beitrag über unsere Plantage online und wir haben schon einige Monate Erfahrung mit: Stromautark in Thailand auf unserer Plantage gesammelt. Die Paneele reichen aber bei weitem nicht, um das dann vorhandene E-Auto zu laden. Laut meinen Berechnungen würde „tanken“ ca. 3 bis 4 Tage bei herrlichstem Sonnenschein benötigen. Dennoch hoffe ich wertvolle Erfahrungen damit zu sammeln.

Mein Ansporn verringert sich wahrscheinlich im Gleichgang mit dem Abflauen weltweiter (Öl-) Krisen. Diese falsche Sicherheit möchte ich aber durchbrechen und je mehr Menschen auf der Welt ähnliches machen, desto schneller wird Öl seine Wichtigkeit verlieren, das Erpressungspotential fällt weg und regionale Krisen bleiben regional. Auch wenn die Hoffnung zuletzt stirbt, es erscheint mir logischer, als den Bemühungen von Trump die Welt chaotischer zu machen, um mehr Geld zu verdienen, hilflos ausgeliefert zu bleiben.

Auf Jahresbasis gilt für Chumphon:Auf Jahresbasis gilt für München:
ca. 1.300 – 1.600 kWh pro kWpca. 1.000 – 1.100 kWh pro kWp
realistischer Mittelwert: ca. 1.400 kWh/kWprealistischer Mittelwert: ca. 1.050 kWh/kWp
Quelle 1, Quelle 2Quelle 1

Realistisch hat der Süden Thailands ca. 25 bis 40 % mehr Sonnenausbeute. Ein Teil der Erklärung liegt auch an der Nähe zum Äquator, der einen ganzjährig höheren Sonnenstand und geringere saisonalen Schwankungen im Vergleich zu Europas Breiten bietet. Die höhere Ausbeute ist schön, aber nur die halbe Wahrheit.

Während der Süden Thailands ganzjährig eine relativ stabile Ausbeute, trotz Monsun und Hitzeverlust bietet, bricht in ganz Deutschland während des Winters der Ertrag massiv ein. Die Konsequenz ist enorm, denn stromautark in Thailand mit Solar zu werden ist realistisch machbar, während dies in Deutschland aufgrund des Winters wirtschaftlich kaum sinnvoll realisierbar ist.

Weiter mit dem Technischen, um stromautark in Thailand zu werden

Ab 2027 steht dann tatsächlich das Projekt: Stromautark in Thailand an. Vorhandene, nach Süden ausgerichtete Dachflächen bieten nutzbaren Platz für ca. 200 m². Laut meinen Berechnungen reichen aber 25 Kilowatt Solarpaneele, ca. 100 m² aus. Diese laden dann mindestens 75 kWh Batteriespeicher bei Idealbedingungen in 3 bis 4 Stunden Sonnenschein auf. Die maximale Tagesausbeute insgesamt wären damit dann durchschnittlich ca. 120 kWh.

Ausreichend Saft für das E-Auto sollte dann auch kein Problem mehr sein, natürlich zusammen mit dem Strom, der tagsüber benötigt wird. Nachts benötigen wir, wegen der Klimaanlagen den meisten Strom, der dann von den Batteriespeichern kommt. Sollte dieser, wegen zum Beispiel schlechtem Wetter am Vortag nicht ausreichen, hilft das Auto aus – so wie es im Moment ausschaut, hat mein auserwähltes Teil bereits ein V2H (Vehicle to Home) Module eingebaut.

2 bis 3 Tage sollten wir dann auch ohne Sonnenschein stromautark in Thailand sein. Und wenn es die Woche durchregnet, ist ohnehin immer noch der Stromversorger da, der dann den Saft an die Steckdose liefert. Ich rechne allerdings damit, dass in den nächsten Jahren Batteriespeicher noch viel effizienter und günstiger werden, was dann eine Erweiterung auf 100 kWh und mehr wirtschaftlich realistisch macht.

Noch ein wichtiger Punkt

Für all meine Vorhaben benötige ich kaum oder gar keine Genehmigungen von irgendwelchen Behörden! Ich fang’ erst überhaupt nicht an, dies mit meinem alten Heimatland zu vergleichen. Um im Leben weiterzukommen, sollte man sich mit Besseren messen!

Darüberhinaus hat Thailand keine seltsame Wirtschaftspolitik gegen chinesische E-Autohersteller gemacht. Allein dies erlaubt es mir, das o.g. chinesische Elektroauto zwischen 1 und 2 Drittel günstiger in Thailand zu kaufen, als was das gleiche Teil in der EU kostet. Ähnlich verhält es sich auch bei den Batteriespeichern. Selbst wenn es sich nicht jeder in Thailand leisten kann, es kommt einer sozialen Marktwirtschaft sehr nahe und nicht wie insbesondere in Deutschland, eine soziale Marktwirtschaft für Privilegierte!

Und wenn sie nicht gestorben sind …

Ich weiß, ich habe den Konjunktiv in meinem Vorhaben überstrapaziert und sehe aufgrund fehlender Erfahrung wahrscheinlich einiges zu positiv. Nur „zu positiv“ bedeutet nicht falsch, sondern eventuell zu schnell in der Planung oder zu viel Ausbeute durch Photovoltaik in Thailand. Dies sind aber keine Punkte, die das Projekt an sich unrealistisch erscheinen lassen. Die Wahrheit liegt vielleicht tatsächlich in der Mitte und diese Mitte ist allemal gut genug für mich meinen Worten Taten folgen zu lassen.

Ich werde diesen Beitrag in Zukunft mit entsprechendem Fortschritt und tatsächlichen Erfahrungswerten aktualisieren.

Baan Metawi

Ob es mit dem Zeitplan für: Stromautark in Thailand so klappt oder es sich ein wenig nach hinten verschiebt sollte für Sie kein Hindernis sein, uns auf Baan Metawi kennenzulernen. Mieten Sie sich ein und genießen Sie das tolle Leben in Chumphon, am Golf von Thailand. Was müssen Sie tun? Einfach weiterlesen:

baan metawi in chumphon am golf von thailand

Leben und wohnen auf Baan Metawi in Chumphon am Golf von Thailand

Wenn Sie sich für einen Langzeitaufenthalt bei uns in Chumphon interessieren, lesen Sie sich das Mietangebot meiner Frau auf Baan Metawi gut durch. Es zeichnet sich im Besonderen dadurch aus, dass es ein sehr nützliches und vielfältiges Servicepaket bietet, welches Ihnen den Schritt zum Überwintern, Übersommern oder Auswandern nach Thailand erheblich erleichtert. Frei von Massentourismus erleben Sie bei uns in Chumphon das wahre Thailand mit seiner bezaubernden Meereskulisse inmitten tropisch exotischen Naturlandschaften. Zudem spricht der Ehemann meiner Frau sogar auch Deutsch.


Interessiert am Auswandern? Siehe dann nachfolgende Beiträge …

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